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Berufsverband der Deutschen Urologen fordert große Impf-Allianz

(openPR) Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt
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Immer neue Masernausbrüche, mehr als 10.000 Keuchhustenfälle im letzten Jahr und Grippe-Impfquoten, die bei gut einem Drittel der über 60-Jährigen stagnieren: Deutschland steht im Kampf gegen impfpräventable Erkrankungen schlecht da. "Zur Verbesserung des Impfschutzes der Bevölkerung benötigen wir eine gesamtgesellschaftliche Impf-Allianz mit Beteiligung des Gesetzgebers, um neue Strukturen und Rahmenbedingungen einführen zu können", sagt der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BvDU), Dr. Axel Schroeder. Der Verband stellt diese Forderung vor dem Hintergrund der laufenden Urologischen Themenwoche zur HPV-Impfung, mit der sich die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der BvDU noch bis zum 23. November gemeinsam für die bundesweite Aufklärung über die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) einsetzen.



"Die HPV-Impfung ist echte Krebsprävention. Doch die Impfquote liegt gut zehn Jahre nach der Impfeinführung für die Mädchen nur um die 40 Prozent", konstatiert Dr. Schroeder. So bedürfen in Deutschland pro Jahr ca. 56.000 junge Frauen einer Konisation aufgrund HPV-bedingter Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, während diese in Australien bei einer Impfrate von rund 90 Prozent nahezu eliminiert sind. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet jährlich 7.850 HPV-assoziierte Krebserkrankungen bei Frauen und Männern. Die Zahl der Anogentalwarzen ist um ein Vielfaches höher. "Wir hoffen, mit der Themenwoche anlässlich der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Jungenimpfung, der Impfprophylaxe gegen HP-Viren einen Schub geben zu können. Für die generelle Verbesserung des Impfschutzes in Deutschland aber reichen einzelne Aktionen und Appelle nicht aus", so der Präsident des BvDU. Aktuell ruft etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Masern-Impfcheck auf, und die Deutsche Krebsstiftung formiert unter Beteiligung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V. ein Bündnis für ein bundesweites organisiertes HPV-Schulimpfprogramm.

"Als impfende Facharztgruppe mit hoher Impfkompetenz wissen wir um die große Bedeutung von Information, Beratung und Aufklärung durch die Ärzte, dennoch ist die politische Forderung nach einer gesellschaftlich konzertierten Aktion für den BvDU unerlässlich, um vorhandene Impflücken zu schließen." Dr. Schroeder sieht ärztliche Berufsverbände, das RKI, die STIKO, Krankenkassen, Politiker und vor allem den Gesetzgeber in der Pflicht: "Für eine bundesweite Strategie für organisierte Impfprogramme in Gesundheitsämtern, Kindergärten und Schulen bedarf es einer starken Allianz pro Impfen. Auch eine Impfpflicht kann man diskutieren."

Der NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e. V., sprach sich bereits für die Einführung der Impfpflicht gemäß der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des RKI aus und fordert den Nachweis eines kompletten Impfschutzes bei Kindern vor dem Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen. Letzteres wird vom Berufsverband der Deutschen Urologen unterstützt.

Weitere Informationen:
BvDU-Pressestelle
Bettina-C. Wahlers
Sabine M. Glimm
Tel.: 040 - 79 14 05 60
Mobil: 0170 - 48 27 28 7
E-Mail: E-Mail
Internet: www.urologenportal.de
www.dgu-kongress.de
www.hodencheck.de
www.jungensprechstunde.de




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Pressekontakt:

Bettina-Cathrin Wahlers
Frau Bettina Wahlers
Wettloop 36c
21149 Hamburg

fon ..: 040 79140560
web ..: http://www.urologenportal.de
email : E-Mail

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