(openPR) Anlässlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober informierte die Rheuma-Liga Hessen gemeinsam mit der MEDIAN Klinik Schlangenbad gestern zahlreiche Interessierte über die Volkskrankheit Rheuma. Bei Vorträgen und Workshops mit den Chefärzten und Therapeuten erhielten die Besucher Informationen über Diagnose und Behandlung sowie praktische Tipps für die Krankheitsbewältigung. Im Anschluss nutzten viele Besucher das Angebot einer kostenfreien Nutzung der hauseigenen Kältekammer sowie der Aeskulap-Therme in direkter Nachbarschaft der Klinik.
Mehrere Hunderttausend Patienten sind bundesweit von „Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises“ betroffen. Insgesamt gibt es bis zu 400 verschiedene Diagnosen in diesem Krankheitsbild, eine genaue Bestimmung ist dementsprechend komplex. Reinhard Wirsing, Geschäftsführer der Rheuma-Liga Hessen, erläuterte im Rahmen der Informationsveranstaltung die Ziele des jährlich stattfindenden Welt-Rheuma-Tages: „Wir wollen Betroffene und ihre Angehörigen informieren und unterstützen. Die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung führt oft zu einschneidenden Veränderungen im Alltag der Patienten. Besonders der chronische Schmerz und die Einschränkung der Beweglichkeit beeinträchtigen die Betroffenen und können psychosomatische Begleiterkrankungen nach sich ziehen. Hier ist eine gute Betreuung wichtig.“ Wie eine solche Betreuung aussieht, wie die Volkskrankheit Rheuma behandelt werden kann und welche Erkrankungen unterschieden werden, erklärte Dr. med. Sinan Cilaci, Chefarzt für Innere Medizin und Rheumatologie an der MEDIAN Klinik Schlangenbad. Innerhalb des rheumatischen Formenkreises komme den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ein besonderer Stellenwert zu, da sie die Patienten immens belasteten. Zu diesen Erkrankungen zähle beispielsweise die chronische Polyarthritis sowie Morbus Bechterew. Sie können Patienten jeden Alters und Geschlechts treffen.
„In der Rheuma-Therapie setzen wir auf eine Kombination von medikamentöser Therapie und physio- sowie ergotherapeutischen Behandlungen. Damit soll die Beweglichkeit von Gelenken und Sehnen gestärkt und Schmerzen gelindert werden.“ Gleichzeitig sei es wichtig, so Dr. Cilaci, die Patienten und ihre individuelle Leidensgeschichte ganzheitlich zu betrachten. Viele Patienten litten schon seit vielen Jahren unter ständigen Schmerzen, was oft auch Auswirkungen auf die Psyche der Betroffenen habe. „Psychologische und Psychosomatische Begleiterkrankungen sind bei Rheuma-Patienten keine Seltenheit. Im Rahmen der Behandlung setzen wir daher auf die interdisziplinäre Fachkompetenz unseres Hauses“, so Dr. Cilaci.
Welche Auswirkungen Rheuma auf die Psyche haben kann und wie beispielsweise Depressionen behandelt werden können, darüber informierte Petra Marx, Chefärztin der Psychosomatik und Psychotherapie. Ebenfalls wichtig für Patienten und ihre Angehörigen sind Strategien zu einer erfolgreichen Krankheitsbewältigung. Dazu gab die Diplom-Psychologin Antje Gasparini den Besuchern wichtige Hinweise mit auf den Weg. Im Anschluss konnten die Besucher in Workshops die Angebote der Physio- und der Ergotherapie kennen lernen. Zum Abschluss bot sich die Gelegenheit, kostenfrei die hauseigene Kältekammer oder die Aeskulap-Therme zu nutzen. Die Kältekammer – eine Besonderheit der Schlangenbader Klinik – wird zur Schmerztherapie eingesetzt. Ein wenige Minuten dauernder Aufenthalt bei Temperaturen zwischen -70 und -110 Grad Celsius fördert die Durchblutung und lindert die oft starken Schmerzen, unter denen Rheuma-Patienten leiden. Auch das warme Thermalwasser wirkt schmerzlindernd und wird daher bei der Behandlung chronischer Erkrankungen eingesetzt.









