(openPR) Große Resonanz auf Programmschwerpunkt Lied
In seiner 20. Saison hat sich das Musikfestival „Heidelberger Frühling“ als internationaler Treffpunkt und Plattform für innovative Konzertformate etabliert. Die überregionale Wahrnehmung schlägt sich sowohl in großer Publikums- als auch in regionaler, nationaler und internationaler Medienresonanz nieder. Zur Halbzeit wurden bereits mehr als 22 000 Besucher gezählt (inklusive Streichquartettfest im Januar), bis zum Festivalfinale am 30. April will Baden-Württembergs größtes Musikfestival den Vorjahresrekord von 40 000 Besuchern übertreffen. Zu den bisherigen Höhepunkten gehört unter anderem die multimediale Konzert- und Tanzperformance „Szenen der Frühe“, eine Koproduktion mit dem PODIUM Festival Esslingen, die sich dem bewegten Seelenleben Robert Schumanns widmete, welcher in Heidelberg seinen 20. Geburtstag feierte. Eine weitere Koproduktion unter dem Titel „Verklärte Nacht“ verschränkte vor ausverkauftem Haus Schönbergs gleichnamiges Streichsextett mit der abgeklärten Schwermut der großen Bluessongs (Rebecca Bakken, Casal Quartett u.a.). Partner waren hierfür die Ludwigsburger Schlossfestspiele, bei denen der Abend am 1. Mai nochmals zu hören sein wird. „Ich denke, dass Kooperationen und eben nicht ausgrenzender Wettbewerb das Erfolgsrezept der Zukunft sein werden“, so Thorsten Schmidt, Intendant des „Heidelberger Frühling“. „Deshalb setzen wir immer mehr auf gemeinsam entwickelte Projekte mit Partnern auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.“ Bei Publikum besonders begehrt ist das bereits ausverkaufte Konzert von Bariton Thomas Hampson und dem Perkussionisten Martin Grubinger am 28. April, das aufgezeichnet und im Spätsommer im ZDF gezeigt wird. Zusätzlich zu den 22 000 Gästen, die bisher das Hauptprogramm besuchten, erreichte das Festival tausende von Menschen über das kostenlose Rahmenprogramm zum 20. Geburtstag. So verfolgten allein 3 000 Menschen das Feuerwerk zum Festivalauftakt, weitere Zuschauer fand die Konzertinstallation im öffentlichen Raum mit Pop-up-Konzerten in verschiedenen Stadtteilen von Heidelberg.
Auf große Resonanz stieß der Programmschwerpunkt Lied, den der „Heidelberger Frühling“ in diesem Jahr durch ein eigenes Festival im Festival namens „Neuland.Lied“ weiter ausgebaut hat. Zur Eröffnung sangen Thomas Hampson und Alumni der Lied Akademie Texte aus „Des Knaben Wunderhorn“ in Vertonungen verschiedener Komponisten, zum Abschluss gab es Jazz mit Thomas Quasthoff. Die übrigen 15 Veranstaltungen loteten die Bandbreite dazwischen aus. Neben klassischen Liederabenden (Klaus Florian Vogt, Benjamin Appl etc.) gab es unter anderem ein für den „Frühling“ konzipiertes ausverkauftes Konzert der Sopranistin Chen Reiss und des Mandolinisten Avi Avital mit Kompositionen von Manuel de Falla, Gabriel Fauré, Maurice Ravel und anderen, die von unterschiedlichster Volksmusik inspiriert sind. Weiterhin waren bei dem langen Liedwochenende unter dem Titel „Songs without Words“ Lieder von Kurt Weill und Tom Waits zu hören, arrangiert für Posaune, Schlagzeug und Klavier. Für „Das neue Wunderhorn“ hatte das Festival Aufträge für zehn Lied-Uraufführungen vergeben – u.a. an Heinz Holliger, Matthias Kaul und Alumni der Heidelberger Komponisten-Akademie – für die Besetzung Stimme (Sarah Maria Sun) und Schlagzeug (Johannes Fischer). Und beim ebenfalls ausverkauften Abend „Black is the Colour“ trafen englische Lieder des 17. Jahrhunderts von Dowland und Purcell (Andreas Scholl) auf elektronische Ummantelungen und Verfremdungen (Fabian Russ).
