openPR Recherche & Suche
Presseinformation

"Berufsbetreuung rechnet sich!"

16.08.201618:11 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
v.l. MdB Detlev Pilger (SPD), Hans-Jürgen Schlief (BdB)
v.l. MdB Detlev Pilger (SPD), Hans-Jürgen Schlief (BdB)

(openPR) Der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger (SPD) schätzt die Arbeit der Berufsbetreuer/innen.

Koblenz, 16. August 2016 – „Jeder Euro, der in rechtliche Betreuung investiert wird, spart Folgekosten an anderer Stelle. Beim Blick über den Tellerrand wird deutlich, dass rechtliche Betreuung nicht nur von hohem gesellschaftlichem Wert ist, sondern darüber hinaus einen volkswirtschaftlichen Nutzen erbringt.“ Diese Überzeugung vertrat der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger (SPD) im Rahmen eines Praxistages, den er im Betreuungsbüro von Hans-Jürgen Schlief (BdB) verbrachte.


Berufsbetreuer Schlief stellte dem Politiker einige Klient/innen persönlich vor und erläuterte anhand ihrer Fallbeispiele die oft hochkomplexen Arbeitsabläufe und -prozesse. So sorgte Schlief dafür, dass die psychisch kranke Elisabeth M. aus einer Einrichtung in eine eigene Wohnung ziehen konnte, was die Stadt Koblenz Kosten in Höhe von 3.800 Euro pro Monat spart. Schlief beantragte für seine Klientin ein persönliches Budget. Die Behörden lehnten ab. Auch begleitende Hilfen, die die Betreute benötigt, um ihren Alltag meistern zu können, wurden erst nach Wochen genehmigt. Heute kann die Klientin dank Schliefs Knowhow ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen.
Anna L. hat dank gesetzlicher Betreuung nicht nur ihr Leben wieder in den Griff bekommen, sondern sich auch eine berufliche Perspektive erarbeitet. Die heute 31jährige litt unter einer Persönlichkeitsstörung in Verbindung mit Depressionen und Bulimie. Hans-Jürgen Schlief brachte die alleinerziehende Mutter zunächst in einer Einrichtung für betreutes Wohnen unter, um sie psychisch zu stabilisieren. Dann setzte er beim Jobcenter durch, dass L. eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolvieren konnte. Weitere Maßnahmen folgten. Die Betreuung ist inzwischen aufgehoben. L. ist heute berufstätig und kann ihr Leben wieder selbst managen.
Mit durchschnittlich 3,1 abrechenbaren Stunden pro Klient/in und Monat à maximal 44 Euro sind solche Erfolge nicht zu schaffen, sagt Schlief: „Ich muss das Vertrauen eines Klienten gewinnen, seinen Willen, seine Wünsche, seinen Lebensplan ermitteln und schließlich gegenüber Behörden die Rechte meines Klienten durchsetzen. Viele Anträge werden ja zunächst mal abgelehnt. Dann lege ich Widerspruch ein. Das alles kostet sehr viel Zeit. Zeit, die ich nicht vergütet bekomme.“
SPD-Politiker Detlev Pilger hält die rechtliche Betreuung für unterbezahlt: „Bezahlung und Stundenkontingente sind nicht angemessen. Im Blick auf die Komplexität vieler Fälle und der wuchernden Bürokratie ist das Pensum in rund drei Stunden nicht leistbar. Auch habe ich den Eindruck, dass mit der Einrichtung einer Betreuung oftmals zu lange gewartet wird. Wenn die Unterstützung früh genug einsetzt, lassen sich Folgekosten und Folgeprobleme vermeiden. Ziel muss es doch sein, Betroffene in einem selbstbestimmten Leben zu unterstützen und sie im Idealfall wieder in ein unabhängiges Leben zu führen. Das spart der Gesellschaft unterm Strich am meisten Geld.“

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 914762
 980

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „"Berufsbetreuung rechnet sich!"“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Bundesverband der Berufsbetreuer/innen e.V.

