(openPR) PresseMitteilung Mendelssohn-Wettbewerb e.V. 2016
Oberursel, 21. März 2016
Der 17. Mendelssohn-Wettbewerb steht vor der Tür.
Was ist das Beständige in einem Wettbewerb? Es ist die Jury, sie bildet das stabile Fundament für den Jahr für Jahr vorüberziehenden Fluss an talentierten und ambitionierten Jungmusikern. In den öffentlichen Fernsehwettbewerben stehen die Juroren in Spotlight der Öffentlichkeit. Ihnen wird – aufgrund ihrer bisherigen Leistungen im Musikgeschäft – die Fähigkeit zugeschrieben, Talente zu erkennen und deren Qualifikationen zu beurteilen. Grund genug das bisher Versäumte kurz vor dem Anmeldeschluss am 31. März nachzuholen und heute die Kernjuroren des Mendelssohn-Wettbewerbs für junge Musiker und Musikerinnen in der Kulturregion Rhein-Main 2016 vorzustellen.
Initiator und unermüdlicher Networker des Mendelssohn-Wettbewerbs ist Nils P Graf Lambsdorff. Er, der zunächst in Personalunion den gesamten Wettbewerb, vormals unter dem Namen Robert-Stolz-Klavierwettbewerb, im Jahre 2000 der Taufe hob und das Büro der Veranstaltung leitete, nutze seine Kontakte zu bedeutenden Musikern in der Region, um die bestmöglich zu erreichende Qualität für den neuen Wettbewerbs zu gewährleisten.
Anfang der 1990er Jahre lernte Graf Lambsdorff Boris Levantovitch während eines Konzertes im Ikonen-Museum in Frankfurt am Main kennen. Boris Levantovitch wurde 1945 in Nischnij Tagil im Ural geboren. Bereits mit 11 Jahren spielte das besonders begabte Kind sein erstes Solokonzert. Im Alter von 14 Jahren trat er mit dem Orchester seines Geburtsortes als Solist auf (u.a. Variationen über ein Thema von Rjabinin) und gab mit 15 bereits zahlreiche Konzerte. Seine weitere musikalische Ausbildung absolvierte er am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau in der Klasse von Prof. Merzhanov und schloss sie mit der Staatsprüfung als Konzertpianist und Hochschullehrer für das Fach Klavier ab. Während der Hochschulzeit gab Levantovitch mehrfach viel beachtete Solokonzerte. In seiner mehr als 30-jährigen Konzerttätigkeit trat er als Solist und Kammermusiker in allen Republiken der ehemaligen UdSSR auf. Sein Repertoire umfasst viele Konzerte für Klavier und Orchester, zahllose Rezitale und ein breites Spektrum vom Barock bis zu den zeitgenössischen Komponisten. Seit 1991 lebt Boris Levantovitch in Frankfurt am Main und tritt seither in Deutschland, Bulgarien, Österreich, Frankreich, Spanien und Russland als Konzertpianist und Kammermusiker auf. Hervorzuheben sind hierbei besonders die Festivals in Colmar und auf Mallorca. Seit 1994 ist er künstlerischer Leiter der Konzerte im Ikonen-Museum der Stadt Frankfurt am Main. Für den Mendelssohn-Wettbewerb für junge Musiker Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main war Boris Levantovitch ein Mann der ersten Stunde und eine große Bereicherung.
Wenige Jahre später holte Graf Lambsdorff eine weitere Unterstützung in sein damals noch kleines Team. Der Kontakt zu Benjamin Brainman entstand aufgrund des Wunsches von Lambsdorff, Musikschulen der beiden Landkreise Hochtaunus und Main-Taunus zum Mitwirken einzuladen und als Ausrichter der Preisträgerkonzerte zu gewinnen. Benjamin Brainman sagte umgehend zu und ist seit 2004 aktiv als Leiter des Wettbewerbbüros und als ständiger Leiter der Streicher- und Klavier-Jury tätig.
Benjamin Brainman (geb.1959) ist Konzertpianist, Dirigent und Musikpädagoge. Er schloß sein Klavierstudium (1977-1982) bei Prof. Altermann mit „Konzertdiplom mit Auszeichnung“ ab und erhielt in den zehn folgenden Jahren mehrere Preise bei Klavierwettbewerben. Seit seinem Umzug in die BRD (1992) hatte er regelmäßige Auftritte als Pianist, Klavierbegleiter und Dirigent. Gemeinsam mit seiner Frau, Inna Brainman, hatte er auch zahlreiche Auftritte in Deutschland und Frankreich. Mehrere seiner Schüler erhielten Preise bei „Jugend musiziert“ auf Landes- und Bundesebene in den Kategorien Klavier solo, Klavier vierhändig, Klavier und ein Streichinstrument und Klaviertrio. Benjamin Brainman ist seit 1995 Leiter der Jugendmusikschule 1976 e.V. in Schwalbach, Dirigent des Frankfurter Synagogenchors sowie Chores der Jüdischen Gemeinde Frankfurt „Shalom Singers“, Solist im „Neuen Frankfurter Trio“. Seit Gründung des Vereins Mendelssohn-Wettbewerb für junge Musiker im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis e. V. in 2009 engagiert er sich zudem im Vorstand und hat das Amt Musikalischer Leiter übernommen.
