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Interview mit Rene Despang (NPD)

18.04.201612:13 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Interview mit Rene Despang (NPD)
Rene Despang Ehem. NPD- Landtagsabgeordneter der NPD-Sachsen NPD Ortsbeirat von Dresden- Prohlis
Rene Despang Ehem. NPD- Landtagsabgeordneter der NPD-Sachsen NPD Ortsbeirat von Dresden- Prohlis

(openPR) Was will die NPD?

Die NPD möchte das, was viele Bürger wollen, es sich aber nicht trauen offen auszusprechen, weil sie Angst haben dann als Nazi hingestellt zu werden. Die NPD will vor allem ein souveränes Deutschland welches unabhängig von der EU oder von Amerika Entscheidungen treffen kann. Die NPD möchte das unser Land nicht länger Sozialstadion der ganzen Welt ist. Wir sind gern bereit wirkliche Kriegsflüchtlinge für einen bestimmten Zeitraum bei uns aufzunehmen. Alle anderen, die nur zu uns kommen wollen, weil sie erwarten, dass wir ihnen ein besseres Leben ermöglichen können, wenn möglich ohne das sie selber etwas dazu beisteuern müssen, muß noch vor unseren Außengrenzen Stopp sein, da es und dies zeigt ja der jetzige Zustand, sonst extrem schwer ist sie nachträglich wieder in ihre Heimatländer abzuschieben. Wir wollen ein sozial gerechteres Deutschland, denn die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Wir wollen in einem Land leben, wo man seine Meinung frei äußern kann, ohne Angst vor Repressalien zu haben und wir wollen das unsere Frauen finanziell mehr unterstützt werden, wenn sie bereit sind ein oder mehr Kinder in die Welt zu setzen (Muttergehalt). Sicher gibt es noch mehr was die NPD will aber dazu empfehle ich unser sehr gutes und umfangreiches Parteiprogramm sich einmal durchzulesen.



Sind Sie persönlich ausländerfeindlich?

Nein, ich bin nicht Ausländerfeindlich- ich bin Innländerfreundlich. Unsere Partei hält engen Kontakt mit vielen Nationalisten Weltweit. Wir achten und unterstützen sie. Aber nochmal wir können nicht das Sozialamt der ganzen Welt sein, noch dazu wo es auch in Deutschland sehr viele Menschen gibt, die unter dem Existenzminimum leben. Um diese unsere Bürger muß sich natürlich vorrangig gekümmert werden.

Ist die NPD eine antidemokratische Partei?

Die NPD kann keine Antidemokratische Partei sein. Sie wählt in Mitgliederversammlungen ihren Vorstand und entsendet Delegierte zu Landes oder Bundesparteitagen um bspw. Den Landes oder Bundesvorstand zu wählen oder um die Satzung oder das Parteiprogramm (um nur einmal zwei Beispiele zu nennen) ändern zu lassen. Außerdem beteiligt sich unsere Partei regelmäßig an demokratischen Wahlen unseres Landes.

Wie stellen Sie sich ein Nationaldemokratisches Deutschland vor?

Diese Frage ist gleichzusetzen mit der Frage 1. wo ich klar aufzeigen konnte was wir wollen. Aber vielleicht eines noch: Es wird kein Nationaldemokratisches Deutschland geben, sondern ein Deutschland, in dem seine eigenen Bürger wieder der Souverän sind und selbstständig Entscheidungen treffen können bspw. über Volksentscheide.Dies wollen wir gern als Partei mittragen und unterstützen.

Wie stehen Sie zum Grundgesetz?

Im Artikel 146 Grundgesetz steht : "Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen wurden ist." Dies bedeutet im Umkehrschluss das, dass Grundgesetz momentan lediglich ein vorläufiges Instrumentarium sein kann, bis das deutsche Volk bspw. durch Volksentscheide oder und eine Volksversammlung sich eine eigene Satzung gegeben hat.

Wie stehen Sie zur Gewaltfrage bei der Durchsetzung Ihrer Ziele?

