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Belarus-Projekt: Tschernobyl-Opfer erinnern an Risiken der Kernenergie

09.12.201008:49 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Der Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder und der Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick organisieren im April 2011 die Ausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl – Menschen, Orte, Solidarität“ in Berlin-Köpenick, im Schulamt, Freiheit 15. Die Ausstellung wurde vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) gestaltet. Sie wird von Januar bis Juli 2011 in 37 deutschen und österreichischen Städten gezeigt.


Am 7. Dezember 2010 empfingen Rose Braun als Sprecherin und weitere Mitglieder des Förderkreises den Köpenicker Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in der Köpenicker Bahnhofstraße. In einem 50-minütigen angeregten Gespräch informierte er sich über die Arbeit des Förderkreises. Es gibt die drei Arbeitsbereiche Erholungswochen, Medizinisches und Behindertenarbeit. Es werden Erholungsaufenthalte für belorussische Kinder in Polen organisiert. Der medizinische Bereich umfasst schwierige Herzoperationen von Kindern sowie die Vor- und Nachuntersuchungen, die Qualifikation belorussischer Ärzte. In der Behindertenarbeit geht es um den Aufbau von Strukturen und die Fortbildung von SonderpädagogInnen in Belarus.
Rose Braun erläuterte: „Im Jahr 1991 begann unsere Arbeit mit der Organisation von Erholungswochen in Rabka. Drei Wochen im polnischen Luftkurort haben einen positiven Einfluss auf die Kinder, die durch Radioaktivität belastet sind. Dort können sie unbeschwert spielen und erhalten unbelastetes Essen. Polen wurde gewählt, weil Kultur und Sprache in Polen der der Kinder ähneln. Die Fahrt von Belarus nach Polen ist kürzer und für die Kinder leichter und der Aufenthalt ist leichter finanzierbar.“
Die Erholungsaufenthalte und die medizinische Arbeit werden durch Spenden ermöglicht. Der Bereich Behinderten-Arbeit wird durch einen Eigenanteil und durch Mittel von Brot für die Welt, der Aktion Mensch, des Belarus-Förderprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und der Robert-Bosch-Stiftung finanziert.
Schließlich übergab Rose Braun die „Dortmunder Erklärung zur gesamteuropäischen Erinnerung und Solidarität 25 Jahre nach Tschernobyl“. Diese Erklärung wurde vom IBB gemeinsam mit den rund 40 Trägerkreisen der örtlichen Ausstellungen in Deutschland und Österreich verabschiedet und regt eine politische Debatte über Folgen der Atomenergienutzung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien an. Die Tschernobyl-Initiativen sollen dabei in den politischen Entscheidungsprozess einbezogen werden. Die Dortmunder Erklärung hebt auch die europäische Solidarität hervor, die im Anschluss an den Reaktorunfall in Tschernobyl entstand.
Noch heute werden in der Ukraine und in Belarus Kinder mit organischen Schädigungen geboren. Die Strahlenbelastung nimmt in den betroffenen Gebieten kaum ab, weil die Strahlenquelle immer noch vorhanden ist und die Halbwertszeit der meisten freigesetzten radioaktiven Stoffe in Jahren zu messen ist und Krankheiten nach langjähriger Exposition auftreten. Das erklärt auch die Zunahme von Fehlbildungen bei heute geborenen Kindern.


Quellen
Bundesamt für Strahlenschutz http://www.bfs.de/de/kerntechnik/faq/faq_tschernobyl.html
Dortmunder Erklärung: http://www.ibb-d.de/fileadmin/user_upload/pdf-tschernobyl-projekt/IBB_Dortmunder_Erklaerung.pdf
IBB Dortmund gGmbH, http://www.ibb-d.de

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