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Immobilienmarkt 2017 - Boom oder Blase?

05.05.201717:02 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Immobilienmarkt 2017 - Boom oder Blase?
Immobilienmarkt 2017
Immobilienmarkt 2017

(openPR) Nach Jahren sinkender Zinsen und steigender Immobilienpreise diskutieren Fachleute immer intensiver, wie es mit dem deutschen Immobilienmarkt weitergeht.



Die einen Experten erwarten eine Fortsetzung des Booms, getrieben von weiterhin günstigen Zinsen und hohem Anlagebedarf. Die andere Fraktion befürchtet das baldige Platzen der „Immobilienblase“, weil Überhitzungserscheinungen nicht länger zu ignorieren seien. Beide Ansichten haben Ihre berechtigten Argumente.

Boom:

Das Geldvermögen der Deutschen ist mit über 5.3 Billionen € (Dt. Bundesbank) so hoch wie nie und sucht nach Anlagemöglichkeiten. Durch die Niedrigzinspolitik der EZB gibt es keine risikoarmen Anlagealternativen, außerdem sind die Deutschen traditionell sehr sicherheitsbewusst.

Die günstigen Finanzierungskonditionen erweitern das Budget vieler Käufer erheblich und stellen auch zukünftig einen nachhaltigen Anreiz für Immobilienkäufe dar. Die Wohneigentumsquote ist in Deutschland mit etwa 45 % nach wie vor eine der niedrigsten in der EU. (Institut der Dt. Wirtschaft) Daraus ergibt sich langfristig erheblicher Nachholbedarf. In den zehn Jahren vor der Finanzkrise sind die Immobilienpreise auch in vielen Großstädten nur stabil geblieben – der jetzige Preisanstieg stellt also eher einen Nachholeffekt dar– ausgelöst auch durch jahrelang vernachlässigten Neubau.

Die Nachfrage ist sehr heterogen. Die neue Wanderungsbewegung in die Großstädte sorgt dort für Wohnungsknappheit und steigende Mieten und Preise. Im ländlichen Umland dagegen ist von einem Immobilienboom nichts zu spüren.

Blase:

Irgendwann ist die Party vorbei – steigende Zinsen sind nur eine Frage der Zeit. Dann fehlt der entscheidende Katalysator für viele Immobilienkäufe und die Nachfrage wird einbrechen.

Immobilienkäufer neigen dazu, bei der Finanzierungsbelastung nahe ans persönliche Limit zu gehen. Steigen die Zinsen deutlich, kommt manch einer bei der Prolongation seiner Kredite in Schwierigkeiten. Dies kann dann wieder eine steigende Zahl von Zwangsliquidationen und somit Abgabedruck im Markt bedeuten.

Der derzeitige Bauboom sorgt für Überkapazitäten. Die Demografie lässt in zehn Jahren deutlich weniger Wohnungsbedarf erwarten. Dann steht eine Immobilienschwemme bevor. Überhitzungserscheinungen sind nicht länger zu leugnen: So sind z. B. die Preise von Eigentumswohnungen in Düsseldorf seit 2010 um mehr als 60 % gestiegen. (Gutachterausschuss)

Bei Zwangsversteigerungen werden üblicherweise die gerichtlichen Verkehrswerte nicht erreicht. Wir haben jüngst bei Versteigerungsterminen Erlöse von bis zu 200 % des Verkehrswertes erreicht – ein klares Warnsignal für ungesunde Übertreibungen.

Fazit: Ob Fortsetzung des Booms, soft landing oder platzende „Blase“, die Entwicklung des Immobilienmarktes ist schwer vorherzusagen. Unseres Erachtens spricht aber vieles für ein sanftes Ende des Booms.

Wir empfehlen, trotz des Anreizes der niedrigen Zinsen und des Anlagenotstandes nicht jede Immobilie blind zu kaufen. „Lage, Lage, Lage“ ist ein ewig gültiges Bonmot für die Auswahl der richtigen Immobilie. Und zu bedenken sind die nicht unerheblichen Transaktionskosten beim Erwerb, z. B. 6,5 % Grunderwerbsteuer in NRW und anderen Bundesländern. Viele Immobilien sind nicht fungibel – ein schneller Verkauf bei sich ändernden Marktverhältnissen ist vielfach kaum möglich.

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