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Zur Entwicklung des Inlandsprodukts im 4. Quartal 2002

29.04.200411:19 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Nach den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) gab es im 4. Quartal 2002 eine Unterbrechung der konjunkturellen Erholung, die Anfang 2002 eingesetzt hat. Das BIP, das seit Jahresbeginn 2002 dreimal in Folge gegenüber dem Vorquartal zunahm, stagnierte im 4. Quartal des vergangenen Jahres in kalender-, saison- und preisbereinigter Rechnung. Damit war es im Schlussquartal 2002 um 0,5 % höher als ein Jahr zuvor, kalenderbereinigt um 0,7 %.



Für das Gesamtjahr 2002 bestätigen die jüngsten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes das erste vorläufige Jahresergebnis vom Januar. Danach nahm das Bruttoinlandsprodukt 2002 um real 0,2 % zu.

Die aktuellen Daten für das 4. Quartal und das Gesamtjahr 2002 entsprechen weitgehend den Annahmen zur statistischen Ausgangslage, die die Bundesregierung in ihrer aktuellen Jahresprojektion verwendet hat. Insbesondere dürfte der schwelende Irak-Konflikt die Wirtschaftsaktivitäten beeinträchtigt haben. Es bleibt jedoch dabei, dass die weltweiten wirtschaftlichen Auftriebskräfte - nach Einschätzung der internationalen Organisationen - im Verlaufe dieses Jahres stärker werden und dann auch in Deutschland Wirkung entfalten. Wichtige Indikatoren - wie der ifo Geschäftsklimaindex sowie Aufträge und Produktion in der Industrie - lassen erwarten, dass sich die Lage in der deutschen Wirtschaft eher verbessern als verschlechtern wird.

Eine Erholung der Inlandsnachfrage war im 4. Quartal vor allem bei den Ausrüstungsinvestitionen zu verzeichnen. Sie stiegen kalender-, saison- und preisbereinigt um 1,4 % gegenüber dem 3. Quartal. Auch die Bauinvestitionen nahmen leicht zu, nämlich 0,4 % gegenüber Vorquartal. Ein wichtiger Grund für die Zunahme der Ausrüstungs- und Bauinvestitionen dürfte u.a. der Ersatzbedarf zur Behebung der Flutschäden gewesen sein. Es könnte bei den Ausrüstungsinvestitionen, die seit Ende 2000 rückläufig waren, aber auch der Beginn eines Aufwärtszyklus sein; einige Indikatoren wie z.B. Produktionspläne und Aufträge deuten auf ein Ende der Talfahrt hin. Der Private Konsum trug nicht zur Besserung der Binnenkonjunktur bei.

Während im Vorjahresvergleich ein kräftiger Wachstumsimpuls vom Außenbeitrag kam (+1,2 %), verringerte sich der außenwirtschaftliche Einfluss im Laufe des Jahres. Im 4. Quartal glich der Rückgang des Außenbeitrags den Anstieg der Inlandsnachfrage in saison- und kalenderbereinigter Rechnung aus. Die Exporte stiegen nur wenig, Importe nahmen hingegen kräftig zu. Der stärkere Euro dämpft zwar tendenziell die Exportperspektiven, trägt aber andererseits zur Stabilisierung des Preisniveaus bei und entlastet Produzenten, Verbraucher und Exporteure. Per Saldo dürfte weiterhin eine Belebung der Konjunktur in Deutschland vom steigenden Welthandel ausgehen.

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