(openPR) Wer das Handeln der politischen Alphatiere in der Welt lange genug beobachtet hat und seine Beobachtungen vor dem Hintergrund der Geschichte betrachtet, wird keine Veranlassung (mehr) haben, optimistisch in die Zukunft zu blicken. „Die Menschheit wird eher lernen, zum Mars zu fliegen und auch wieder zurück zu kommen, als gemeinsam ihr Haus „Erde“ zu pflegen und so zu verwalten, daß sie eine gute Zukunft darin hat.“ (Prof. Querulix)
Der dritte Weltkrieg hat als Handelskrieg inzwischen begonnen. Das räuberische Rudeltier, das sich selbst „Mensch“ genannt hat, müßte allerdings endlich erkennen, daß es nicht überleben wird, wenn es weiterhin denkfaul und egoistisch seinen Raubtierinstinkten folgt. Auf einer noch weitgehend menschenleeren Erde genügten seine Instinkte zum Überleben, zur Verteidigung der Reviere gegen Beutekonkurrenten und zur Akkumulation von Macht und Beute im überlebensnotwendigen Umfang. Jetzt, wo es immer enger auf diesem Planeten wird und seine wissenschaftlichen und technologischen Errungenschaften dem Menschentier nicht nur das Dasein zu verbessern helfen, sondern ihm zunehmend auch sein Dasein verschlechternde, ja gefährdende Handlungsmöglichkeiten eröffnen, steht diese „besondere“ Spezies vor existenziellen Fragen.
Die alles entscheidende Frage ist dabei: Entweder weiter so – vielleicht im trügerischen Glauben der herrschenden Minderheiten, die je eigenen Überlebens- und Entwicklungschancen unter allen Umständen, auch auf Kosten von Millionen und Abermillionen Mitmenschen bewahren zu können – oder endlich Verstand und Vernunft nutzen, um die Zukunft der Art zu sichern. Letzteres erforderte allerdings die Zähmung der Raubtierinstinkte des Menschen durch den Menschen selbst und ist deshalb eher unwahrscheinlich. Es sieht derzeit nicht so aus, als ob die menschlichen Alphatieren die prekäre Lage unserer Art noch rechtzeitig vor dem „Rien ne vas plus“ erkennen und in ihrem selbstmörderischen Weiter-So innehalten.
Wir brauchen, um den Wahnsinn zu erkennen, nicht auf die politischen Führer der Welt zu blicken. Bleiben wir im Lande und blenden wir die Politiker einmal ganz aus. Die Wirtschaft liefert uns genügend Beispiele. Auch dort geht es ums Beutemachen. Vornehmlich die deutschen Autobauer produzieren inzwischen alljährlich Millionen Automobile einer Art, die in unserem vom Auto beherrschten, ja inzwischen geradezu erdrückten Land eigentlich niemand braucht. Die Rede ist von übermotorisierten spritfressenden Blechkisten, von Großvehikeln und Pseudogeländewagen, vom Auto als Spielzeug für volljährige Kinder, von gewinnträchtigen Modeartikeln und Persönlichkeitsersatz für Psychopathen.
Vielleicht fühlt so mancher Mensch sich in einem SUV im Stau ja wirklich besser als in einem Fahrzeug, das „nur“ konstruiert wurde, um damit sicher fahren und in Ermangelung öffentlicher Verkehrsmittel zum Beispiel seinen Arbeitsplatz bequem erreichen zu können. Das Automobil ist für allzu viele Menschen offensichtlich immer noch kein Gebrauchsgegenstand wie jeder andere, sondern eine Art Erweiterung ihrer Persönlichkeit, die aber offensichtlich in vielen Fällen zugleich das nüchterne Denken paralysiert. Die vielfältigen negativen Auswirkungen des massenhaften Fahrens mit übermotorisierten und schon deshalb ökologisch schädlichen Autos sind immer noch nicht zu wichtigen Kriterien für Kauf- oder Mietentscheidungen geworden. Allein eine konsequente Umsetzung nüchtern und vernünftig gewonnener Bedarfsanalysen könnte den Schutz der Umwelt vor den Schäden der hypertrophen Automobilität voranbringen.
