openPR Recherche & Suche
Presseinformation

MDC bekommt Förderung für Mitarbeit am „Human Cell Atlas“

17.10.201710:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: MDC bekommt Förderung für Mitarbeit am „Human Cell Atlas“
Bevor das Erbgut der Kardiomyozyten sequenziert werden kann, müssen die Zellen vereinzelt werden.  (Foto: Gotthardt Lab, MDC)
Bevor das Erbgut der Kardiomyozyten sequenziert werden kann, müssen die Zellen vereinzelt werden. (Foto: Gotthardt Lab, MDC)

(openPR) Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin, arbeitet als Partner am „Human Cell Atlas“ mit. Für das Teilprojekt „Towards a Human Cardiac Cell Atlas“ stellt die Chan Zuckerberg Initiative nun Forschungsgelder zur Verfügung.



---
Organe und Gewebe bestehen aus sehr unterschiedlichen Zellen. Im Herzen sind dies Muskelzellen, Bindegewebszellen, Nervenzellen und Immunzellen, die in Größe und Ausstattung stark variieren – obwohl sie alle das gleiche Erbgut haben. „Über die exakte Zusammensetzung und die Zellarchitektur der unterschiedlichen Herzzelltypen ist nur wenig bekannt“, sagt Professor Norbert Hübner, Leiter der Arbeitsgruppe Genetik und Genomik kardiovaskulärer Erkrankungen am MDC, der das Projekt „Towards a Human Cardiac Cell Atlas“ leitet.

Das Pilotprojekt wird zum Teil durch eine Förderung der Chan Zuckerberg Initiative ermöglicht, einen vom Spender beratenen Fonds der Silicon Valley Community Foundation. Es ist ein Teil des „Human Cell Atlas“ (Menschlicher Zellatlas). Dieses wissenschaftliche Großvorhaben haben im Oktober 2016 international führende Forscher ins Leben gerufen; das MDC ist durch Professor Nikolaus Rajewsky im Organisationskommittee des Human Cell Atlas vertreten.

Sie wollen alle Zellen des menschlichen Organismus sowie ihre krankheitsbedingten Veränderungen kartieren und charakterisieren. Die nun anlaufenden Vorarbeiten sollen die technischen und wissenschaftlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass alle Zelltypen einzeln isoliert und untersucht werden können. Der „Human Cell Atlas“ wird zum Teil von der Initiative des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg und seiner Frau Dr. Priscilla Chan finanziert. Sie wollen das Potenzial, das in allen Menschen steckt, weiterentwickeln und setzen sich dafür ein, dass alle die gleichen Chancen bekommen. Die Initiative fördert daher Wissenschaft und Weltklasse-Ingenieurskunst, sie investiert ergebnisorientiert und engagiert sich in Politik und Interessenvertretung.

Das Wissenschaftler-Team aus Berlin um die Forschungsgruppen von Professor Nikolaus Rajewsky, Professor Michael Gotthardt, Dr. Jan Philipp Junker und Professor Norbert Hübner, aus Boston, Singapur und Stanford wird sich zum Beispiel damit befassen, wie moderne Gensequenzierungstechnologien auf einzelne Zellen angewendet werden können. Ungelöst ist bislang zum Beispiel das Problem der RNA-Sequenzierung in Herzmuskelzellen, deren Größe besondere technische Anforderungen stellt. „Aus den charakterisierten Zellpopulationen soll letztendlich ein dreidimensionales Modell der Strukturen des menschlichen Herzens zusammengesetzt werden“, sagt Norbert Hübner. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre neu entwickelte Techniken auch der Kartierung anderer Organe zugutekommen.

