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Warum sich immer weniger Menschen für die EU begeistern

28.06.201609:03 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Warum sich immer weniger Menschen für die EU begeistern
Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund, CD (ISBN 978-3-943788-41-9), 29,95 inkl. Versand
Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund, CD (ISBN 978-3-943788-41-9), 29,95 inkl. Versand

(openPR) „Wer Menschen zu Leistungen unter persönlichen Opfern motivieren will, muß ihnen sinnvolle Ziele vermitteln und Zuversicht, daß sie erreicht werden können.“ (Prof. Querulix) Daß dies den Führungskräften der Europäischen Union bei den europäischen Völkern gelingt, kann man schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr sagen. Die Europäische Einigung ist längst kein Projekt mehr für die Mehrheit der Menschen und vermag diese deshalb auch nicht mehr zu begeistern.



Mehr noch. Europa ist zur Veranstaltung eines herrschenden Klüngels von Politikerlobbyisten geworden. Man braucht sich deshalb nicht wundern, daß die Europäische Idee bei immer mehr Menschen nicht nur an Glanz und Motivationskraft verliert, sondern inzwischen überwiegend mit negativen Erlebnissen und Eindrücken aufgeladen ist.

Inzwischen fragt sich die Mehrheit der Menschen, was sie persönlich von dem riesigen bürokratischen Aufwand haben, was ihnen die vielen teuren Politiker und Bürokraten nützen, wessen Interessen die eigentlich wahrnehmen. Die EU-Bürgerinnen und Bürger fragen sich unter anderem: Sind unsere Arbeitsplätze sicherer geworden, seit es die EU gibt? Genügen unsere Renten, um davon anständig leben zu können? Geht es in unserem Land sozial gerechter zu, seit wir der EU angehören? Können sich dank der EU mehr Menschen als früher einer positiven Lebensperspektive erfreuen?

Eine in den letzten 20 Jahren stark gewachsene Zahl von Mitbürgerinnen und Mitbürgern kann heute keine einzige dieser Fragen positiv beantworten. Denn von der EU profitiert haben vor allem diejenigen, denen es auch vorher schon gut und besser als ihren Mitmenschen ging. Auf der anderen Seite geht es vielen heute sogar schlechter und ihre Zukunftsperspektive ist noch negativer.

Die Europäische Idee motiviert immer weniger Menschen, weil immer mehr merken, daß andere den Rahm abschöpfen und ihnen allenfalls die Molke bleibt – wenn sie Glück haben. Das ist aber zu wenig, um sich zu begeistern und noch weitere Opfer zu bringen. Die Europäische Union gleicht heute eher einem Krämerladen als einem Staatenbund, dessen Führungskräfte sich dem allgemeinen Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger verpflichtet fühlen. Seine Profiteure sind in erster Linie die Minderheit derer, die im Dunstkreis der kleinen polit-ökonomische Führungsclique sowie ihrer Corona von Lobbyisten ihre einträglichen „Geschäfte“ machen können. Alle übrigen Menschen sind für diese „Elite“ nichts weiter als Mittel für ihre eigensüchtigen Zwecke und werden dafür auch skrupellos benutzt.

Ein Paradebeispiel dafür sind die Verhandlungen mit Kanada und den USA über die Handelsabkommen Ceta und TTIP, mit denen u.a. die faktische Aufgabe von Souveränitätsrechten der Europäer gegenüber den Profitinteressen kanadischer bzw. us-amerikanischer Großkonzerne vereinbart werden sollte. Glücklicherweise ist es den Eurokraten nicht gelungen, diese Schurkenstücke geheim zu halten. Jetzt versuchen die EU-Kommission und einige Länder wenigstens Ceta auf Biegen und Brechen noch durchzusetzen und würden, wenn sie es schafften, damit die Reputation der EU bei noch mehr Bürgerinnen und Bürgern in Richtung auf den Nullpunkt reduzieren.

Die europäische Union ist das im Übermaß, was die einzelnen Mitgliedsstaaten mehr oder weniger auch sind, nämlich Veranstaltungen zum Nutzen der Minderheiten, die sie beherrschen. Keine Demokratien, sondern Lobbydemokraturen, deren Handlungsmaximen nicht das Allgemeinwohl der Völker sind, sondern der Profit ihrer polit-ökonomischen Herrschercliquen. In der Europäischen Union findet nichts anderes statt als das, was zum Beispiel in Deutschland von Politikern vorangetrieben wurde, die sich ohne rot vor Scham zu werden christlich und sozialdemokratisch nennen, nämlich skrupellose soziale Desintegration. Sie wird jetzt für unser Land zum politischen Problem, weil die etablierten Politiker/innen um Macht und Pfründen bangen. Ähnliche Entwicklungen sind auch in anderen Ländern der EU zu beobachten und sogar in den USA, die einer Plutokratie bereits sehr viel ähnlicher sind als einer Demokratie.