Bevor jetzt das Totschlagargument der Beutekapitalisten kommt: „Aber die Arbeitsplätze!!!!!!“ (von den möglichen Auswirkungen auf die Milliardengewinne der Autoproduzenten und die persönlichen Multimillioneneinkommen der Topmanager wird tunlichst nicht gesprochen) schwenken wir besser auf das eigentliche Anliegen dieses Beitrages ein, nämlich der Warnung vor einer drohenden kollektiven Verirrung in der Wahnvorstellung „allgemeiner Elektromobilität“. Sie ist – und das haben inzwischen zahlreiche Wissenschaftler nachgewiesen – bisher nichts als das Symptom verirrten Denkens, gefördert vom Interesse einer Minderheit und ihrer politischen Vollstrecker, die davon zu profitieren hoffen. Umweltfreundliche und ressourcensparende Automobilität würde beim gegenwärtigen Stand von Wissenschaft und Technik nämlich keineswegs durch Millionen und Abermillionen batteriegetriebener Fahrzeuge erreicht. Auf der Grundlage ökologisch optimierter und konsequent an den sachlichen Bedarf angepaßter Verbrennungsmotoren könnten umweltverträglichere Automobile sehr viel schneller und kostengünstiger erzeugt werden – wenn die Vernunft entschiede.
Es geht aber offensichtlich gar nicht um den Schutz der Umwelt, sondern ums Geschäft der Automobilindustrie. Der E-Auto-Hype ist nichts anderes als ein weiteres Beispiel für die mangelhafte Fähigkeit des Menschentiers, in komplexen Zusammenhängen und Wechselbeziehungen zu denken und zu handeln. Vor Millionen Jahren als der Mensch noch selten war und seine Umwelt noch nach eigenem Gusto ausbeuten und umkrempeln konnte, ohne ihr und damit auch sich selbst nachhaltig zu schaden, war das nicht notwendig. Heute aber ist der Mensch eine Massenerscheinung auf der Erde und hat die Fähigkeit, seine Umwelt zu vernichten. Damit ist er zur existenzbedrohenden Gefahr für die Umwelt und damit für sich selbst geworden.
Die derzeitige Autokultur ist ein Paradebeispiel für die Verirrungen des Menschentiers: Ein Gebrauchsgegenstand wird für Millionen und Abermillionen Menschen zu einer Art Fetisch. Millionen und Abermillionen fahrbare Blechkisten verstopfen die Straßen, nehmen den Menschen Lebensraum und verpesten die Luft. Verständlich, daß der Wunsch nach Abhilfe aufkommt. Elektrisch betriebene Autos scheinen vielen die Lösung zu sein – bis sie eigene Erfahrungen mit der Elektroautomobilität machen und/oder genau nachzudenken und zu recherchieren beginnen. Dann erkennen sie: E-Autos können zwar für einige Einsatzzwecke sinnvoll sein, eignen sich aber keineswegs als generelle Alternative zum Verbrennungsantrieb.
Weder ökologisch noch ökonomisch sind E-Autos für die Massenautomobilität ein nachhaltiger Schritt vorwärts. Das gilt für die Umweltverträglichkeit ebenso wie für die Wirtschaftlichkeit. Der Strom kommt zwar – wenn eine Ladestation zur Verfügung steht – aus der Steckdose, aber erzeugt wird er dort nicht. Erzeugt wird er in Kraftwerken, die Strom überwiegend aus fossilen Energieträgern oder durch Kernspaltung erzeugen. Die Kohlendioxidemissionen der E-Autos sind deshalb ungefähr genauso hoch wie die Emissionen herkömmlicher Fahrzeuge, kommen nur nicht aus dem Auspuff, sondern aus den Schloten von Kraftwerken.
Die Batterie eines E-Autos, deren notwendiger Austausch nach einigen Jahren übrigens fast so viel kosten kann wie ein neues Auto, hält nicht ewig und die Reichweite ist oft arg beschränkt. Deshalb ist ein dichtes Netz von Ladestationen erforderlich. Das erfordert erhebliche Investitionen. Ist eine Ladestation verfügbar, ist das Laden der Batterie allerdings zeitaufwendig, sodaß E-Autos für längere Strecken sehr viel mehr Zeit benötigen als Autos mit Verbrennungsmotoren. Insofern sind E-Autos eher als Mietfahrzeuge für Kurzstrecken in Städten geeignet, wo sie von den Nutzern an Ladestationen abgeholt und dorthin auch wieder zurückgebracht werden können.
