(openPR) Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland Monatsbericht
Das Konjunkturgeschehen in Deutschland war in den letzten Monaten stark durch die Entwicklung im Nahen Osten geprägt. Der Krieg im Irak an sich, wie schonzuvor die Befürchtung seines Ausbruchs, hat Investoren und Verbraucher verunsichert. Dementsprechend hat sich das Geschäftsklima in der Gewerblichen Wirtschaft im März nach den Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests eingetrübt, was vor allem auf eine deutliche Zurücknahme der Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate zurückzuführen war. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Entwicklung der Geschäftserwartungen in Zeiten großer geopolitischer Risiken und globaler Schocks den tatsächlichen Konjunkturverlauf häufig nur unzureichend abbildet. So waren mit der Stabilisierung der weltwirtschaftlichen Lage nach dem 11. September 2001 die Geschäftserwartungen in der ersten Jahreshälfte des vergangenen Jahres zunächst kräftig nach oben gerichtet und sind dann in der zweiten Jahreshälfte wieder ebenso stark nach unten korrigiert worden.
Weitere wichtige aktuelle Konjunkturindikatoren zeigen derzeit jedoch einen vergleichsweise stabilen Verlauf mit leicht aufwärts gerichteter Tendenz. So wiesen im Januar+Februar die Industrieproduktion und insbesondere die Nachfrage in der Industrie im Verlauf eine deutlich aufwärts gerichtete Entwicklung aus. Die entsprechenden Vorjahresstände wurden dabei deutlich überschritten.
Auch die Entwicklung der Außenwirtschaft war trotz der deutlich angestiegenen Risiken auf den Weltmärkten vergleichsweise stabil. Die Warenexporte wie auch die Warenimporte zeigten im Januar+Februar - bei monatlichen Schwankungen – eine im saisonbereinigten Verlauf leicht aufwärts gerichtete Entwicklung. Ausfuhren und Einfuhren lagen dabei deutlich über den entsprechenden Vorjahresständen.
Auch das Umsatzvolumen im Einzelhandel erhöhte sich im Januar+Februar gegenüber November+Dezember. Dies deutet auf eine verhaltene, leicht positive Entwicklung der Verbrauchskonjunktur hin.
Die Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickeln sich nach wie vor sehr kritisch. So ist die Zahl der Arbeitslosen im März saisonbereinigt erneut deutlich angestiegen. Die Zahl der Erwerbstätigen war nach den bis Januar vorliegenden Ergebnissen anhaltend rückläufig.
Als nachlaufende Indikatoren dürften sich Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit mit einer deutlicheren Belebung der Konjunktur und zunehmender Wirkung der Arbeitsmarktreformen wieder positiver entwickeln.
Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im März wieder merklich abgeschwächt; vor dem Hintergrund des konjunkturellen Umfeldes sowie angesichts weiter rückläufiger Ölpreise ist auch in den nächsten Monaten mit einer anhaltend moderaten Entwicklung der Inflation zu rechnen.
Der Monatsbericht ist erhältlich beim
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