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Rathaus-Mitarbeiterin in Burscheid mit Messer bedroht

01.12.201513:55 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Rathaus-Mitarbeiterin in Burscheid mit Messer bedroht
"Im Öffentlichen Dienst zu arbeiten ist gefährlich", findet die dbb jugend nrw

(openPR) dbb jugend nrw beklagt zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst

Im Burscheider Rathaus hat ein Mann heute Morgen eine Mitarbeiterin der Stadtwerke mit einem Messer bedroht und verletzt. Das berichtet die Rheinische Post auf ihrer Website. Die dbb jugend nrw sieht eine Zunahme der Gewalt gegen öffentlich Beschäftigte.



Gegen 8:50 Uhr soll der Mann das Rathaus mit der Tatwaffe betreten und die Mitarbeiterin der Stadtwerke Belkaw bedroht und verletzt haben. Nach Informationen der Rheinischen Post sollen Zeugen den Mann "überwältigt beziehungsweise überzeugt" haben, von seinem Vorhaben abzulassen. Die verletzte Frau werde im Krankenhaus behandelt, der Mann wurde festgenommen.

"Dieser schlimme Vorfall in Burscheid heute Morgen ist ein neuerliches Zeichen dafür, dass die Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst immer weiter zunimmt", sagt der Landesjugendleiter der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw), Jano Hillnhütter, in einer Stellungnahme kurz nach dem Vorfall. Die dbb jugend nrw vertritt die jungen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst Nordrhein-Westfalens und weist schon seit geraumer Zeit darauf hin, dass öffentlich Beschäftigte immer häufiger Opfer von Gewalt werden.

"Zunehmende Gewaltbereitschaft ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und diejenigen, die tagtäglich mit Bürgern zu tun haben, sind besonders gefährdet", bringt es Hillnhütter auf den Punkt. Die dbb jugend nrw weiß von vielen gewalttätigen Übergriffen auf Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Vor drei Jahren ging eine Messerattacke auf eine Mitarbeiterin im Jobcenter Neuss tödlich aus. Auch bei einem tätlichen Angriff auf einen Gutachter im Jobcenter Rothenburg ob der Tauber vor genau einem Jahr kam der Mitarbeiter ums Leben. "Es ist erschreckend, dass es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen kommt, bei dem Menschen verletzt oder sogar getötet werden", bringt der dbb jugend nrw-Chef seine Erschütterung zum Ausdruck. "Die zunehmende Gewaltbereitschaft hat viele Gründe, die man so schnell nicht abstellen kann. Aber die Beschäftigten müssen besser vor solchen Übergriffen geschützt werden!", sieht Landesjugendleiter Hillnhütter die Arbeitgeber in der Pflicht.

In einem Gespräch mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am 9. November brachte die dbb jugend nrw Vorschläge auf den Tisch, die den Schutz und die Sicherheit der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst erhöhen sollen. Ein Problem aus Sicht des Verbandes: Bislang ist der Schutz der Mitarbeiter zwar offiziell Teil des Arbeitsschutzes, wird aber nicht als solches wahrgenommen. Das führt dazu, dass viele zwar Einweisungen im Umgang mit technischen Arbeitsgeräten bekommen, für Deeskalationsschulungen aber kein Geld zur Verfügung steht. "Jeder, der schon einmal einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat, weiß, wie schnell das Wissen wieder verblasst. Gerade da, wo es um Verhalten in Extremsituationen geht, ist es notwendig, immer wieder zu üben und zu wiederholen", sagt Hillnhütter. Die Realität aber sieht anders aus. Die meisten Beschäftigten bekommen lediglich in ihrer Ausbildung einen kurzen Input zu deeskalierendem Verhalten. Danach nie wieder.

Ein weiteres Problem gibt es vor allem bei unterschiedlichen Zuständigkeiten. "Für manche Bereiche wie die Polizei ist das Land zuständig, für andere wie Bürgerbüros oder Sozialämter die Kommunen und in anderen wiederum der Bund. Jeder werkelt vor sich hin, aber es gibt niemanden, der übergeordnet Lösungsmaßnahmen angeht", moniert Vorsitzender Hillnhütter.

Aus Sicht des gewerkschaftlichen Dachverbandes ist es unabdingbar, dass es hier einen Zuständigen gibt. Der gewerkschaftliche Jugenddachverband sieht dabei NRW-Innenminister Ralf Jäger in der Pflicht. "Herr Jäger, machen Sie sich das Thema Sicherheit aller Beschäftigten im Öffentlichen Dienst zu eigen!", forderte Landesjugendleiter Hillnhütter daher schon am 4. März Innenminister Jäger in einem Gespräch zum Handeln auf. Hoffentlich muss nicht noch mehr passieren, bevor endlich reagiert wird.

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