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Kienbaum-Analyse: Die Wende in den DAX-Vorständen beginnt erst jetzt

(openPR) Nur drei der derzeit 188 Vorstände in den DAX-30-Konzernen haben ihre Karriere in der DDR begonnen: Damit sind die westdeutschen Manager mit einem Anteil von 98 Prozent der DAX-Vorstände praktisch unter sich. Das ergibt eine Analyse der Beratungsgesellschaft Kienbaum zu den Karrierewegen der DAX-Vorstände anlässlich der Wiedervereinigung vor 25 Jahren.

Zwei der drei ostdeutschen DAX-Vorstände sind Frauen: Henkel-Managerin Kathrin Menges und Hauke Stars von der Deutschen Börse stammen aus der ehemaligen DDR und haben dort studiert; ebenso wie Torsten Jeworrek von Munich Re. Nach der Wende haben die drei Manager typische Konzernkarrieren bei westdeutschen Unternehmen gestartet.

„Wir erwarten, dass künftig deutlich mehr Manager mit DDR-Wurzeln in Vorständen zu finden sein werden, die aber auch wiederum jünger als der Durchschnitt sind. Ältere Führungskräfte aus der ehemaligen DDR hatten nie die Chance auf eine typische Konzernkarriere nach Westmuster“, sagt Personalexperte Jochen Kienbaum, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kienbaum Consultants International.

Die Dax-Vorstände mit Ost-Hintergrund sind jünger als der Durchschnitt: Das Durchschnittsalter aller DAX-Vorstände liegt bei rund 54 Jahren. Die Drei mit ostdeutschem Karrierestart sind hingegen rund 51 Jahre alt.

„Viele Unternehmen erkennen mittlerweile, dass Diversity in Führungspositionen wichtig ist, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Diversity bedeutet dabei nicht nur die regionale Herkunft, sondern auch das Geschlecht, die Religion oder auch fachliche und akademische Hintergründe. Diverse Teams lassen sich durch diverse Manager besser führen“, sagt Jochen Kienbaum.

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