Bild: Reform des Betreuungsrechts: Ein Fortschritt für Klient*innen und den Berufsstand
Reform des Betreuungsrechts: Ein Fortschritt für Klient*innen und den Berufsstand
Selbstbestimmung und Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen werden gestärkt Berlin/Hamburg, den 2. Oktober 2020 – „Der Gesetzentwurf zur Reform des Betreuungsrechts bedeutet einen großen Fortschritt. Sowohl für unsere Klient*innen als auch für unsere Berufsgruppe“, sagt der Vorsitzende des Bundesverbands der Berufsbetreuer*innen Thorsten Becker über den Entwurf, der am 23. September vom Bundeskabinett beschlossen und nun in das parlamentarische Verfahren gegeben wurde. Das erste Fazit nach der Lektüre: „In einigen Punkten haben wir ein…
Bild: Reform des Betreuungsrechts: Anpassung an UN-Behindertenrechtskonvention führt zu mehr Qualität
Reform des Betreuungsrechts: Anpassung an UN-Behindertenrechtskonvention führt zu mehr Qualität
Bundeskabinett verabschiedet Gesetzentwurf – Selbstbestimmung und Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen werden gestärkt Berlin/Hamburg, den 24. September 2020 – Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) ist davon überzeugt, mit dem Gesetzentwurf einen Beitrag zu mehr Qualität in der rechtlichen Betreuung zu leisten. Dies betonte der Parlamentarische Staatssekretär Christian Lange im Gespräch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesverbands der Berufsbetreuer*innen (BdB) Hennes Göers und BdB-Geschäftsf…

Das könnte Sie auch interessieren:

