(openPR) Angst im ausgewogenen Zustand aktiviert gleichzeitig beide Bewegungspole, nämlich den „positiven“ Pol der Hin-Zu-Bewegung, d.h. Angriff und den „negativen“ Pol der Weg-Von-Bewegung, d.h. Flucht.
Im nicht ausgewogenen Zustand aktiviert die Angst dagegen vermehrt das Eine oder das Andere mit der Folge eines „chronischen“ Übergewichtes in die eine Richtung, welches gleichzeitig ein „chronisches“ Untergewicht in die andere Richtung ist. Zum Beispiel neigen manche Menschen dazu, in ganz bestimmten Situationen kalte Hände und/oder Füße zu bekommen, während andere in der gleichen Situation zu Schweißhänden und/oder Schweißfüßen neigen. Wie dem auch sein: In einem Fall fließt zu wenig Energie in die Extremitäten, im anderen Fall zu viel.
Ein Mensch, der mit seiner Angst nicht im Ausgewogenen weilt, wird sich die Angst kaum zum Freund nehmen können. Warum? Weil ihm seine Angst die Wahlfreiheit nimmt. Weil ihn seine Angst zwingt, sich in die eine Richtung zu bewegen, obwohl er vielleicht ganz genau weiß, dass eine Bewegung in die andere Richtung vorteilhafter und zieldienlicher wäre. Was wird der Mensch in diesem Fall mit seiner Angst tun? Er wird seine Angst hassen und bekämpfen. Oder er wird sie meiden, verleugnen, ignorieren. Beide Reaktionen auf die Angst, - das Zuviel der Aufmerksamkeit wie auch das Zuwenig der Aufmerksamkeit - führen in der Konsequenz dazu, dass die Angst entweder so übermächtig erscheint, dass der Mensch darin psychotisch wird, oder aber dass die Angst gar nicht mehr wahrgenommen und gespürt wird, d.h. der Mensch verliert seine Erregbarkeit und ist apathisch.
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