Von den Vereinigten Staaten von Europa sind wir aus vielen Gründen, die hier nicht erörtert werden können, noch meilenweit entfernt. Es ist auch nicht zu erkennen, daß die Verantwortlichen daran gearbeitet haben. Vielleicht waren sie daran gar nicht interessiert. Jedenfalls haben sie sich unter dem Firmenschild „Europäische Union“ mit einem Krämerladen begnügt und damit gerade das größte Problem unseres Zeitalters zur Achillesferse des Europäischen Projekts gemacht: nämlich die immer schrankenlosere Herrschaft des Profits über die Bedürfnisse der Menschen.

Insofern dürfte George Soros, der öffentlichkeitsfreudige erfolgreiche us-amerikanische Spekulant richtig liegen, wenn er der EU den Zerfall prophezeit. Es fehlt dieser EU nämlich einfach der „Klebstoff“ in Gestalt des Zusammengehörigkeitsgefühls der Völker. Und der fehlt schon deshalb, weil immer mehr Menschen sich von den Macht- und Geld-„Eliten“ ihrer Heimatländer an den Rand gedrängt, ausgegrenzt und ausgenutzt fühlen. Warum sollten sich die Sklaven auch für die Ziele und Handlungen ihrer Herren begeistern? Warum sollten sie sich freiwillig auch noch opfern, damit diese noch mehr Geld scheffeln und noch höhere Pensionen kassieren können, während sie selbst sich in prekären Arbeitsverhältnissen durchs Leben schlagen müssen und im Alter nicht das Nötigste zum Leben haben?

Warum sich für so ein Monster von Überstaat einsetzen oder gar begeistern, das durch die Handlungen seiner Führungskräfte täglich beweist, daß es alles noch schlimmer macht? „Das Ziel zeigt den Charakter“ sagt ein deutsches Sprichwort.

Wenn die Herrschenden und ihre nützlichen Idioten nicht bald begreifen, daß es so nicht weitergehen darf, und wenn sie ihren verhängnisvollen Kurs nicht schnellstens ändern, und zwar drastisch, dann wird nicht nur die EU zerfallen – die Währungsunion sowieso – sondern es könnte in gar nicht mehr so ferner Zukunft auch zu blutigen Auseinandersetzungen kommen.

Ein einiges Europa wäre wichtig in der gegenwärtigen Welt, die sich in zahlreichen Kämpfen mit den unterschiedlichsten Waffen gerade neu ordnet. Die europäischen Länder und Völker, vertreten durch ihre Regierungen sind aber ganz offensichtlich noch lange nicht reif, um einen einzigen Staat zu bilden. Das europäische Programm der kommenden Jahre kann deshalb beim Blick auf die Realitäten nur ein minimalistisches sein. Vielleicht sind nur eine Freihandelszone und eine gemeinsame Verteidigung machbar sowie einige Vereinheitlichungen von Regeln und Verfahren, die das Miteinander erleichtern. Die Rechtsordnungen könnten zum Beispiel (weiter) angeglichen werden, um das Zusammenspiel zu erleichtern. Man sollte sich aber auf Wesentliches konzentrieren und nicht von Brüssel aus diktieren, was die einzelnen Länder mindestens genauso gut – oder besser – selbst regeln können.

Um Begeisterung für Europa bei den Menschen zu wecken, muß der Krämerladen aber zu einer den Völkern dienenden Einrichtung zurückgestutzt werden. Allgemeinnutz muß vor Eigennutz gehen. Einkommens- und Vermögensverteilung müssen gerechter werden, Armut darf es nicht mehr geben. Auch in den Ländern der jetzigen EU, deren ökonomische Entwicklung noch Jahrzehnte hinter anderen Mitgliedsländern zurück ist, muß dieses Denken Platz greifen, wenn auch die Wirtschaftskraft noch nicht den sozialen Standard erlaubt, den die weiter entwickelten Länder haben.

Die Prophezeiung George Soros‘ wird eintreten, wenn die EU-Führung weiterhin falsche Ziele verfolgt. „Ziele sind als Wegweiser hilfreich, aber sie engen den Blick auch ein. Wie verheerend sich der egozentrische Tunnelblick auswirken kann, sehen wir nicht nur bei Betrunkenen, sondern auch bei Politikern und Managern“, gibt Prof. Querulix zu bedenken. Menschen, die nur in Profiten denken und Menschen nur als Kostengrößen betrachten, werden niemals die Vereinigten Staaten von Europa schaffen. Im Gegenteil. Sie sind gerade dabei alles zu zerstören, was unsere Eltern und Großeltern nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben.

Die CD „Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund“ mit fast 10.000 Zitaten - Volksweisheiten, Sprichwörter, Aphorismen, Reime und Gedichte von Prof. Querulix sowie Äußerungen von Denkern aus zweieinhalb Jahrtausenden (ISBN 978-3-943788-41-9) gibt es übrigens für 29,95 Euro inkl. Versand bei READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de)

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