Der Vergleich der Gesamtkosten und Belastungen (Produktion, Nutzung, Entsorgung) von E-Autos und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ergibt beim gegenwärtigen Stand der Wissenschaft klar eine höhere Belastung durch das E-Auto. Allerdings ließe sich für die Automobilindustrie und ihre Spitzenmanager mit einem kräftig subventionierten Elektromobilitätshype auf Kosten der Steuerzahler viel mehr Geld machen. Die Aussicht darauf dürfte für die Elektroauto-Lobbyisten der entscheidende Antrieb sein, die Politiker in dieses Abenteuer hineinzutreiben.
Totale Elektromobilität wäre vor allem eine gewinnträchtige Produktidee für die Automobilindustrie, brächte aber ,wie fachkundige Wissenschaftler längst nachgewiesen haben, in toto der Umwelt gar nichts, ja würde sie sogar zusätzlich belasten. Dennoch: Die Alphatiere blasen zum Marsch und Massen von Betas, Gammas und Omegas trotten unwissend und gläubig hinterher. Wir sollten uns und unseren Kindern das ersparen.
Ein Wandel der Automobilität ist dessen ungeachtet dennoch überfällig. Gegenwärtig werden unbekümmert um die Folgen für die Umwelt zum Beispiel massenhaft und gedankenlos SUVs gefahren, eine Mode, die in ca. 99,9 Prozent der Fälle keinem sachlichen, sondern allein psychischem Bedarf entspringt. Wie wäre es mit einer Reform der Kfz-Steuer dergestalt, daß der außer der Motorleistung auch der Flächenverbrauch und das Gewicht der Fahrzeuge in die Berechnung einer progressiven Steuer eingingen?
Zielführend hinsichtlich einer Senkung der Umweltbelastung durch den Autoverkehr wäre vor allem eine Optimierung der Fahrzeuge im Hinblick auf den sachlichen (anstelle des emotionalen) Bedarfs. Automobile sollten im Hinblick auf die Umweltbelastung, die von ihrem Gebrauch und ihrer Entsorgung ausgehen, keine Spielzeuge und Statussymbole sein. Sie müssen Gebrauchsgegenstände werden, die auf ihren Gebrauchswert hin optimiert werden. Damit könnte die Umweltbelastung durch Auto-Mobilität beträchtlich gesenkt werden. Würde zugleich endlich auch die Deutsche Bahn zuverlässig kundenorientiert weiterentwickelt und geführt sowie der Öffentliche Personennahverkehr unter Nutzung umweltschonender Antriebstechnik weiter entwickelt, könnte die Umweltbelastung durch Automobilität sicherlich deutlich gesenkt werden.
Nicht die Erhaltung einer hypertrophen Automobilindustrie darf das Ziel der Politik sein, sondern eine ökologisch verträglichere individuelle Automobilität im Rahmen einer bundesweiten optimierten öffentlichen Verkehrsinfrastruktur. Letztere hätte, wäre sie bereits in den vergangenen 30 Jahren vernünftig geplant und praktisch umgesetzt worden, nicht nur die Straßen entlastet, sondern auch den innerdeutschen Flugbetrieb überflüssig gemacht.
Die entscheidende Frage hinsichtlich umweltverträglicher Entwicklung der Menschenwelt und damit auch der Zukunft der Menschheit ist: Bekommt der Verstand dieser angeblichen „Krone der Schöpfung“, vor allem der ihrer Alphatiere endlich die Raubtierinstinkte in den Griff oder bleibt nur der Weg, wie bisher weiterzumachen bis zum „Rien ne vas plus“ der Menschenkultur? Die Chuzpe der E-Mobilität ist nichts anderes als einer von vielen Beispielen für die offensichtliche Unfähigkeit der Menschentiere, ihre Überlebenschancen auf diesem Planeten vernünftig und nachhaltig zu sichern.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit langem mit wachsender Sorge um Frieden, Freiheit und das allgemeine Wohl das fragwürdige Treiben der Menschentiere, insbesondere das ihrer Alphas. Seine Beobachtungen dokumentiert und kommentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist auch dieser Band in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.
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