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Gesundheitsreform beschleunigt Bankrott

13.09.200622:40 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Zusätzliche Milliardenlasten lassen Ziele der Gesundheitsreform zur Farce werden - Kostenintensive Impfungen sollen Pflichtleistung der Krankenkassen werden.

Von der Öffentlichkeit unbemerkt

Es ist nur ein unscheinbarer Satz unter vielen im Eckpunktepapier der Gesundheitsreform und doch sind seine Auswirkungen auf die finanzielle Belastung unseres Gesundheitssystems enorm: "Impfungen, sofern von der STIKO empfohlen, und Mutter-Vater-Kind-Kuren werden in Regel- und Pflichtleistungen überführt."(1) Erst kürzlich hat die "Ständige Impfkommission" (STIKO), die im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums Impfempfehlungen ausspricht, die Pneumokokken- und die Meningokokkenimpfung in den Impfkatalog aufgenommen (2). Der Sinn beider Impfungen ist unter Fachleuten umstritten (3). Darüber hinaus sind die Kosten mit bis zu 420 Euro je Impfling immens (4).



Zusätzliche Milliardenlasten

Dabei wird es nicht bleiben. Die STIKO beschäftigt sich bereits mit der vor der Zulassung stehenden HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (5) und STIKO-Chef Schmitt hat schon signalisiert, für wie wichtig er diese Impfung hält (6). Kosten: Weitere insgesamt 300 Euro für drei Impfdosen (7). Nehmen wir allein diese 720 Euro und rechnen wir sie auf einen Geburtsjahrgang von etwa 600.000 Kindern /Jugendlichen hoch (einschließlich der Buben, da sie auch bei HPV als Virusüberträger gelten), kommen wir auf über 400 Millionen Euro jährlich. Berücksichtigen wir die "Notwendigkeit", bisher ungeimpfte Jahrgänge nachzuimpfen, betragen die anfänglichen Kosten sogar mehrere Milliarden Euro. Und: Dutzende von neuen Impfstoffen sind bereits in der Pipeline!

Einladung zur Preistreiberei

Die beabsichtigte Neuregelung macht die Absicht der Regierung, unser Gesundheitswesen finanziell zu entlasten, zur Farce. Für die Impfstoffhersteller stellt sie allerdings, sofern sie wirklich wie derzeit geplant im April 2007 in Kraft treten sollte, ein hochwillkommenes Oster-Geschenk dar. Bisher mussten sie sich mit über 250 Krankenkassen herumschlagen und sie in oft jahrelanger Überzeugungsarbeit (z.B. bei der Windpockenimpfung) dazu bringen, die Kosten für umstrittene und teure Impfungen zu übernehmen. Dies fällt mit der beabsichtigten Reform weg: Die Überzeugungsarbeit könnte sich dann auf die Mitglieder der STIKO konzentrieren, zu denen die Industrie bereits seit vielen Jahren "beste Beziehungen" pflegt. Da die Hersteller die Preise selbst gestalten, wäre dies geradezu eine Einladung zu einer hemmungslosen Preistreiberei: Die Krankenkassen wären gesetzlich verpflichtet, auch den teuersten Impfstoff zu erstatten, sobald er öffentlich empfohlen wird.

Pressekonferenz am 12. Oktober in München (10:30 Uhr)

Angesichts dieser verhängnisvollen Entwicklung hat sich eine "Aktionsgemeinschaft Impffreiheit" (AGIFF) gebildet, die zum öffentlichen Widerstand gegen die Gesundheitsreform und zu Spenden aufruft und im Rahmen einer Pressekonferenz am 12. Oktober in München über die Hintergründe der Neuregelung informieren will.

Es sprechen für die AGIFF:

- Dr. med. Hans-Christoph Scheiner, München, Umweltmediziner, Vorsitzender der Partei "Aufbruch"
- Hans U. P. Tolzin, Augsburg, Herausgeber der Zeitschrift "impf-report"
- Jürgen Fridrich, Sevenich, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins "Libertas & Sanitas e.V."

Gastreferent:

- Dr. med. Klaus Hartmann, Wiesbaden, Experte für Impfstoffsicherheit und ehemaliger Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Institutes, der deutschen Zulassungsbehörde für Impfstoffe

Weitere Informationen und Anmeldung:
Hans U. P. Tolzin
email: E-Mail
Tel. +49 (0) 821 810 86 26

Quellen:
(1) http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitspolitik/pdf/eckpunkte_gesundheitsreform_2006.pdf?param=reform2006
(2) Epidemiologisches Bulletin Nr. 31/2006, 4. August 2006, http://www.rki.de
(3) Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V., http://www.individuelle-impfentscheidung.de, Siehe auch impf-report Nr. 20/21, Juli/August 2006
(4) http://www.gelbe-liste.de
(5) Informationsdienst Wissenschaft, 23.01.2006, http://idw-online.de/pages/de/news144119
(6) SPIEGEL, 28/2006, S. 115
(7) Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 36 vom 08.09.2006, Seite A-2304, http://www.aerztestellen.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=52291

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