In der digitalen Kommunikation zählt eines besonders: sichtbar zu sein. Ihre Inhalte mögen noch so gut durchdacht sein – ohne die richtigen Keywords bleiben sie oft unentdeckt. Keywords sind wie Leuchttürme, die Suchmaschinen den Weg zu Ihren Inhalten weisen. Doch wie findet man die passenden Keywords? Wir gehen dieser Frage auf den Grund und erklären Ihnen in unserer Anleitung, wie Sie eine Keyword-Recherche durchführen.
Was ist eine Keyword-Recherche?

Warum Keywords der Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-PR sind
Suchmaschinen wie Google durchforsten unermüdlich das Internet, um Nutzern die besten Ergebnisse zu liefern. Keywords sind dabei die entscheidenden Signale, die Suchmaschinen verstehen und einordnen können. Wählt jemand zum Beispiel „nachhaltige Mode“, filtert Google Inhalte, die genau darauf abzielen.
Für Ihre Online-PR bedeutet das: Wenn Sie die richtigen Keywords strategisch einsetzen, können Sie Ihre Zielgruppe direkt erreichen. Ohne diese strategische Planung laufen Ihre Online-Pressemitteilungen, Blogartikel oder Social-Media-Beiträge Gefahr, in der Masse unterzugehen.
Doch ist es damit getan, einfach Keywords nach Bauchgefühl zu platzieren? Nein, die richtige Anwendung erfordert eine fundierte Grundlage – und diese liefert die Suchmaschinenoptimierung (SEO).
SEO-Grundlagen verstehen
SEO, die Abkürzung für "Search Engine Optimization", umfasst alle Maßnahmen, um Inhalte für Suchmaschinen besser auffindbar zu machen. Keywords spielen dabei eine zentrale Rolle, aber sie sind nur ein Teil des Puzzles. Weitere wichtige Aspekte in Hinblicj auf Online-Inhalte sind:
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Relevanz: Inhalte müssen genau zu den Suchanfragen passen. Zum Beispiel sollte eine Pressemitteilung über nachhaltige Verpackungen Begriffe wie „umweltfreundliche Verpackungen“ enthalten, damit Nutzer mit diesem Anliegen sie finden können.
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Qualität: Gut recherchierte, wertvolle Inhalte stehen bei Suchmaschinen hoch im Kurs. Texte sollten dabei nicht nur informativ, sondern auch ansprechend formuliert sein.
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Struktur: Klar gegliederte Texte mit Überschriften erleichtern die Verarbeitung. Eine logische Struktur hilft nicht nur der Suchmaschine, sondern verbessert auch das Leseerlebnis.
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Backlinks: Verweise von anderen Webseiten steigern Ihre Glaubwürdigkeit. Wenn renommierte Seiten auf Ihre Inhalte verlinken, wertet Google dies als Vertrauenssignal.
Wie Keywords Ihre Online-Inhalte prägen
Keywords entscheiden darüber, wie sichtbar Ihre Inhalte in den Suchmaschinen sind und wie gezielt Sie Ihre Zielgruppe erreichen. Jedes Instrument der Online-PR profitiert von einer durchdachten Keyword-Integration:
Website-Texte
Keywords in Website-Texten sind essenziell, um sowohl die Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu verbessern als auch die Relevanz für die Zielgruppe zu erhöhen. Platzieren Sie die Haupt-Keywords in den wichtigsten Bereichen Ihrer Website, wie Überschriften, Einleitungstexten und Meta-Daten. Gleichzeitig sollten Fließtexte Keywords organisch integrieren, damit sie leserfreundlich bleiben und nicht als überoptimiert wahrgenommen werden.
Keywords in Blogartikel
Blogs sind eine ideale Plattform, um spezifische Themen detailliert zu behandeln und gezielte Zielgruppen anzusprechen. Durch die Verwendung von Long-Tail-Keywords – also längeren und spezifischeren Suchphrasen – können Sie nicht nur Ihre Inhalte präzise ausrichten, sondern auch das Suchmaschinenranking verbessern. Solche Keywords reflektieren oft konkrete Fragen oder Anliegen Ihrer Zielgruppe, wie beispielsweise: „Wie erkennt man nachhaltige Modemarken?“ oder „Die besten Tipps für umweltfreundliche Verpackung“. Indem Sie diese Keywords in Überschriften, Einleitungen und den Fließtext einbauen, sprechen Sie nicht nur die Suchintention an, sondern schaffen auch Mehrwert für Ihre Leser.
