(openPR) Nach einer Periode der Freiheit, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in den westlichen Industriestaaten begann, befindet sich die Menschheit wieder einmal auf dem Wege zurück. Drei Generationen sind vorüber und die letzte hat vegessen, warum und wofür die erste gekämpft hat. Geschichte, die menschliche Tragödie, wiederholt sich zyklisch – eigentlich ziemlich plump, aber man muß schon einiges über die Ereignisse wissen und auch abstrahieren können, um das zu bemerken.
Die Menschheit dreht sich fortwährend im Kreise. „Die erste Generation erstellt’s, die zweite erhält’s, bei der dritten verfällt’s“, weiß der Volksmund. Dabei verbessert sie nur die Instrumente, mit denen sie ihr immergleiches Theaterstück von aufbau und Zerstörung, vom Fressen und Gefressenwerden aufführt. Der Mensch an sich wird nicht besser. Nur wenige erklimmen die Höhe, auf der sich Ideal-Menschliches verwirklicht. Das äffische räuberische Rudeltier steckt aber noch zu mehr als 97,5 Prozent auch in ihren Genen.
Deshalb wird auf weiter steigendem wissenschaftlich- technologischem Niveau auch künftig alles so weitergehen wie immer schon, nachdem sich vor ca. 6,5 Millionen Jahren das Wesen vom Affen abgespalten hat, das sich später „Mensch“ nannte. Freundschaft und Feindschaft, Miteinander und Gegeneinander, Frieden und Krieg werden weiterhin aufeinander folgen. Macht- und Beutegier werden die Welt weiterhin verheeren und die Starken werden die Schwachen weiterhin drangsalieren, solange die sich das gefallen lassen.
„Das Böse ist des Menschen beste Kraft.“ (Friedrich Nietzsche)
Die skrupellosen unter den menschlichen Alphatieren, die Macht- und Beutejäger ohne Moral, sind sich natürlich bewußt, daß die Auseinandersetzungen dank technologischem Fortschritt auch für sie selbst immer gefährlicher werden. Deshalb suchen sie die Mehrheit ihrer Argenossen auf anderen Wegen in den Griff zu bekommen und auszubeuten. Mit ungerechten Steuersystemen, die reiche auf Kosten armer bevorzugen, haben sie auch unabhängig von Steueroasen schon gute Erfahrungen gemacht. Die Agendapolitik SPD-Schröders hat zudem die Ausbeutung großer Bevölkerungsteile ermöglicht und so die Umschichtung von Volksvermögen von unten nach oben beschleunigt.
Draghis Nullzins- und Geldvermehrungspolitik belohnt Schuldner und beutet Sparer aus. Längerfristig vernichtet sie das Vermögen großer Bevölkerungsteile, während skrupellose Spekulanten und Bankster sich die Taschen immer voller stopfen können.
Aber vollständig unter Konrolle zu bekommen wären die Massen erst, wenn das Bargeld abgeschafft würde. Das würde den gläsernen Menschen schaffen und beste Voraussetzungen für seine Kontrolle und Manipulation durch die „Eliten“ schaffen. Was wäre das für eine Welt? Das Konsumverhalten der Massen wäre nicht nur vollkommen kontrollierbar, sondern auch steuerbar. Und wenn die ungleiche Einkommensentwicklung, die ungerechte Besteuerung und Draghis Politik der Sparerenteignung fortgesetzt werden, wird sich das gesamte Volksvermögen bald in Händen von 2-3 Prozent der Bevölkerung konzentrieren.
Das Argument, ohne Bargeld könnten Verbrechen, z.B. der Mafia, viel besser bekämpft werden, zieht nicht wirklich. Die die Steueroasen hätte man schon längst austrocken können – wenn es die „Eliten“ nur gewollt hätten. Aber darum scheint es in Wirklichkeit gar nicht zu gehen. Die Raffkes sollen weiter raffen können, nur die Mehrheit der Bevölkerung will die „Elite“ der Selbstbediener gern unter den Daumen bekommen. Darum geht es und deshalb muß für das Bargeld gekämpft werden. Es ist ein Unterpfand unserer bürgerlichen Freiheit.
Wird sich die große Mehrheit der prospektiven Verlierer einer Abschaffung des Bargeldes konsequent gegen dieses Vorhaben stellen? Wird sie erkennen, daß sie dadurch zuerst zu gläsernen Bürgern und zuletzt zu beliebig manipulierbaren Sklaven der herrschenden Clique würde? „Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen“, mahnte einst George Bernard Shaw.
Und Nietzsche meinte zum vorvorigen Zyklus der menschlichen Tragödie: „Die Dressierbarkeit der Menschen ist in diesem demokratischen Europa sehr groß geworden; Menschen, welche leicht lernen, leicht sich fügen, sie die Regel: das Herdentier, sogar höchst intelligent, ist präpariert.“
Das Schicksal der Menschheit hängt nicht von der Minderheit der Raffkes und den Ganoven ab, sondern von der großen Mehrheit der Menschen, die diesem Gesindel freie Bahn zur Entfaltung läßt.
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