Studium mit pauschaler Anrechnung der Erzieherausbildung
Studium mit pauschaler Anrechnung der Erzieherausbildung
… des Studiums bietet die einmalige Chance sich die Arbeitsfelder der sozialen Arbeit zu erschließen, wie beispielsweise Kinder- und Jugendhilfe, Schulsozialarbeit oder auch Berufsbetreuung. Der Studiengang startet jeweils im Oktober eines Jahres. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Juli 2013 möglich. Nähere Informationen unter www.leuphana.de/ba-soza
Bild: BeckAkademie FERNKURSE: Berufs-Chance Betreuer werdenBild: BeckAkademie FERNKURSE: Berufs-Chance Betreuer werden
BeckAkademie FERNKURSE: Berufs-Chance Betreuer werden
… bevorzugt Betreuer mit nachgewiesenem Fachwissen ein. Die geforderten Qualifikationen lassen sich jetzt in neun Monaten mit dem neuen „Fernkurs für zertifizierte Vereins-/Berufsbetreuung“ der „BeckAkademie FERNKURSE“ erwerben. Die Ausbildung richtet sich an Einsteiger, die die Tätigkeit des Vereins- oder Berufsbetreuers erlernen möchten, an Interessierte aus …
Bild: Selbstbestimmung, Wahrung der Menschenrechte, unterstützte Entscheidungsfindung
Selbstbestimmung, Wahrung der Menschenrechte, unterstützte Entscheidungsfindung
… aktuellen Rahmenbedingungen sehr hoch. Diesen Spagat müssen wir als Berufsverband moderieren.“ Für die Umsetzung der UN-BRK ist aus Sicht des Verbandes die Professionalisierung der Berufsbetreuung nötig. Daher fordert der BdB seit Jahren einen transparenten Berufszugang auf Grundlage von Qualifikationskriterien, eine Fachaufsicht sowie eine Berufskammer.
Bild: „Beteiligen Sie sich an der Online-Umfrage zu Qualität und Vergütung!“
„Beteiligen Sie sich an der Online-Umfrage zu Qualität und Vergütung!“
… exzellente Kennerin des Betreuungsrechts sowie der Betreuungspraxis. Aus ihrer Sicht ist berufliche Betreuung unverzichtbar: „Zwar hat die Ehrenamtlichkeit Vorrang. Doch ist Berufsbetreuung zwingend nötig. Wir brauchen die Fachlichkeit der Kollegen, denn der Wandel der Gesellschaft erfordert qualifizierte Berufsbetreuer/innen.“ Aus ihrer Sicht ist die …
Bild: Es fehlt an Zeit für Klient/innen
Es fehlt an Zeit für Klient/innen
… den sie im Büro des Berliner Landesgruppensprechers Thomas Behrendt absolvierte. „Es ist evident, dass sich in den vergangenen zehn Jahren die Anforderungen an die Berufsbetreuung massiv erhöht haben, Sie arbeiten aber weiter zu den gleichen Konditionen. Darunter wird auf Dauer die Qualität leiden“, so Högl. Thomas Behrendt unterstützt viele Klientinnen …
Bild: „Die Diskussion muss weitergehen!“
„Die Diskussion muss weitergehen!“
Professionalisierung der Berufsbetreuung – eine Aufgabe für die nächste Legislatur Berlin, 16. Februar 2017 – Die Berichterstatterin für das Betreuungsrecht der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag Dr. Sabine Sütterlin-Waack will sich in der nächsten Legislaturperiode für die Professionalisierung der Berufsbetreuung einsetzen: „Die Diskussion muss weitergehen. …
Bild: Betreuung braucht Qualität. Qualität braucht Wissen.Bild: Betreuung braucht Qualität. Qualität braucht Wissen.
Betreuung braucht Qualität. Qualität braucht Wissen.
… für Berufsanfänger und erfahrene Berufsbetreuer/innen an. Das Konzept der Einsteigerseminare wurde auf die Gründungsphase zugeschnitten und hilft dabei, den Beginn einer selbstständigen Berufsbetreuung sorgfältig zu planen, mögliche Risiken zu vermeiden und dabei die wichtigsten Ressourcen im Blick zu behalten. Die Seminare werden ausschließlich von …
Bild: Verständnis für die Anliegen des BdB
Verständnis für die Anliegen des BdB
… für Berufsbetreuer/innen“, sagte Christiane Blömeke. Immer noch ist der Zugang zu professioneller Betreuung für jeden möglich, den ein Gericht für „geeignet“ hält. Die Berufsbetreuung ist bislang durch keine gesetzlichen Eignungskriterien geregelt, stellt aber sehr hohe Anforderungen an Standards und Fachlichkeit. Auch deshalb plädiert der BdB für die …
Bild: LINKE für Anerkennung und Stärkung der Berufsbetreuer/innen in M-VBild: LINKE für Anerkennung und Stärkung der Berufsbetreuer/innen in M-V
LINKE für Anerkennung und Stärkung der Berufsbetreuer/innen in M-V
… Berufsbetreuer/innen e.V. einsetzen. Dies kündigte die Politikerin nach einem Gespräch mit Vertretern der Landesgruppe MV in Schwerin an: „Ziel muss es sein, die Berufsbetreuung als eigenständigen Beruf anzuerkennen, auch um einheitliche Zugangsvoraussetzungen zu schaffen. Noch wichtiger ist allerdings, die Vergütung endlich anzupassen. Diese ist seit 2005 …
Bild: 'Die Politik schuldet den Berufsbetreuer/innen die nötige Anerkennung'
'Die Politik schuldet den Berufsbetreuer/innen die nötige Anerkennung'
… täglich zu bewältigen haben, wie vielfältig ihre Aufgaben sind und was sie für ihre Klienten leisten. „Die Beispiele aus der Praxis helfen uns, unser Wissen über Berufsbetreuung zu vertiefen“, sagte Wilke. Und weiter: „Ich begrüße sehr, dass derzeit im Bund eine rechtstatsächliche Untersuchung zur Arbeit berufsmäßiger Betreuer läuft. Sie ist eine wichtige …
Sie lesen gerade: "Berufsbetreuung rechnet sich!"