Keywords-Recherche für Online-Pressemitteilungen
Online-Pressemitteilungen können nicht nur Journalisten, sondern auch potenzielle Kunden erreichen – vorausgesetzt, sie enthalten die richtigen Keywords. Ein Beispiel: Für eine Mitteilung über ein neues Produkt könnte „energieeffiziente Solartechnologie“ ein geeignetes Keyword sein. Dies wird bereits in der Überschrift und im ersten Absatz eingebaut, um sicherzustellen, dass es von Suchmaschinen erkannt wird. Wichtig ist hierbei, das Keyword so natürlich wie möglich zu integrieren.
Presseportale und Presseverteiler wie openPR helfen Ihnen, Ihre Pressemitteilungen online breit zu streuen. Doch nur mit den passenden Keywords können Sie sicherstellen, dass Ihre Inhalte auch über Suchmaschinen gefunden werden.
Social Media
Auch auf Social-Media-Plattformen können Keywords sinnvoll eingesetzt werden. In Hashtags oder Bildunterschriften können Sie Begriffe wie #Nachhaltigkeit oder #Energieeffizienz verwenden, um Beiträge sichtbarer zu machen. Allerdings hat die Bedeutung von Hashtags 2024 auf Plattformen wie Instagram oder LinkedIn an Gewicht verloren. Es kommt weniger auf die Hashtags an, sondern darauf, gezielt und strategisch einige wenige relevante Begriffe in den Posts zu nutzen.
Anleitung: Keyword-Recherche durchführen Schritt für Schritt

1. Zielgruppenanalyse
Bevor Sie überhaupt mit der Suche nach Keywords beginnen, sollten Sie sich Ihre Zielgruppe genau ansehen.
- Welche Begriffe könnten sie verwenden?
- Welche Fragen stellen sie?
- Welche Probleme suchen sie zu lösen?
Diese Informationen helfen Ihnen, relevante Keywords zu identifizieren.
Ein Beispiel: Wenn Ihre Zielgruppe aus kleinen Unternehmen besteht, die sich für digitale Transformation interessieren, könnten Begriffe wie „Digitalisierung Mittelstand“ oder „Automatisierung kleiner Betriebe“ relevant sein. Analysieren Sie auch, welche Begriffe Ihre Konkurrenz verwendet, und prüfen Sie, ob diese für Ihre Inhalte passen.
2. Brainstorming und erste Ideen
Schreiben Sie zunächst alle Begriffe auf, die Ihnen einfallen und die mit Ihrem Thema zusammenhängen. Beispiel: Wenn Sie für ein Technologieunternehmen arbeiten, könnten Begriffe wie „KI-gestützte Prozesse“ oder „Digitalisierung im Mittelstand“ relevant sein. Sammeln Sie auch verwandte Begriffe und Phrasen, die eine breitere Zielgruppe ansprechen könnten, wie „automatisierte Workflows“ oder „Effizienz durch Technologie“.
3. SEO-Tools zur Unterstützung nutzen
Nutzen Sie Tools, um Ihre Ideen zu verfeinern und neue Vorschläge zu erhalten. Einige bewährte kostenlose Tools sind:
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Google Keyword Planner: Zeigt nicht nur Suchvolumen und Wettbewerbsintensität an, sondern bietet auch alternative Keywords an.
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Google Trends: Analysieren Sie die Popularität von Begriffen im Zeitverlauf, um saisonale Trends zu erkennen.
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AnswerThePublic: Dieses Tool visualisiert Fragen, die Nutzer zu bestimmten Keywords haben.
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Ubersuggest: Liefert hilfreiche Vorschläge für verwandte Begriffe und bewertet diese hinsichtlich ihres Suchpotenzials.
Neben den kostenlosen Tools bieten kostenpflichtige Lösungen noch umfassendere Funktionen und Einblicke. Diese Tools ermöglichen es Ihnen, detaillierte Informationen zu Suchvolumen, Wettbewerb und Backlinks zu erhalten und gleichzeitig gezielte Keyword-Vorschläge für Ihre Branche zu finden.
Beispiele:
- SEMrush: Ideal für umfassende Analysen, da es Ihnen Suchvolumen, Wettbewerberdaten und verwandte Keywords zeigt.
