openPR Recherche & Suche
Presseinformation

'Wer in der Klebstoffindustrie arbeitet, hat eine rosige Zukunft'

18.11.201518:54 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: 'Wer in der Klebstoffindustrie arbeitet, hat eine rosige Zukunft'
Prof. Dr. Andreas Groß Foto: Fraunhofer IFAM
Prof. Dr. Andreas Groß Foto: Fraunhofer IFAM

(openPR) Bremen – Leichte Autos, schlaue Handys, hauchdünne Laptops – viele Innovationen sind nur dank des Fügeverfahrens Kleben möglich. Klebstoff-Experten arbeiten an der Technologie für die Zukunft. So auch Prof. Dr. Andreas Groß vom Fraunhofer IFAM: der Bremer Forscher über Karrierechancen in der Klebstoffindustrie.



Was ist das Fraunhofer IFAM und womit beschäftigt sich das Institut?
Das Fraunhofer IFAM ist ein Forschungsinstitut, das sich mit „Hightech Kleben“ beschäftigt. Diese kommen beispielsweise in den Bereichen Schienenfahrzeug-, Automobil- und Lastwagenbau sowie in der Elektronikindustrie für Smartphones und Laptops zum Einsatz.

Wie sah Ihr persönlicher Weg in die Klebstoffindustrie aus?
Der Ausgangsweg in meinen jetzigen Beruf war ein sehr guter Chemieunterricht. Mein Lehrer hat mich früh für die Chemie begeistert und gleichzeitig entdeckt, dass ich auch kompliziertere Sachverhalte leicht verständlich erklären konnte. Von da an wollte ich selbst Pädagoge werden. Doch als sich nach meinem Studium der Chemie und Pädagogik kein Referendariat, aber die Möglichkeit der Promotion ergab, entwickelte sich mein beruflicher Werdegang in eine etwas andere Richtung. Ich fing beim Fraunhofer IFAM in Bremen an und baute den Bereich der Klebtechnischen Personalqualifizierung auf. Im Prinzip mache ich heute also das, was ich schon immer wollte: Wissen vermitteln.

Welche Bedeutung hat die Materialforschung für technische Neuerungen?
Bei allen Produkten geht es grundsätzlich um eines: Sie müssen in der Lage sein, die an sie gestellten Anforderungen technologisch, wirtschaftlich und ökologisch zu erfüllen. Das ist nur durch die Neu- und Weiterentwicklung von Werkstoffen möglich. Die Erfüllung zukünftiger Anforderungen ist also der Motor der Materialwissenschaften.

Klebstoffe ermöglichen Innovationen. Können Sie hierfür Beispiele nennen?
Moderne Klebstoffe sorgen dafür, dass Produkte immer leichter, kleiner und schlauer werden. Das beste Beispiel sind Smartphones. Wogen diese früher über ein Kilo und waren so groß wie ein Pflasterstein, passen sie heute in jede Hosentasche und strotzen regelrecht vor Technik und Funktionen. Das Gleiche gilt für Computer, Autos und unzählige weitere Alltagsgegenstände.

An welchen zukunftsfähigen Entwicklungen arbeiten Klebstoff-Forscher aktuell?
Im Trend liegen sogenannte biomimetische Klebstoffe, die nach dem Vorbild der Natur entwickelt werden. Die Miesmuschel ist hierfür ein gutes Beispiel. Sie klebt unter Wasser unvergleichlich fest und langzeitbeständig. So weit sind moderne Industrieklebstoffe leider noch nicht. Forscher weltweit versuchen derzeit die Basis dieses natürlichen Superklebstoffs für die Technik anwendbar zu machen.

Warum bietet die Klebstoffindustrie optimale Berufsaussichten für junge Bewerber?
Wer in der Klebstoffindustrie arbeitet, hat einen für die Zukunft gesicherten Arbeitsplatz! Denn: die Klebtechnik wird die Verbindungstechnik des 21. Jahrhunderts! Schon heute setzen nahezu alle Industriezweige auf den Einsatz dieses innovativen Fügeverfahrens.
Für Bewerber ergeben sich hierdurch branchenübergreifend beste Berufsaussichten. Ein Beispiel: Maschinenbauingenieure oder Schreiner müssen nicht zwangsläufig in Autobau- bzw. Schreinereibetrieben arbeiten. Ingenieure und Handwerker können ihr spezifisches Wissen über Konstruktion und Fertigung ebenso in die Entwicklung und anwendungstechnische Erprobung innovativer Klebstoffe – beispielsweise für die Automobilindustrie oder moderne Möbelfertigung – einbringen. Die Klebstoffindustrie ist interdisziplinär aufgestellt: geklebt wird überall.

