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Zum 22. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe

25.04.200811:24 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Am 26. April d. J. sind es 22 Jahre seit dem Super-GAU im Atomkraftwerk von Tschernobyl. Ungeachtet dessen, dass die Katastrophe mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegt, sind ihre Folgen besonders in Belarus, welches über 70% der in Tschernobyl freigesetzten Menge von Radionukliden abbekommen hat, nach wie vor spürbar.



Davon zeugen folgende Tatsachen. Die mit dem radioaktiven Cäsium verseuchte Fläche hat sich nur unbedeutend verringert und beläuft sich auf 21% des Territoriums der Republik. In den kontaminierten Gebieten befinden sich etwa 2800 Ortschaften mit der Gesamtbevölkerung von über 1,5 Mio. Menschen, darunter ca. 420 Tausend Kinder. Der Reaktorunfall verursacht für die Republik Belarus bis zum Jahr 2015 nach vorhandenen annähernden Berechnungen Folgekosten in Höhe von insgesamt 235 Milliarden US-Dollar.

Die radioaktive Verseuchung zieht eine ganze Reihe von schwerwiegenden Problemen mit sich: die Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Menschen, demografische Krise, ein Defizit an qualifizierten Fachkräften, unrentable Produktion.

Daher zählt die komplexe nukleare und sozial-wirtschaftliche Rehabilitierung der betroffenen Gebiete zu den wichtigsten Aufgaben bei der Überwindung der Folgen der Tschernobyl-Havarie. Ihr Hauptziel ist es, eine wirksame wirtschaftliche Wiederbelebung und stabile Entwicklung dieser Regionen zu erreichen. Dafür sind aber neue Herangehensweisen, wissenschaftlich begründete Beschlüsse, erhebliche Finanzmittel und als Folge - materielle und technische Unterstützung seitens der Weltgemeinschaft erforderlich.

Die Überwindung des Tschernobyl-Erbes zählt zu den vorrangigen Richtungen in der Tätigkeit der belarussischen Regierung. Für die Lösung des gesamten Komlexes von Tschernobyl-Problemen hat der Staat bereits mehr als 17 Milliarden Dollar ausgegeben. Drei Nationale Tschernobyl-Programme wurden umgesetzt.

Zurzeit wird in Belarus das vierte staatliche Programm zur Überwindung der Folgen der Tschernobyl-Katastrophe für die Jahre 2006-2010 realisiert. Die Schwerpunkte dieses Programms sind unter anderem Produktion von brauchbaren (nicht verseuchten) Lebensmitteln, medizinische Behandlung der betroffenen Bevölkerung, sozial-psychologische Rehabilitierung, Durchführung der wissenschaftlichen Forschungsarbeit.

Es ist den durch den Staat getroffenen Maßnahmen zu verdanken, dass eine Reihe von Problemen gelöst werden konnte. Die Umsiedlung der Menschen aus den am meisten kontaminierten Gebieten ist praktisch abgeschlossen worden, ein funktionsfähiges System der radioaktiven Kontrolle und die erforderliche Rechtsbasis wurden geschaffen. Besondere Aufmerksamkeit wird einem effektiven Sozialschutz und einer medizinischen Betreuung der betroffenen Bevölkerung geschenkt.

Es wurde dabei auch klar, dass kein einziges Land imstande ist, aus eigener Kraft die Folgen einer solchen Katastrophe zu bewältigen. Die Tschernobyl-Katastrophe ist eine Tragödie vom globalen, allgemeinmenschlichen Maßstab, und die gesamte internationale Gemeinschaft ist herausgefordert, ihre Anstrengungen zu vereinigen, um die schrecklichen Auswirkungen des Super-GAUs auf Menschen und die Umwelt zu minimieren.

Bedeutende Hilfe bei der Wiederherstellung der durch den Unfall verseuchten Territorien von Belarus leisten die internationalen Organisationen, Staatsbehörden und Privatinitiativen verschiedener Länder.

Deutschland ist eines der Länder, das am meisten Verständnis für die Situation in Belarus nach Tschernobyl hat. Neben der Versorgung mit notwendigen Hilfsgütern entstand hier ein Netz von Angeboten für Kinder aus den vom Nuklearunfall betroffenen Regionen, in Familien in Deutschland ihre Ferien zu verbringen und sich zu erholen. Im Jahre 2007 wurden Erholungsaufenthalte in Deutschland für insgesamt mehr als 8000 Kinder aus Belarus ermöglicht. Heute gibt es in der Bundesrepublik zahlreiche humanitäre Organisationen und Initiativen, die sich bemühen, den Opfern der Katastrophe bestmögliche Hilfe zu leisten.

Über den rein humanitären Charakter hinaus baut dieses Engagement Brücken zwischen den Menschen, Brücken der Freundschaft und der gegenseitigen Verständigung. So entsteht eine feste und tragfähige Grundlage für die Entwicklung der vertrauensvollen und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern.

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