Unsere Partei und natürlich auch ich ganz persönlich lehnen Gewalt strikt ab. Gewalt übt meistens nur derjenige aus, der seine eigenen Argumente nicht klar untermauern kann und bei Aussagen seines vermeintlich politischen Gegners auch keine Argumente dagegen hat. Wir aber wissen genau was wir wollen und können dies auch klar argumentativ hervorbringen. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt, welche aber überhaupt keine Veränderungen hervorbringt. Zur Gewalt neigen meist nur diejenigen, die selber Feige sind, weil sie wissen das sie den Argumenten der anderen nicht standhalten können.

Wie stehen Sie zu Ihrem Parteivorsitzenden Frank Franz?

Zu Frank Franz möchte ich folgendes sagen: Zum einen wurde er auf einem Bundesparteitag ganz regulär als Parteivorsitzender gewählt und ich gebe zu, mit ihm um keinen Preis in der Welt tauschen zu wollen. Es lässt sich am besten mit dem Fußball vergleichen. Ein Trainer kann nur so stark sein wie seine Mannschaft es zulässt. Wenn seine Mannschaft schlecht abliefert, muß dies nicht zwangsläufig am Trainer liegen aber dieser wird natürlich in Rechenschaft genommen. Frank Franz hat eine gute Mannschaft (Bundesvorstand) in der viele kluge Köpfe sitzen, die auch unsere Partei nach außen hin gut vertreten können. Probleme gibt es sicherlich bei einzelnen Landesvorständen. Da gilt es Verbesserungen herbei zu führen. Ich persönlich halte von Frank Franz sehr viel, weil er sympathisch rüber kommt und auch vor größerem Publikum frei sprechen kann. Er hat anfänglich Landeskonferenzen durchgeführt, um aufzuzeigen wo nach seinem Verständnis die Reise hingehen soll. Die Kreisverbände konnten sich dabei auch selber mit einbringen, so das ein sehr gutes auf die Region abgestimmtes Handlungsprogramm heraus kam. Einiges von dem konnte auch schon in die Tat umgesetzt werden, an anderem muß aber auch noch gearbeitet werden. Natürlich kann Frank Franz auch nicht überall gleichzeitig sein und alle Probleme unserer vielen Kreisverbände deutschlandweit lösen. Dies muß selbständig geschehen und Frank Franz muß nur eingreifen können, wenn keine Einigkeit erzielt werden kann.

Was sagen Sie zu den Wahlergebnissen zur Landtagswahl?

Gibt es Konsequenzen und wenn ja, welche?

Die Wahlergebnisse zu den Landtagswahlen in Sachsen Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland- Pfalz waren natürlich niederschmetternd, hatte man doch zu mindestens gehofft bei beiden Westdeutschen Wahlen 1% zu
bekommen um wenigstens in die Wahlkampffinanzierung zu kommen, welches den Landesverbänden für den weiteren Aufbau ihrer Strukturen sehr genutzt hätte. Am Wahlkampf und an der Bereitschaft vieler Mitglieder und nicht Mitgliedern bundesweit kann es jedenfalls nicht gelegen haben. Aber es ist halt sehr schwer neben einer Partei, die von den Medien als nationale Alternative verkauft wird und diesen auch immer und immer wieder eine Bühne geboten bekommen hat, bestehen zu können. Aber natürlich darf man bei dieser Partei nicht nach seinen eigenen Fehlern suchen. Jetzt gilt es die Wahlen intensiv auszuwerten, Fehler zu analysieren und die Arbeit dann umzustellen. Wir müßen uns meiner Meinung nach breiter aufstellen und nach außen hin zeigen, das wir viele gute Ansetze nicht nur in der Asylpolitik haben die wir, wenn wir die Möglichkeit haben auch umsetzen können. Dazu bedarf es auch bundesweit sympathischen gerade jungen Männern und Frauen die unsere Ideen unters Volk bringen. Wenn ich auf einem Markt zwei Obststände bspw. habe und selber Obst einkaufen will schaue ich natürlich außer auf die Qualität des Obstes auch darauf wer hinter dem Obststand steht. Wenn nach meinem äußeren Eindruck die Wahre qualitativ gleichwertig erscheint, werde ich immer an dem Obstsand meine Ware einkaufen, wo der oder für mich eher die nettere und sympatischere Verkäuferin steht. So ähnlich ist dies auch in der Politik. Neben dem inhaltlichen kommt es auch immer auf den darauf an, der diese Thesen vertritt und wenn es Schnittmengen gibt, wähle ich lieber die Partei, die mir sympathischer rüber kommt. Daran müßen wir meiner Meinung nach noch stark arbeiten, damit den Bürgern egal wird, dass wir in den Medien immer wieder als Nazipartei dargestellt werden. Daran wird sich, gerade um so stärker wir werden, leider auch nichts ändern. Aber der Bürgern, welcher den Mut hat uns an Infotischen anzusprechen, die deutschlandweit in jeder größeren Stadt durchgeführt werden müßen, um zu erfahren wer wir wirklich sind und was wir wirklich wollen, wird dieses Spiel welches die Medien treiben durchschauen und uns dann auch unterstützen und wählen.