- Ahrefs: Bietet präzise Daten zur Keyword-Schwierigkeit (Keyword Difficulty), was Ihnen hilft, einzuschätzen, wie schwer es ist, mit einem bestimmten Keyword zu ranken.
- Moz Pro: Hervorragend für langfristige Strategien geeignet, mit Funktionen wie Keyword-Tracking und Wettbewerbsvergleichen.
4. Diese Faktoren sollten Sie beachten

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Suchvolumen: Dieser Wert zeigt an, wie oft ein bestimmtes Keyword in einem bestimmten Zeitraum gesucht wird. Ein hohes Suchvolumen kann auf eine große Nachfrage hindeuten, allerdings sind solche Keywords oft auch stark umkämpft. Beispiel: "Nachhaltige Mode" wird monatlich tausende Male gesucht und hat daher ein hohes Potenzial, Reichweite zu generieren.
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Relevanz: Selbst Keywords mit hohem Suchvolumen sind wenig wert, wenn sie nicht zu Ihrem Inhalt oder Ihrer Zielgruppe passen. Es ist entscheidend, Begriffe auszuwählen, die thematisch eng mit Ihren Angeboten oder Informationen verknüpft sind. Zum Beispiel mag „Nachhaltige Mode“ ein hohes Suchvolumen haben, doch „Nachhaltige Mode für Kinder“ könnte viel relevanter sein, wenn Sie eine Kinderkleidungskollektion bewerben möchten.
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Wettbewerb: Neben der Nachfrage spielt auch der Wettbewerb eine Rolle. Keywords mit hoher Konkurrenz sind schwerer zu ranken. Deshalb kann es sinnvoll sein, auf Long-Tail-Keywords auszuweichen, wie z. B. "Nachhaltige Mode in Deutschland produziert", die weniger Wettbewerb, aber eine gezielte Zielgruppe ansprechen.
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Suchintention: Suchmaschinen bevorzugen Inhalte, die der Intention der Nutzer entsprechen. Diese kann informativ, navigationsbezogen oder transaktionsorientiert sein. Beim Thema „Nachhaltige Mode“ könnte eine Informationssuche durch das Keyword „Was ist nachhaltige Mode?“ gekennzeichnet sein, da Nutzer hier grundlegende Informationen erwarten. Eine navigationsbezogene Suchanfrage könnte „Nachhaltige Modemarken in Deutschland“ sein, bei der die Nutzer gezielt nach bestimmten Marken oder Anbietern suchen. Hingegen deutet ein Keyword wie „Nachhaltige Kleidung kaufen“ auf eine transaktionsorientierte Suchintention hin, da die Nutzer unmittelbar daran interessiert sind, Produkte zu erwerben.
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Aktuelle Trends: Trends können kurzfristig sehr effektiv sein, insbesondere wenn Sie zeitnah reagieren. Tools wie Google Trends helfen Ihnen, herauszufinden, welche Begriffe gerade an Popularität gewinnen. Beispielsweise könnte während der Sommermonate „Nachhaltige Bademode“ ein stark gefragtes Keyword sein, das perfekt zu einer saisonalen Kampagne passt.
Beispiel einer Keyword-Recherche
Die folgende Keyword-Recherche zeigt Schritt für Schritt, wie Sie mit kostenlosen Tools relevante Keywords für das Thema „Nachhaltige Mode“ identifizieren können:
Fragen an die Zielgruppe:
- Wer sucht nach nachhaltiger Mode? (z. B. umweltbewusste Konsumenten, junge Erwachsene, Fashion-Influencer)
- Welche Anliegen haben sie? (z. B. faire Produktion, nachhaltige Materialien)
- Wo suchen sie Informationen? (Google, soziale Medien, Blogs)
2. Erste Keyword-Ideen durch Brainstorming und Konkurrenzanalyse
- Nachhaltige Mode
- Fair Fashion
- Öko-Mode
- Umweltfreundliche Kleidung
- Kleidung aus recycelten Materialien
3. Verfeinerung mit kostenlosen Tools
Tool 1: Google Keyword Planner
Schritt:
- Geben Sie „Nachhaltige Mode“ als Ausgangs-Keyword ein.
- Analysieren Sie die vorgeschlagenen Keywords und Suchvolumina.
Ergebnisse (Beispiele):
- Nachhaltige Mode: Suchvolumen 5.400
- Fair Fashion: Suchvolumen 2.900
- Umweltfreundliche Kleidung: Suchvolumen 140
Tool 2: AnswerThePublic
Schritt:
- Geben Sie „Nachhaltige Mode“ in das Suchfeld ein.