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Über die Chan Zuckerberg Initiative

Die Chan Zuckerberg Initiative wurde im Dezember 2015 von Mark Zuckerberg, dem Gründer und CEO von Facebook, und seiner Frau Priscilla Chan, einer Kinderärztin sowie Gründerin und CEO einer Grundschule im Osten Palo Altos ins Leben gerufen. Mithilfe der neuen philanthropischen Organisation wollen sie das Potenzial, das in allen Menschen steckt, weiterentwickeln und setzen sich dafür ein, dass alle die gleichen Chancen bekommen. Die Initiative fördert daher Wissenschaft und Weltklasse-Ingenieurskunst, sie investiert ergebnisorientiert und engagiert sich in Politik und Interessenvertretung. Ihr Fokus liegt zunächst darauf, biomedizinische Grundlagenforschung und personalisierte Ansätze in der Bildung zu unterstützen. CZI sucht außerdem nach Wegen, um stärkere, gerechtere Gemeinschaften aufzubauen, etwa durch bezahlbares Wohnen und eine Reform des Strafrechts.

Weitere Informationen:
- https://www.mdc-berlin.de/1150624/ Labor von Norbert Hübner
- https://www.facebook.com/chanzuckerberginitiative/?fref=mentions Chan Zuckerberg Initiative auf Facebook
- https://www.humancellatlas.org/ Human Cell Atlas

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 974548
 440

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „MDC bekommt Förderung für Mitarbeit am „Human Cell Atlas““ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