Wie stehen Sie zum NPD Verbotsverfahren?

Die NPD wird, wenn es noch ein Funken rechtsstaatlich in unserem Lande zugehen sollte nicht verboten werden. Wie heißt es doch so passend: "eine Partei die nichts verbotenes macht, kann auch nicht verboten werden" Selbst wenn die Bundesrichter um den Politikern eine zweite große Blamage zu ersparen unsere Partei aus fadenscheinigen Gründen verbieten würden, würde dieses Verbot vor dem Europäischem Gerichtshof mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder aufgehoben werden. Das Problem welches ich allerdings sehe ist, dass man das Verfahren weiter hinauszögern wird damit die Bürger bspw. bei der für unsere Partei so extrem wichtigen Wahl in Mecklenburg-Vorpommern die NPD nicht wählen, weil sie befürchten, dass diese sowieso verboten werden könnte. Aber ich glaube mittlerweile durchschauen immer mehr Bürger unseres Landes dieses billige Spiel!

Was sagen Sie zur AfD?

Die AfD ist keine nationale Partei und wollte und will es glaube ich auch gar nicht sein. Es bestehen zu mindestens in meinen Augen starke Vermutungen, dass die AfD gegründet wurde, um gerade auch der NPD als nationale Oppositionspartei das Wasser abzugraben, da diese immer stärker wurde. Die AfD hat vieles von uns gerade inhaltlich übernommen, konnte aber, da sie von den Medien extrem empor gehoben wurde und eine riesige Plattform geboten bekommen haben, die wir nie hatten, damit von vorn herein mehr Punkten als wir. Die AfD gibt sich bekanntlich erst jetzt, nachdem sie schon in zahlreichen Landtagen teilweise mit zweistelligen Ergebnis vertreten ist ein Parteiprogramm. Sie hat inhaltlich einige Schnittmengen mit uns, aber wir sind glaub ich diejenigen gerade beim Thema Überfremdung, die einen Schritt weitergehen. Die AfD lehnt offiziell jede Zusammenarbeit mit uns ab, auch wenn gerade auf unteren Ebenen bspw. im Kreis oder Gemeinderat sich NPD und AfD Mitglieder untereinander absprechen und miteinander abstimmen. Dies ist auch gut so. Ich finde es persönlich falsch, dass wir als NPD die AfD entzaubern wollen. Wir haben glaube ich genügend eigene Probleme die es anzupacken gilt. Natürlich müßen wir Unterschiede aufzeigen. So haben wir es meiner Meinung nach extrem versäumt aufzuzeigen, dass sich die AfD gegen den Mindestlohn ausspricht ( zu mindestens im Wahlprogramm von Sachsen Anhalt)Wir müßen wieder unsere eigene Wege gehen, damit wir auch als nationale Alternative war und vor allem ernst genommen werden. #
Interview Marco Wruck - Rene Despang

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