Neben „Neuland.Lied“ erfreuten sich auch die bereits etablierten Programmschienen zum Thema Lied, das „Lied.Lab“ und die Lied Akademie unter Leitung von Bariton Thomas Hampson großer Beliebtheit. Letztere wurde nicht nur vom Publikum im ausverkauften Ballsaal der Stadthalle Heidelberg aufmerksam verfolgt, sondern auch von 25 000 Menschen weltweit, denen die Masterclasses über ein Streaming im Internet zugänglich waren. „Für den zwanzigsten ‚Heidelberger Frühling’ hatten wir uns vorgenommen, einen ersten wichtigen Schritt zu gehen, um Heidelberg – den Geburtsort von ‚Des Knaben Wunderhorn’ – international als das Zentrum des Liedes zu etablieren“, so Thorsten Schmidt. „ Nicht nur der Publikumszuspruch, sondern auch das nationale und internationale Medienecho auf unseren Programmschwerpunkt zeigt, dass uns dies gelungen ist.“
Die Kammermusik ist – neben dem Lied – als intime, emotional dichte Ausdrucksform die musikalische Gattung der Romantik und gehört somit zum Kern des „Heidelberger Frühling“ in Heidelberg. Neben noch ausstehenden Konzerten mit Größen wie dem Fauré Quartett (ausverkauft, Uraufführung eines Klavierquartetts von Toshio Hosokawa) und der Geigerin Tianwa Yang findet vom 21. bis zum 24. April erstmals das Kammermusikfest „Standpunkte“ statt. Das lange Wochenende mit 13 Veranstaltungen dreht sich um das Thema des Meisterwerks: Wie inspirieren zukunftsweisende Kompositionen der Vergangenheit die musikalische Gegenwart? Außerdem kommen Werke der drei Kompositionsstipendiaten der Festival Akademie zur Uraufführung. Als Interpreten sind auch Mentoren der Kammermusik Akademie zu hören: die Cellisten Daniel Müller-Schott und Isang Enders, der Geiger Marc Bouchkov, der Klarinettist Julian Bliss und der Pianist und Künstlerische Leiter der Kammermusik Akademie Igor Levit.
Die Kammermusik Akademie direkt vor dem Kammermusikfest „Standpunkte“ behandelt vom 19. bis zum 21. April drei unterschiedliche Themen in Konzerten und musikalischen Workshops. Auch hier kann sich das Publikum – passend zum diesjährigen Festival-Leitgedanken „essential gifts“ – mit der Frage nach wesentlichen, unverzichtbaren Meisterwerken beschäftigen. Der erste Tag widmet sich Bachs Goldberg-Variationen und seiner „Kunst der Fuge“ (Mentor: Marc-André Hamelin), der zweite Olivier Messiaen und seinem „Quatuor pour la fin du temps“, der dritte Tag der Kammermusikliteratur für Klarinette, darunter die Trios und Quintette von Mozart, Weber, Brahms und Rihm. Ein besonderes Highlight der Akademie ist das Mittagskonzert am 19. April, bei dem Hamelin und Levit erstmals gemeinsam auf der Bühne stehen werden, unter anderem mit Max Regers Opus 96 für zwei Klaviere.
Treffpunkt für die Konzerthaus- und Festivalbranche wird erneut die Heidelberg Music Conference, die am 27. und 28. April unter dem Titel „Programm braucht Raum“ stattfindet. Neben den Panels mit Teilnehmern wie Matthias Naske (Intendant Wiener Konzerthaus) oder Clemens Trautmann (Präsident Deutsche Grammophon) wird es Show-Cases verschiedener Partner des „Heidelberger Frühling“ geben, darunter die Londoner Wigmore Hall (John Gilhooly) und die Hamburger Körber-Stiftung (Kai-Michael Hartig). Zum Abschluss der Music Conference findet am 28. April die Verleihung des „Musikpreises Heidelberger Frühling“ statt. Nach Jörg Widmann, Eleonore Büning und Markus Hinterhäuser erhält in diesem Jahr der Bariton Christian Gerhaher die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung, die gestiftet wird vom Baustoffhersteller HeidelbergCement, dem Gründungspartner des „Heidelberger Frühling“.
Finanziert wird der „Heidelberger Frühling“ erneut durch eine ausgewogene Mischung aus Förderungen durch Privatpersonen und Unternehmen, Zuschüssen der Stadt Heidelberg und des Landes Baden-Württemberg und Einnahmen aus dem Kartenverkauf. Unter den Förderern sind zuvorderst der Freundeskreis Heidelberger Frühling e. V., der Haupt- und Gründungspartner HeidelbergCement sowie als weitere Hauptpartner der Finanz- und Vermögensberater MLP und das Biotechnologieunternehmen Octapharma zu nennen. Neu als Förderer hinzugekommen sind das Bauunternehmen Goldbeck, die Epple Holding GmbH, Heidelberg Engineering GmbH, die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, der Landtechnikhersteller John Deere, der Buch- und Zeitschriften-Großvertrieb Schmitt & Hahn und die tangro software components GmbH. Größter privater Mäzen ist Dr. Manfred Lautenschläger mit seiner gleichnamigen Stiftung, hinzu kommen die dem „Heidelberger Frühling“ seit langem verbundene Klaus Tschira-Stiftung, die Athenaeum Stiftung und die Viktor und Sigrid Dulger Stiftung sowie musikliebende Privatpersonen wie Dr. Renate Keysser-Götze und Dr. Dietrich Götze, Dr. Jobst Wellensiek, Dr. Manfred Lamy, die Familie Bruder, Drs. Karin und Peter Koepff sowie Dr. Manfred Fuchs. Der Europäische Hof Heidelberg ist auch 2016 das Künstlerhotel des „Heidelberger Frühling“. Für das mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Jugendprojekt „Classic Scouts“ setzt sich bereits im achten Jahr SAS Institute ein, und die Festival Akademie wird von der Stiftung Heidelberger Frühling ermöglicht. Die Festival Akademie und das Streichquartettfest verdanken ihre Realisierung der Kooperation mit der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Eine begleitende Berichterstattung ist auch im kommenden Jahr durch die langjährigen Medienpartner Rhein-Neckar-Zeitung, SWR2 und Deutschlandradio Kultur gesichert.
Karten und weitere Informationen unter: www.heidelberger-fruehling.de