Die neue MDC-Webseite ist online!
Die neue MDC-Webseite ist online!
Klare Struktur, ausdrucksstarke Bilder, responsives Design: Beim Relaunch der Website des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) ging es vor allem um Nutzerfreundlichkeit. Das Ergebnis ist seit dem 3. Januar 2018 online. --- Wissenschaft ist spannend und schön. Diesen Eindruck vermittelt nicht zuletzt die Optik der neuen Website des MDC, die gleich zu Beginn des Jahres 2018 online gegangen ist. Ausdrucksstarke Bilder und eine leicht am Bildschirm lesbare Schrift leiten den Nutzer zu den Inhalten, die er oder sie sucht. Egal ob es…
Bild: Wie die Niere bei Wassermangel hochkonzentrierten Urin herstelltBild: Wie die Niere bei Wassermangel hochkonzentrierten Urin herstellt
Wie die Niere bei Wassermangel hochkonzentrierten Urin herstellt
Wer wenig trinkt, scheidet weniger Urin aus. Dieser ist dann allerdings hochkonzentriert. Wie die Niere diesen Vorgang steuert, hat jetzt ein internationales Team um Prof. Kai Schmidt-Ott vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) herausgefunden. --- Wird das Wasser knapp, stellen Menschen und andere höhere Organismen nur noch geringe Mengen Urin her. „Damit der Körper möglichst wenig Flüssigkeit verliert, wird in den Sammelrohren der Niere Wasser aus dem Urin rückresorbiert. Dies ist überlebenswichtig“, sagt Prof. Dr. Kai Schmidt…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: think-cell sichert die C++ Standardisierungsarbeit in DeutschlandBild: think-cell sichert die C++ Standardisierungsarbeit in Deutschland
think-cell sichert die C++ Standardisierungsarbeit in Deutschland
… ausdrücklich, dass think-cell den Arbeitsausschuss Programmiersprachen nicht nur finanziell fördert, sondern vor allem durch die aktive Gremienarbeit seiner Mitarbeiter.“ Die durch die Förderung von think-cell ermöglichten zusätzlichen 10 Expertenplätze im Arbeitsausschuss möchte der Softwarehersteller aber nicht nur aus den eigenen Reihen besetzen. „Vertreter …
Preeclampsia triggered by an overdose of gene activity
Preeclampsia triggered by an overdose of gene activity
… symptoms reach dangerous levels, delivery must be induced prematurely. In Germany, preeclampsia causes as many as 20,000 premature births every year. The condition occurs only in humans, and no robust animal models have been proven suitable. The development of an in vitro model is therefore of vital importance. Here, the Berlin-based research group achieved …
Den demografischen Wandel gestalten: Fraunhofer IAO präsentiert Lösungsansätze im »Demografie-Atlas«
Den demografischen Wandel gestalten: Fraunhofer IAO präsentiert Lösungsansätze im »Demografie-Atlas«
… entstehen konkrete Lösungen und Instrumente, die genau da helfen, wo demografiebezogene Herausforderungen auftreten. Die Projekte STAGES und WHIST beschäftigen sich mit der Förderung von Chancengleichheit in der Wissenschaft. Mit vielen kleinen strukturellen Veränderungen soll es gelingen, Chancengleichheit Stück für Stück umzusetzen und Frauen dabei …
Bild: Mixing Artificial Sweeteners Inhibits Bitter Taste ReceptorsBild: Mixing Artificial Sweeteners Inhibits Bitter Taste Receptors
Mixing Artificial Sweeteners Inhibits Bitter Taste Receptors
… saccharin. --- “Numerous sweeteners exhibit undesirable off-tastes, limiting their use in food products and beverages,” says lead author Maik Behrens of the German Institute of Human Nutrition Potsdam-Rehbruecke. “Our findings in this study provide us with the tools and knowledge to find ways leading to superior sweetener blends.” High-potency sweeteners …
Bild: Breites Spektrum der Molekularen Medizin: Research Report 2016 des Max-Delbrück-Centrums erschienenBild: Breites Spektrum der Molekularen Medizin: Research Report 2016 des Max-Delbrück-Centrums erschienen
Breites Spektrum der Molekularen Medizin: Research Report 2016 des Max-Delbrück-Centrums erschienen
… auch an Zahlen ablesen: Knapp 1.700 Personen aus insgesamt 60 Ländern sind im MDC tätig, davon rund 70 Prozent in der Wissenschaft. Insgesamt 18 ERC-Grants, die begehrte Förderung des Europäischen Forschungsrates, konnten in den vergangenen Jahren direkt am MDC eingeworben werden. Die Zahl der Publikationen stieg im Jahr 2016 auf 463 (2015: 416); davon …
Weltweit führendes Tierversuchslabor in Großbritannien schließt die Pforten
Weltweit führendes Tierversuchslabor in Großbritannien schließt die Pforten
… bis spätestens 2022 geschlossen wird. Wie das renommierte Wissenschaftsblatt nature berichtet, sei der Grund für die Entscheidung die rasante globale Etablierung humanbasierter Forschungsmodelle wie 3-dimensionale Zellkultursysteme und Organoide. Man wolle vermehrt auf diese Forschungssysteme setzen, da sie zukunftweisend seien. So beteiligt sich das …
Bild: Ascenions Portfolio-Unternehmen T-knife erhält 110 Mio. Dollar zur Entwicklung von T-Zell-Therapie gegen KrebsBild: Ascenions Portfolio-Unternehmen T-knife erhält 110 Mio. Dollar zur Entwicklung von T-Zell-Therapie gegen Krebs
Ascenions Portfolio-Unternehmen T-knife erhält 110 Mio. Dollar zur Entwicklung von T-Zell-Therapie gegen Krebs
… Anteile an T-knife und hat einen Observer Seat im Aufsichtsrat. Erlöse aus einem späteren Verkauf der Anteile werden größtenteils an die Life-Science-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung ausgeschüttet, um insbesondere am MDC und an der Charité weitere translationale Projekte zu fördern. Weitere Informationen unter https://www.t-knife.com …
Bild: How mice babies ensure mother's protectionBild: How mice babies ensure mother's protection
How mice babies ensure mother's protection
… the mice are mute. These are the results of a study by a research team at the Max Delbrück Center in Berlin, which appears in the journal PNAS. The cries of human babies may well depend on similar connections, which could also be impaired in speech disorders. Almost immediately after birth, mouse pups that are separated from their mother are able to …
Bild: Highly precise wiring in the Cerebral CortexBild: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex
Highly precise wiring in the Cerebral Cortex
… now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space. --- The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in this region …
Bild: AGN-Ausschusstagung bei SH+C MünchenBild: AGN-Ausschusstagung bei SH+C München
AGN-Ausschusstagung bei SH+C München
… Mitte Oktober fand die diesjährige Jahrestagung des MDC in den Kanzleiräumen von SH+C in München statt. Das Gremium ist für die Betreuung und Förderung der Zusammenarbeit der AGN-Partnerkanzleien in Europa zuständig. Daneben ist das MDC für die Suche, Auswahl und Zulassung neuer AGN-Partnerkanzleien verantwortlich SH+C-Geschäftsführer Richard Hempe …
Sie lesen gerade: MDC bekommt Förderung für Mitarbeit am „Human Cell Atlas“