Marat Dickermann, geboren 1946 in Kiew ( Ukraine ), wurde von Graf Lambsdorff gezielt angesprochen, um eine Verbindung zwischen dem Hessischen Rundfunk und dem Mendelssohn-Wettbewerb aufzubauen. Beide waren und sind Freunde des Lions Club Frankfurt am Main, was die Kontaktaufnahme erleichterte. Marat Dickermann sicherte seine Teilnahme am Mendelssohn-Wettbewerb zu, jedoch erst nach seiner Pensionierung. Seit Herbst 2011 ist Marat Dickermann Mitglied, seit 2013 Stellvertretender Vorsitzender des Vereins wie auch Mitglied der Streicher-Jury.
Marat Dickermann studierte bei Prof. Jacob Targonskij in Riga und an der Musikhochschule in Kiew. Sein Spiel vervollkommnete er bei Prof. Abraham Stern. Er besuchte zudem Meisterkurse bei Prof. David Oistrach und Prof. Juri Jankelewitsch. Nach Jahren intensiver solistischer und kammermusikalischer Tätigkeit emigrierte er 1978 nach Deutschland und entfaltete seitdem vielfältige musikalische Aktivitäten. Sein künstlerisches Profil umfasst kammermusikalisches und solistisches Konzertieren. Auftritte führten Marat Dickermann u. a. nach Berlin, Dresden, München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Hannover, Bremen, Weimar sowie in die Ukraine, nach Tschechien, in die Slowakei, nach Ungarn, Griechenland, Holland, Frankreich, Italien, England, Polen und Portugal. Es entstanden Aufnahmen beim Slowakischen Rundfunk sowie bei den deutschen Rundfunkanstalten HR, MDR, SWR und dem Deutschlandfunk. Repertoireschwerpunkte Marat Dickermanns sind Werke jüdischer Komponisten. Dickermann hat bei Thorofon Werke von Barber, Gershwin und Milhaud eingespielt und für Channel Classics in der Reihe „Musik aus Theresienstadt“ eine CD mit Werken von Hans Krasa produziert.
1997 erschien die Einspielung von Streichquartetten des verfolgten russischen Avantgardisten, Nikolaj Roslavez, bei NCC. Die CD „Hebräische Melodie“ mit Werken von Joseph Achron, Joseph Kaminski, Alexander Weprik, Joachim Stutschewski, Lasare Saminski und Julius Engel für Violine und Klavier (mit Monica Gutmann, Klavier) erschien 2009 bei Zuk Records. Seit 2014 ist er Jurymitglied des Steinway-Wettbewerbs in Frankfurt und seit 1998 Leiter zahlreicher Konzertreihen und Musiktheateraufführungen in der Kulturregion RheinMain.
Dank des enormen Engagement dieses Ausnahme-Trios hat der Mendelssohn-Wettbewerb für junge Musiker in der KulturRegion FrankfurtRheinMain, unter der Leitung von Graf Lambsdorff, sehr schnell ein hohes Niveau erreicht, dass bereits bundesweit Beachtung gefunden hat. So ist es nicht verwunderlich, dass die IMS Internationale Mendelssohn-Stiftung jedes Jahr, seit 2009, drei von der Jury besonders ausgezeichnete 1. Preisträger zu einem Sonderkonzert in das Mendelssohn-Museum nach Leipzig einlädt. Auch seit 2009 wird der Mendelssohn-Wettbewerb von der Taunus Sparkasse, als Hauptsponsor, gefördert. Ohne dieses finanzielle Engagement wäre es unmöglich, solch ein Unternehmen mit stetig ansteigenden Anmeldungen, Rekord mit 264 in 2015, zu bewältigen.
Die Anmeldung ist noch bis zum 31. März möglich.
Zur Erinnerung und zum Vormerken hier nochmals die Termine:
1. Vorspielwochenende für die Streicher: 20. bis 22. 05. 2016
im „Altkönig-Stift“, Feldbergstr. 13-15, 61476 Kronberg-Oberhöchstadt
2. Vorspielwochenende für die Pianisten: 27. bis 29. 05. 2016
im „Altkönig-Stift“, Feldbergstr. 13-15, 61476 Kronberg-Oberhöchstadt
1. Preisträgerkonzert: Sonntag, 05. 06. 2016, 16 Uhr
im „Altkönig-Stift“, Feldbergstr. 13-15, 61476 Kronberg-Oberhöchstadt
2. Preisträgerkonzert: Sonntag, 12. 06. 2016, 16 Uhr
im „Augustinum“, Georg-Rückert-Str. 2, 65812 Bad Soden-Neuenhain
3. Preisträgerkonzert: Sonntag, 19. 06. 2016, 16 Uhr
in der „Stadthalle“, Rathausplatz, 61440 Oberursel (Taunus)
Eintrittsgebühr wird zu keiner Veranstaltung erhoben; Spenden und/oder Mitgliedschaften im Mendelssohn-Wettbewerb e. V. werden gerne akzeptiert.


















