(openPR) „Wer Politiker gerecht beurteilen will, sollte nicht vergessen, daß die meisten von ihnen nicht antreten, um die Probleme des Staates und der Bevölkerung zu lösen, sondern ihre eignen.“ (Prof. Querulix, Volksmund) Wir sollten ergänzen: Und die Probleme ihrer Klientel. Nur so ist verständlich, daß im reichen Deutschland Zukunftsinvestitionen unterlassen werden und die Kluft zwischen Arm und Reich sich immer schneller öffnet und vertieft.
Gut bezahlter Arbeit und eines sicheren Arbeitsplatzes werden sich künftig immer weniger Menschen erfreuen können. Automatisierung und Roboterisierung sowie die vernetzte Steuerung von logistischen und Fertigungsprozessen werden Millionen Arbeitsplätze, auf denen heute noch gut qualifizierte Menschen arbeiten und gut verdienen, überflüssig machen. Andererseits wird die Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse weiter zunehmen, von deren Entlohnung niemand leben kann.
Zugleich werden immer mehr Altersrenten nicht genügen, um damit den Lebensunterhalt zu bestreiten. Die mit realen Negativzinsen ruinierte private Altersversorgung wird zu einer schnellen Zunahme von Altersarmut führen.
In einigen Berufszweigen, zum Beispiel im sozialen Bereich sowie im Gesundheits- und Pflegebereich werden zwar mehr Arbeitsplätze entstehen. Das wird jedoch weder ein zahlenmäßiger Ausgleich sein, noch werden dort annähernd die Einkommen erreicht, die auf den wegfallenden Arbeitsplätzen erzielt werden können. Unterm Strich wird in Zukunft weniger und schlechter bezahlte Arbeit zur Verfügung stehen. Die Arbeitskräfte, die dann noch Vollarbeitsplätze bekommen, werden unter erhöhtem Leistungsdruck durch Arbeitsverdichtung und ständige Erreichbarkeit große Mühe haben, gesund das Renteneintrittsalter zu erreichen.
Nimmt man zur Kenntnis, daß heute schon ca. 1,5 Millionen Menschen keinen Dauerarbeitsplatz mehr haben, rund ein Viertel im Niedriglohnbereich tätig ist, und bedenkt man, welche Folgen das für die Lebensplanung der Betroffenen auf der einen und für die Gesellschaft auf der anderen Seite hat, bekommt man sicherlich eine gewissen Ahnung von dem, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt.
Weniger Einkommen bedeutet auch weniger Kaufkraft. Die Konsumnachfrage wird deshalb sinken. Das kann die Minderheit, die dann immer noch genug oder sogar unermeßlich viel verdient, nicht einmal annähernd ausgleichen. Den Ausgleich durch immer neue Exportrekorde herstellen zu wollen, ist illusorisch.
Wem es wichtig ist, den sozialen Frieden zu erhalten und zugleich die ökonomische Stabilität Deutschlands zu sichern, muß dafür sorgen, daß alle Mitbürgerinnen und Mitbürger lebenslang über ein Einkommen verfügen, das ihnen – wie es so schön heißt – ermöglicht, angemessen am sozial-kulturellen Leben teilzunehmen. Um das zu finanzieren, muß die Verteilung der Steuerlast von unten nach oben verschoben werden, was ohnehin nur gerecht wäre. Zugleich sollte endlich die Finanzierung von Sonderinteressen zahlreicher Lobbys durch Beihilfen und Subventionen zurückgefahren werden.
In einer mit Zahlen untermauerten Studie mit dem Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“, die vor wenigen Jahren erstellt wurde, wird gezeigt, daß der Irrweg in einen Zweiklassenstaat aufgehalten werden kann, bevor es zu größeren sozialen und Politischen Verwerfungen kommt. Die Studie zeigt, wie mit einem Grundeinkommen auf kostengünstige und gerechte Weise eine sozial besser integrierte und nachhaltig sozial wie auch wirtschaftlich stabile Gesellschaft geschaffen werden könnte. Was fehlt, ist bisher nur der Wille, die Chance zu nutzen: bei den einen, weil sie sich (irrtümlicherweise) nicht betroffen fühlen, bei anderen, weil sie (noch) gar nicht wissen, was in den kommenden Jahren auf sie zukommt, und bei den klaren Profiteuren des Status quo der Glaube, unbehelligt einfach so weitermachen zu können.
Die gegenwärtigen sozialen und politischen Entwicklungen in der Welt zeigen jedem, der Augen und Ohren offen hält, wohin der Weg führt. Wer auch in Zukunft angenehm, sicher und in Frieden leben will, sollte jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen.
Die genannte Studie (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]) ist für jeweils 9,95 Euro beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort wie in jeder gut sortierten (Internet-)Buchhandlung erhältlich.
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