(openPR) Berlin, 15. Februar 2019
Im Rahmen der Eröffnungsfeier des Betreuungsverbundes für Menschen mit MS in Köpenick fand Dr. Gregor Gysi starke Worte der Solidarität für alle Gehandikapten in der Gesellschaft.
Bundestagsabgeordneter Dr. Gregor Gysi hat am Donnerstag, den 14. Februar 2019 die Schirmherrschaft der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband Berlin e.V. übernommen.
Mehr als 50 geladene Gäste waren gekommen, um den Betreuungsverbund in der neuen modernen Wohnanlage der degewo AG offiziell zu eröffnen. Darunter der neue Schirmherr Gregor Gysi, Sandra Wehrmann aus dem Vorstand der degewo AG und natürlich die Geschäftsführerin und der Vorstandsvorsitzende der DMSG Berlin, Karin May und Priv.- Doz.Dr. Karl Baum. Mindestens genauso wichtig aber war die Anwesenheit aller Bewohner dieses neuen Projektes, das beispielhaft für Betreutes Wohnen ist.
Karin May eröffnete die Feierlichkeiten in Köpenick mit einem Grußwort, bevor die DMSG-Geschäftsführerin dann gleich Dr. Gregor Gysi symbolisch einen Schirm überreichte und den Bundestagsabgeordneten offiziell als Schirmherren vorstellte. Gysi bedankte sich für das Vertrauen und bestärkte noch einmal sein Engagement.
In seiner Antrittsrede lobte Gysi das neue Projekt der DMSG, den Betreuungsverbund Köpenick, und nahm dies zum Anlass den Finger in die gesellschaftliche Wunde zu legen: „Das erinnert uns an etwas, was in unserer auf Leistung getrimmten Gesellschaft nicht gerne gehört wird: Wenn sie oder er vom Glück verlassen werden, brauchen wir die menschliche Solidarität und müssen uns darauf verlassen können. Das macht doch eigentlich erst eine lebenswerte Gesellschaft aus. Wir dürfen uns nicht dazu bringen lassen, Solidarität für unnötig oder gar überflüssig zu halten. Sie muss ein Grundwert in unserer Gesellschaft bleiben oder wieder werden , damit der Artikel 1 unseres Grundgesetzes nicht nur auf dem Papier steht, sondern für alle gilt und von allen gelebt werden kann: Die Würde des Menschen ist unantastbar“.
Gregor Gysi appellierte mit deutlichen Worten an die Politik: „Ich hoffe darauf, dass wir der Pflege und Betreuung in unserer Gesellschaft künftig eine noch größere Aufmerksamkeit widmen. Ja, das heißt auch, dass wir dafür viel mehr Geld ausgeben müssen. Mich ärgert ungemein, dass die Bundesregierung ernsthaft bis 2024 den Rüstungsetat auf über 60 Milliarden Euro pro Jahr steigern will und gleichzeitig die Eigenanteile in Pflegeeinrichtungen so hoch sind, dass immer mehr Betroffene aufs Sozialamt müssen. Was ist denn das für eine Schwerpunktsetzung in der herrschenden Politik unseres Landes, ich bitte Sie!?“ Er jedenfalls, so Gysi weiter, werde sich weiter engagieren und nun insbesondere für die DMSG-Berlin einsetzen, damit der Verein die Unterstützung bekomme, die er verdient.
Der Vorstandvorsitzende Dr. Karl Baum bedankte sich anschließend bei Gysi für diese eindrucksvollen Worte und sein Engagement als Schirmherr und stimmte dem Politiker, insbesondere in Sachen Solidarität in der Gesellschaft, nachdrücklich zu. Baum und die DMSG-Berlin kämpfen schon seit Jahren, besonders für ein selbstbestimmtes Leben der Erkrankten und Betroffenen.
Mit dem eröffneten ersten Betreuungsverbund bietet der DMSG Landesverband Berlin eine Lösung für das tägliche Leben für an MS erkrankte Menschen an. Das Projekt befindet sich in einer Wohnanlage der DEGEWO in der Joachimstraße / Ecke Lindenstraße im Bezirk Köpenick. Die Klienten sind selbst Mieter der Wohnungen, die sie auch eigenständig einrichten. „Die Übergabe der Wohnungen des Betreuungsverbundes ist ein Meilenstein in unserer Arbeit und unserem Bemühen die Situation von MS-Erkrankten stetig zu verbessern“, so die Geschäftsführerin der DMSG-Berlin Karin May, „Das tägliche Leben der betroffenen Bewohner hat sich dadurch von heute auf morgen exorbitant verbessert und so die Lebensqualität trotz schwerer Erkrankung um ein Vielfaches erhöht“, freut sich May. Das betreute Einzelwohnen ist eine ambulante sozialpädagogische Hilfe für Menschen, die aufgrund einer Behinderung in ihrer eigenen Wohnung Unterstützung bei der Alltagsbewältigung sowie zur Teilnahme und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft benötigen.
Das Vorstandmitglied der degewo AG Sandra Wehrmann unterstrich wie wichtig dieses Projekt auch für ihr Unternehmen sei. Dass dieses Vorhaben in nur 7 Jahren, von der Idee bis zur heutigen Schlüsselübergabe, vollzogen worden sei, zeige dies deutlich. Wehrmann, sichtlich bewegt: „Liebe DMSG, ich kann ihnen hiermit versichern, dass die degewo AG auch weitere Projekte in dieser Art in Zukunft gerne unterstützen will!“
Eine gelungene, feierliche und emotionale Veranstaltung der DMSG-Berlin.
Einhelliger Tenor: Ein starker DMSG Landesverband mit politischer und gesellschaftlicher Unterstützung, kann zuversichtlich in die Zukunft gehen.