- Notieren Sie Fragen und Themen, die Nutzer interessieren.
Ergebnisse (Beispiele):
- Was ist nachhaltige Mode?
- Wo kann man faire Kleidung kaufen?
- Wie erkenne ich nachhaltige Kleidung?
Tool 3: Ubersuggest
Schritt:
- Suchen Sie nach „Nachhaltige Mode“.
- Prüfen Sie die Keyword-Vorschläge und Trends.
Ergebnisse (Beispiele):
- Nachhaltige Kleidung Marken (Suchvolumen 590)
- Nachhaltige Mode Damen (Suchvolumen 720)
- Nachhaltige Mode Deutschland (Suchvolumen 390)
Tool 4: Google Trends
Schritt:
- Geben Sie „Nachhaltige Mode“ ein und vergleichen Sie es mit verwandten Begriffen wie „Fair Fashion“.
- Beobachten Sie saisonale Trends.
Ergebnisse:
- Spitzenreiter in Suchvolumen im April (vor dem Sommer)
- Begriffe wie „Nachhaltige Sommermode“ steigen saisonal an.
4. Analyse und Priorisierung
Basierend auf den Suchvolumina, der Relevanz und der Suchintention priorisieren wir folgende Keywords:
- Nachhaltige Mode (hohes Suchvolumen, allgemein)
- Nachhaltige Kleidung Marken (mittleres Volumen, spezifisch)
- Günstige nachhaltige Mode (niedriger Wettbewerb, gezielte Suchintention)
- Wo kann man faire Kleidung kaufen? (Long-Tail, spezifisch und informativ)
Wo platziert man die Keywords?

Hier sind einige bewährte Ansätze, die Sie befolgen sollten:
1. Überschrift und Unterüberschriften
Die Überschrift ist das Erste, was Suchmaschinen und Leser wahrnehmen. Platzieren Sie Ihr Haupt-Keyword möglichst weit vorne, z. B.:
„Nachhaltige Mode: Diese Marken setzen auf Umweltbewusstsein“.
2. Einleitung
Die ersten 100 Wörter eines Textes sind besonders wichtig. Suchmaschinen bewerten diese stärker als den Rest des Inhalts. Integrieren Sie das Haupt-Keyword organisch in die Einleitung, etwa so:
„Nachhaltige Mode wird immer beliebter, da Verbraucher vermehrt auf umweltfreundliche und faire Kleidung achten. Marken wie XY setzen hier neue Maßstäbe.“
3. Fließtext
Verwenden Sie das Haupt-Keyword sowie Synonyme und verwandte Begriffe gleichmäßig verteilt im gesamten Text. Zum Beispiel: „Fair Fashion“, „umweltfreundliche Kleidung“, „Mode aus recycelten Materialien“. So bleibt der Text natürlich lesbar und wird nicht als Keyword-Stuffing gewertet.
4. Meta-Daten
Optimieren Sie Ihre Meta-Titel und Meta-Beschreibungen für Suchmaschinen. Beispiel:
- Meta-Titel: „Nachhaltige Mode entdecken – Faire Marken im Überblick“.
- Meta-Beschreibung: „Erfahren Sie alles über nachhaltige Mode, faire Marken und wie Sie umweltbewusst einkaufen können.“
5. Alt-Texte und Bildbeschreibungen
Bilder sind ein wichtiger Bestandteil moderner PR. Platzieren Sie Keywords in den Alt-Tags und Dateinamen, z. B.:
„nachhaltige-mode-kleidung.jpg“.
6. URL-Struktur
Eine klare URL hilft nicht nur Suchmaschinen, sondern auch Ihren Lesern. Beispiel: www.beispielseite.de/nachhaltige-mode-marken
Fazit: Die Macht der richtigen Keywords
Eine effektive Keyword-Recherche ist die Grundlage jeder erfolgreichen Online-PR-Strategie. Sie hilft Ihnen, Ihre Inhalte so zu gestalten, dass sie nicht nur von Suchmaschinen erkannt, sondern auch von Ihrer Zielgruppe gefunden werden. Mit den richtigen Tools, einer durchdachten Platzierung und regelmäßigem Monitoring können Sie Ihre Reichweite steigern und Ihre PR-Ziele erreichen.
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