Und welche Berufe in der Klebstoffindustrie sind besonders aussichtsreich?
Egal, für welchen Beruf sich Schüler und Studenten in der Klebstoffbranche entscheiden, sie alle haben eine glänzende Karriereperspektive. Im naturwissenschaftlichen Bereich sind vor allem Chemiker gefragt, die neue Klebstoffe und Klebsysteme entwickeln. Wie in jedem anderen Industriesektor, besteht natürlich auch eine große Nachfrage nach Konstrukteuren und Fertigungs- sowie Qualitätsingenieuren. Also, liebe Schüler und Studierende, kommt kleben und legt den Grundstein für eine steile Karriere.

Für interessierte Bewerber lohnt ein Blick auf www.facebook.com/kommkleben. Hier gibt’s weitere Informationen zu Berufsbildern in der Klebstoffindustrie und vieles mehr.


Zur Person:
Prof. Dr. Andreas Groß (54) leitet die Abteilung „Weiterbildung und Technologietransfer“ des Fraunhofer Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 880205
 811

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „'Wer in der Klebstoffindustrie arbeitet, hat eine rosige Zukunft'“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Industrieverband Klebstoffe e.V.

Bild: IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“Bild: IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“
IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“
Modern, informativ, übersichtlich gestaltet: Die neue Website des Industrieverband Klebstoffe e.V. (IVK) ist online. Mitglieder und Klebstoff-Interessenten können jetzt noch einfacher auf Informationen zugreifen und sich rund um das Thema Klebstoffe informieren. Eine Neuheit: Das Online-Magazin „Kleben fürs Leben“ ist nun stimmig in die Homepage integriert. Mit der neu gestalteten Website möchte der IVK alle Basisinformationen zum Thema Klebstoffe gebündelt vermitteln und eine bequeme Anlaufstelle zu offenen Fragen schaffen. Neben der optisc…
Bild: Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst HaftkraftBild: Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst Haftkraft
Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst Haftkraft
Bisher war es unmöglich die Hafteigenschaften von Klebstoffen unter Wasser wie auf Knopfdruck ein- und auszuschalten – beispielsweise zur Montage von Sensoren. Einen ersten Erfolg auf diesem Gebiet konnten jetzt Wissenschaftler der Michigan Technological University (Michigan Tech) erzielen: Ihnen ist es in einem Experiment gelungen, die Haftkraft eines catecholhaltigen Unterwasserklebstoffs mit Hilfe eines elektrischen Stromstoßes zu lösen. Die Forschergruppe um Dr. Bruce P. Lee (Professor Abteilung für biomedizinische Technik) an der Michig…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Rohstoffkosten verteuern KlebstoffproduktionBild: Rohstoffkosten verteuern Klebstoffproduktion
Rohstoffkosten verteuern Klebstoffproduktion
Mit einer produzierten Menge von 852.000 Tonnen Klebstoffe hat die deutsche Klebstoffindustrie im Jahr 2010 eine Rekordmarke erreicht und ihren europäischen Marktanteil auf 35 Prozent ausgebaut. Insgesamt generiert die Branche, die neben Klebstoffen auch Dichtstoffe, Klebebänder und -folien sowie zementäre Bauklebstoffe herstellt, einen Gesamtumsatz …
Bild: Deutsche Klebstoffhersteller behaupten globalen SpitzenplatzBild: Deutsche Klebstoffhersteller behaupten globalen Spitzenplatz
Deutsche Klebstoffhersteller behaupten globalen Spitzenplatz
Düsseldorf, 16. September 2015 – Die deutsche Klebstoffindustrie setzt ihren Wachstumskurs fort: 2014 erzielte die Branche im Inland über alle Klebstoffsysteme – das heißt Klebstoffe, Dichtstoffe, zementäre Baustoffe und Klebebänder – ein nominales Umsatzplus von 2,8 Prozent auf 3,63 Milliarden Euro. Die innovativen Technologien sowie Wechselkurseffekte …
Bild: Wachstumspfad KlebenBild: Wachstumspfad Kleben
Wachstumspfad Kleben
