(openPR) PETRA steht für „Personalisierte Therapie bei Rheumatoider Arthritis“. Das Projekt in Bayern greift die Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie auf und setzt sie um. Im Zentrum steht dabei die Erkenntnis, dass psychische Faktoren Körper und Immunsystem beeinflussen können. Bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma lassen sich die Zusammenhänge von Stress und Krankheitsverlauf recht deutlich nachvollziehen.
Mit der Auswahl der Projektteilnehmer wurde bereits begonnen. Eine Teilnahme als Rheumapatient ist noch möglich. Vorgesehen sind für sie regelmäßige Gruppentrainings. Ihr Ziel ist es, die Selbstwirksamkeit und den kompetenten Umgang mit der Erkrankung zu verbessern, die Lebensqualität und Lebensfreude zu stärken und so den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.
Basis des Trainings für die Rheumapatienten ist das GLK-Training des Berufsverbandes der Präventologinnen und Präventologen, der Konsortialpartner des Projekts PETRA* ist. „Mit dem Training können die Teilnehmer ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden verbessern. Beispielsweise, weil sie sich ihrer persönlichen Bedürfnisse und Ziele bewusster werden. Sie lernen, mit Misserfolgen und schlechten Stimmungen besser umzugehen, Gefühle von Hilflosigkeit abzubauen und selbstsicherer zu werden. Diese Verbesserungen münden letztendlich in gesteigerter Lebensqualität und Lebensfreude“, so Dorothée Remmler-Bellen, Vorstand beim Berufsverband der Präventologinnen und Präventologen.
Die Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen von chronischer Erkrankung und Aspekten wie Bewegung, Stress, Schlaf oder Ernährung hilft den Teilnehmern, ein besseres –im Wortsinne– Selbst-Bewusstsein zu entwickeln. Zugleich lassen sich Gesundheitsressourcen aktivieren und Potenziale für ein möglichst selbstbestimmtes Leben neu entdecken oder stärken.
Der Projektverlauf wird während der Laufzeit wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. „Positive Erkenntnisse, beispielsweise eine Linderung der Krankheitssymptome und verbesserte Laborparameter können wertvolle Hinweise liefern, inwieweit die Verbesserung individueller Gesundheitskompetenz Hebel und Ansatzpunkte für günstigere Krankheitsverläufe liefern“, ist Remmler-Bellen überzeugt.
Ziel ist es, bei positivem Verlauf des Projektes, PETRA in die Regelversorgung für Rheumapatienten zu übernehmen und auch auf andere chronische Erkrankungen auszuweiten.
Weitere Informationen zum Berufsbild der Präventologinnen und Präventologen unter www.praeventologe.de.
*PETRA ist ein durch den Innovationsfindung des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördertes Projekt. Es wird unter Konsortialleitung der Universität Witten-Herdecke in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg, der Medizinischen Universität Innsbruck, dem BKK Landesverband Bayern, dem Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten, dem Berufsverband der Rheumatologen, dem Berufsverband der Präventologinnen und Präventologen und weiteren Partnern durchgeführt.












