(openPR) Lösungen müssen Vereinbarkeit von Kind und Beruf aufrecht erhalten- konkrete Vorschläge für Betreuung angekündigt
Das ESSENER BÜRGER BÜNDNIS (EBB) kritisiert die mangelnde Umsetzung der Planungen für neue Betreuungsplätze. Der Zuwachs von Kindern kommt keineswegs überraschend, denn seit Jahren steigt laut dem Essener Amt für Statistik sowohl die Anzahl der u3-Kinder als auch die Anzahl der ü3-Kinder. Bei einer wachsenden Zahl von u3-Kindern kann man – ohne auf neue Ist-Zahlen des Amtes für Statistik zu warten – von einer größer werdenden Zahl von ü3-Kindern in den nächsten Jahren ausgehen. Dieser Problematik und der Problematik einer offenkundig nicht einmal annähernd erreichbaren 100%igen Realisierung von ü3-Planungen trägt die Verwaltung jedoch nicht Rechnung.
Auch wenn sich hier ein eins-zu-eins Vergleich verbietet, möge man daran zurückdenken, dass bei der Flüchtlingskrise innerhalb kurzer Zeit 8.000 Plätze einschließlich sozialer Betreuung entstanden sind.
Für den Bereich u3 kündigt das EBB für die kommende Woche einen Antrag mit konkreten Vorschlägen an.
Manfred Gunkel, jugendpolitischer Sprecher der EBB-Fraktion im Rat der Stadt Essen: „Für viele Familien bahnt sich nach Geburt und Elternzeit eine persönliche Katastrophe an. Können Kinder dann nicht betreut werden, weil kein Platz dafür zur Verfügung steht, scheitert der Wunsch nach Berufstätigkeit oder die Rückkehr auf den ehemaligen Arbeitsplatz. Persönliche und finanzielle Lebensziele sind dann infrage gestellt oder werden vereitelt. Wer Kinder als „unsere Zukunft“ begreift, kann hier nicht vor den Problemen die Augen verschließen und so weiter machen.“
Jochen Backes, Vorsitzender der EBB-Fraktion im Rat der Stadt Essen ergänzt: „Wir halten das Problem der fehlenden Betreuungsplätze für schwerwiegend und einschneidend Auf dem Gebiet der Kinderbetreuung hat die Stadtverwaltung viel versäumt. Das muss umgehend nachgeholt werden. Als Beispiel kann die Bewältigung der Flüchtlingskrise gelten, aber selbstverständlich unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit.“
Das EBB weist auch darauf hin, dass viele der damaligen Flüchtlings-Einrichtungen inzwischen leer gezogen wurden oder leergezogen werden. Auch waren eine Reihe der seinerzeit in den Blick genommenen Standorte zu klein für einen „wirtschaftlichen Betrieb“. Es ist kaum denkbar, dass sich dort nicht geeignete Grundstücke oder Immobilien für Kitas finden.
Und wenn die Realisierung Änderungen in den Nutzungsbestimmungen des Bebauungsplanes bedarf, muss dies kurzfristig gelöst werden und nicht in einem Jahre dauernden Procedere.
Die open stehende Aufstellung verdeutlicht einmal mehr, wie sehr die Realisierung der Planung hinter ihren eigenen Zielen zurückbleibt.
Das heißt, für das Kindergartenjahr 2019/2020, dass von den 623 neu geplanten Plätzen 384 eigentlich bereits für das laufende Kitajahr 2018/2019 eingeplant waren. Damit sind wirklich neu in der Planung nur 239 Plätze für ü3-Kinder. Und das ist angesichts von über 3.000 fehlenden Plätzen und einer weiter ansteigenden Zahl von unter sechsjährigen nicht für die Bevölkerung nicht hinnehmbar, wie auch der Jugendamtselternbeirat in seiner Pressemitteilung vom 06.02.2019 klarstellt.