Die gesamtwirtschaftliche Erholung hat zu einer steigenden Nachfrage an Klebstoffen geführt. Bis zum Ende des Jahres 2010 wird die Klebstoffindustrie in Deutschland mehr als 1,3 Millionen Tonnen Kleb-, Dicht- und zementäre Bauklebstoffe sowie fast eine Milliarde Quadratmeter Klebebänder und -folien produzieren. Dies entspricht einem Wachstum der Produktionsmenge …
Die wirtschaftliche Situation der deutschen Klebstoffindustrie 2019 – Keine Prognose für 2020 möglich
Die wirtschaftliche Situation der deutschen Klebstoffindustrie 2019 – Keine Prognose für 2020 möglich
… – u.a. auf Grund von Handelskonflikten, Strafzöllen, dem anstehenden Brexit und einer unvorhersehbaren Entscheidungsbildung in der EU – hat sich die deutsche Klebstoffindustrie 2019 in einem anhaltend heterogenen und volatilen wirtschaftlichen Umfeld bewegt. Über alle Schlüsselmarktsektoren betrachtet konnte die Klebstoffindustrie im Jahr 2019 ein Gesamtwachstum …
Bild: Marlene Doobe mit Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnetBild: Marlene Doobe mit Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnet
Marlene Doobe mit Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnet
Marlene Doobe wurde im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Industrieverband Klebstoffe e. V. (IVK) mit der Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnet. Als Chefredakteurin der Zeitschrift adhäsion KLEBEN + DICHTEN hat sie diese für die Klebstoffindustrie wichtige Fachzeitschrift zu einer interdisziplinären 360°-Kommunikationsplattform …
Bild: Ein 'packender' BerufBild: Ein 'packender' Beruf
Ein 'packender' Beruf
… Sinne gezielt anregen. Entsprechend vielseitig ist das Aufgabengebiet von Verpackungstechnikern und -ingenieuren, die sich für eine Karriere in der Klebstoffindustrie entschieden haben. Innerhalb der Wertschöpfungskette „Papier & Verpackung“ begleiten sie neue Verpackungskonzepte ihrer Kunden mit maßgeschneiderten Klebstoffsystemen und prozessicheren …
Bild: Deutsche Klebstoffindustrie steigert UmsatzBild: Deutsche Klebstoffindustrie steigert Umsatz
Deutsche Klebstoffindustrie steigert Umsatz
Die deutsche Klebstoffindustrie hat das Jahr 2015 in einem wirtschaftlich herausfordernden Marktumfeld mit einer Umsatzsteigerung erfolgreich abgeschlossen: Der mit allen Klebstoffsystemen erzielte nominale Umsatz stieg um 2,2 Prozent auf 3,71 Milliarden Euro. Das Exportgeschäft legte um 3 Prozent zu auf 1,6 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2016 …
Bild: Mit Klebstoffen Produkte für die Zukunft entwickelnBild: Mit Klebstoffen Produkte für die Zukunft entwickeln
Mit Klebstoffen Produkte für die Zukunft entwickeln
… Digitalisierung, Automatisierung: Die Arbeitswelt verändert sich rapide – und damit auch zahlreiche Berufsbilder. Ein Beispiel: der Job des Produktentwicklers in der deutschen Klebstoffindustrie. Autos, Smartphones, Kreditkarten: Viele Produkte, auf die heute niemand mehr verzichten will, enthalten Klebstoffe. Ohne die Fügetechnologie Kleben geht’s einfach nicht im …
Bild: Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2019Bild: Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2019
Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2019
… „Handbuch Klebtechnik“ erscheint im jährlichen Wechsel zur deutschen Version, so dass sich Interessierte aus der ganzen Welt über die Leistungsfähigkeit der deutschen Klebstoffindustrie informieren können. Das ursprünglich auf den deutschen Markt und den IVK fokussierte Kompendium enthält in seiner Neuauflage wieder ebenfalls wichtige Informationen über …
Bild: IVK zeigt Schülern den Weg in die ZukunftBild: IVK zeigt Schülern den Weg in die Zukunft
IVK zeigt Schülern den Weg in die Zukunft
… auf diese wichtigen Fragen. Schüler/-innen und Studierende können sich in einem interaktiven E-Paper umfassend über viele Berufe mit Zukunft informieren. Die deutsche Klebstoffindustrie bietet sichere und attraktive Jobs – für Auszubildende, Absolventen und Studierende mit unterschiedlichen Hintergründen, Stärken und Erfahrungen. Die Vielfalt ist das …
Sie lesen gerade: 'Wer in der Klebstoffindustrie arbeitet, hat eine rosige Zukunft'