(openPR) Sotschi, den 17. August 2006. Die Oberhäupter der Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) und der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) haben sich zu einem informellen Gipfeltreffen in Sotschi versammelt.
Während des informellen Gipfeltreffens der EAWG-Staaten, an dem die Präsidenten der Republik Usbekistan, der Russischen Föderation und der Republiken Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgistan und Tadshikistan teilgenomen haben, ging es um die Gründung einer Zollunion im Rahmen der EAWG und um die Entwiklung der Gemeinschaft. Der Ministerpräsident der Ukraine Viktor Yanukovych war am Treffen als Beobachter beteiligt.
Themen des Treffens waren auch die Fragen der Gründung eines gemeinsamen Energiemarktes und eines Konsortiums für Wasserkraftenergie, sowie die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Entwicklung der Atomenergie, der Ausnutzung von Wasserressourcen in Zentralasien.
Die Präsidenten haben auch die Fragen der Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit besprochen. Dabei wurden Berichte des Generalsekretärs der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft Grigory Rapota und des Generalsekretärs der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit Nikolai Bordusa entgegengenommen.
Alle Mitglieder der EAWG haben sich über die Herausbildung der gemeinsamen Energiemarktes geeinigt. Darüber wurde während der Pressekonferenz zum Schluß des informellen Gipfeltreffens bekanntgegeben.
Es wurde betont, dass die Idee der Gründung einer Zollunion praktisch verwirklicht worden ist. Aber zunächst wird diese Union zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan funktionieren, weil diese Staaten die meisten der erforderlichen Normativdokumente schon abgestimmt haben. Die anderen EAWG-Mitglieder, die bei der Vorbereitung der notwendigen Gesetze nicht nachkommen, sollen zu einem späteren Zeitpunkt der Union beitreten.
In den Gesprächen wurde auf die Zusammenarbeit zwischen der Euroasischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit ein besonderer Wert gelegt. Im Rahmen des Gipfeltreffens wurde ein Protokoll zwischen der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) und dem Usbekistan unterzeichnet. Damit hat sich Usbekistan alle Verpflichtungen der Mitgliedschaft in dieser Organisation übernommen und wurde ihr vollberechtigtes Mitglied.
Der Staatsoberhaupt Usbekistans Islam Karimov betonte, dass es schwer sei, ohne Sicherheitsversorgung die Wirtschaft und zwischenstaatliche Integration zu entwickeln. Er unterstrich, dass EAWG und OVKS die gegenseitig ergänzenden Strukturen sind.
Präsident Usbekistans hat in seiner Residenz den Ministerpräsidenten der Ukraine Viktor Yanukovych empfangen. Während des Gesprächs wurden die Fragen der bilateralen handelswirtschaftlichen Beziehungen besprochen. Die Seiten haben die Notwendigkeit der Durchführung der Sitzung der zwischenstaatlichen Gemeinsamen Kommission für handelswirtschaftliche Zusammenarbeit, und die Erweiterung der Beziehungen im Bereich der Erdöl- und Gasindustrie betont.
Islam Karimov und Viktor Yanukovych unterstrichen die großen ungenutzten Möglichkeiten für die Vertiefung der effektiven Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. So hat die Ukraine ihr Interesse an Forschung der Erdöl- und Gasfelder Usbekistans geäußert. Es ging unter anderem auch um die Investitionszusammenarbeit zwischen beiden Ländern.












