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Deutsche Verbraucher: Kein Auskommen mit dem Einkommen

22.11.201710:54 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Deutsche Verbraucher: Kein Auskommen mit dem Einkommen
Nenad Doncev, KRUK Deutschland
Nenad Doncev, KRUK Deutschland

(openPR) KRUK-Schuldenweltenstudie zum Thema Beruf, Finanzen und Schuldenneigung

• Repräsentative Umfrage von Schuldenmanager KRUK und KANTAR TNS im Herbst 2017
• Zentrale Fragen: Wie bewerten deutsche Arbeitnehmer verschiedener Branchen ihre finanzielle Situation – und wie kommen sie mit ihrem Einkommen zurecht?


• Überraschendes Ergebnis: Gerade, wer mit seinem Budget zufrieden ist und sich selbst zu den Gutverdienern zählt, gehört oft zu den säumigen Zahlern und hat zum Teil hohe Schulden

Berlin, 21. November 2017. Der europaweit agierende Forderungsmanager KRUK legt die Ergebnisse seiner aktuellen Schuldenwelten-Studie vor. Zum dritten Mal in Folge fand die jährliche Befragung zum Thema Geld, Kredite und Schulden auch in Deutschland statt. In diesem Jahr wurde dabei ein besonderer Fokus auf das Thema Geldsorgen und Kaufverhalten unterschiedlicher Branchen gelegt. Verglichen wurden dabei die Antworten aus den neun Sektoren Dienstleistung, Groß- und Einzelhandel, Baubranche, Transport und Logistik, Finanzwesen, IT, Gesundheitswesen, Bildungswesen sowie Sicherheit und Gefahrenabwehr.

Gutes Geld: Banker, EDV-Experten und Beamte sind besonders zufrieden

Die Gruppe, die sich nach eigenen Angaben in der komfortabelsten finanziellen Situation befindet, arbeitet im Finanzwesen – 60 Prozent bewerten ihre finanzielle Lage als sehr gut, weitere 31 Prozent beurteilen sie mit gut. Im Durchschnitt über alle befragten Berufsgruppen sagen dies nur 36 beziehungsweise 46 Prozent. Ähnlich gut beurteilen auch IT-Spezialisten ihre finanzielle Situation: Ganze 47 Prozent können etwas auf die hohe Kante legen und weitere 42 Prozent haben auch mit ungeplanten Ausgaben kein Problem. Auf Rang drei folgen die Beschäftigten in Uniform, etwa bei Feuerwehr, Polizei und Grenzschutz. Hier sind 41 Prozent sehr und 42 Prozent doch ganz zufrieden.

Im Vergleich haben diese drei Gruppen selten das Gefühl, dass sie mehr Geld ausgeben, als ihr Monatsbudget erlaubt. Im Durchschnitt aller Befragten sagten dies rund 34 Prozent. Bei den Beschäftigten im Finanzwesen glauben nur 19 Prozent, dass sie zu viel ausgeben. Bei den Informatikern sind es 27 Prozent. Bei den uniformierten Diensten glauben immerhin 41 Prozent, dass sie ihr Budget über Gebühr strapazieren. Dank ihrer guten finanziellen Ausgangslage haben Informatiker, Bankmitarbeiter und Uniformierte denn auch die höchsten Ersparnisse: Laut eigenen Angaben ist es in der IT-Branche das 19-fache des jeweiligen Monatseinkommens, bei den beiden anderen Branchen sind es immerhin noch Faktoren von 18,6 und 17,2.

Trotz Finanzpolster: IT-lern und Sicherheitsbeamten rinnt das Geld durch die Finger

Doch trotz gutem Einkommen und hoher Rücklagen scheint das Geld nicht zu reichen: Auf die Frage „Waren Sie mit Ihren Zahlungen, etwa für Miete, Telefon oder Kreditraten, schon einmal zu spät dran?“ antworteten 35 Prozent der Beschäftigten im uniformierten Dienst mit Ja, bei den IT-Experten sind es 29 Prozent. Bei den Beschäftigten im Finanzwesen 14 Prozent. Soweit, so wenig Besorgnis erregend – Im Durchschnitt über alle Branchen sind 31 Prozent der Deutschen mit ihren Zahlungen nicht ganz pünktlich. Doch bei der Frage „Was war die höchste Summe, mit der Sie je in Verzug waren?“ zeigt sich das hohe Ausmaß der ausstehenden Verbindlichkeiten: In der IT sind es noch moderate 5,4 Gehälter, im Finanzwesen jedoch ganze 12 und im uniformierten Dienst sogar 13,6 Monatsgehälter. Über alle Branchen hinweg sind es dagegen im Schnitt nur 6,4 Monatsgehälter.

„Diese Zahlen sind alarmierend, denn sie zeigen, dass viele Verbraucher offenbar gar keinen Überblick über ihre Finanzen, über Einnahmen und Ausgaben haben. Selbst, wer sich zu den Gutverdienern zählt, ist vor Schulden nicht gefeit“, erklärt Nenad Doncev, Business Development Manager beim Forderungsmanager KRUK mit Sitz in Berlin. Eine andere unangenehme Erkenntnis aus der Studie sei auch, dass nur 41 Prozent der Teilnehmer aus der Finanzbranche bestätigten, dass sie alle überfälligen Rechnungen begleichen konnten. „Sie sind damit das Schlusslicht und weit unter dem Branchendurchschnitt von 69 Prozent“, so Nenad Doncev.

Entsprechend häufig stehen die Befragten dann auch in der Kreide: So sind alle drei Berufsgruppen – gleich auf mit anderen Branchenvertretern – unter den Top 3, wenn man betrachtet, wer innerhalb der letzten 12 Monate einen Kredit aufgenommen hat. Die Kollegen bei Feuerwehr, Polizei und Grenzschutz sind hier besonders aktiv: Fast drei Viertel (63 Prozent) haben derzeit einen Kredit am Laufen, ganze 15 Prozent retteten im letzten Jahr ihren Haushalt mit geliehenem Geld. Im Finanzwesen sind es ebenfalls 15 Prozent, bei den Informatik-Spezialisten trifft dies sogar auf 20 Prozent der Befragten zu. Und dies, obwohl die Teilnehmer in den letzten drei Jahren zumeist durchgehend beschäftigt waren und auch die Vergütung oft gestiegen ist: Bei den befragten Uniformierten bei 25 Prozent. Bei den Umfrageteilnehmern aus der IT bei 47 Prozent. Und im Finanzwesen gab es sogar bei 53 Prozent der Befragten in den letzten drei Jahren einen Gehaltssprung.

Schulden als weitverbreitetes Problem

„Dass man als Dienstleister, im Einzelhandel oder auf dem Bau nicht eben reich wird, wundert wohl niemanden. Doch dass selbst hochrangige Finanzberater, IT-Administratoren oder Polizeibeamte ihre Not mit dem lieben Geld haben, ist schon überraschend“, so Nenad Doncev. „Die Studie zeigt, Schulden sind ein weitverbreitetes Problem, das – unabhängig von Berufsweg oder Einkommen – weite Teile der Gesellschaft betrifft.“

Zur Umfrage
Die Daten zur Schuldenwelten-Studie 2017 wurden von der Marktforschungsagentur KANTAR TNS erhoben. Die repräsentative Online-Umfrage nach der Dynamic-Sampling-Methode hat vom 29. September bis 19. Oktober 2017 stattgefunden, es nahmen 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren teil.

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