(openPR) - Zahl der Optimisten für die Aktienmärkte erreicht Rekordwert
- Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage positiver eingeschätzt
- Persönliche finanzielle Situation skeptischer beurteilt
Frankfurt, 8. Januar 2004 – Immer mehr Anleger erwarten steigende Aktienkurse, geht aus der Studie von Union Investment zum Anlegerverhalten im 4. Quartal 2003 hervor. Insgesamt war die Einschätzung der Aktienmärkte seit dem 2. Quartal 2001 nicht mehr so positiv. Auch die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland schätzen die Befragten besser ein als noch drei Monate zuvor.
Seit Anfang 2001 lässt Union Investment durch das Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise eine Erhebung zum Anlageverhalten durchführen. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Die aktuelle Befragung für das 4. Quartal 2003 fand in der Zeit vom 10. bis 18. November statt, also noch bevor sich Regierung und Opposition auf den Steuerkompromiss verständigten.
Aktienmärkte: Optimistischste Einschätzung seit mehr als zwei Jahren
Fast jeder Zweite (47 Prozent) erwartet in den nächsten sechs Monaten leicht oder sogar stark steigende Aktienmärkte. Eine solch positive Einschätzung gaben die Anleger zuletzt im 2. Quartal 2001 ab. Nur noch jeder Sechste (18 Prozent) glaubt dagegen, dass die Märkte leicht oder stark fallen werden. Seit dem ersten Quartal hatten sich im Jahr 2003 die Erwartungen für die Entwicklung der Aktienmärkte kontinuierlich verbessert.
Neuanleger stärker an Aktien(fonds) interessiert
Unter den Befragten, die aus ihrer Einschätzung der Aktienmärkte Konsequenzen ziehen werden, äußern die Aktien(fonds)besitzer überwiegend Kaufabsichten. Allerdings ging der Anteil derjenigen, die weitere Aktien(fonds) kaufen wollen von 47 Prozent auf 45 Prozent leicht zurück. Bei denjenigen, die noch keine Aktien(fonds) besitzen, planen jetzt 29 Prozent einen Kauf von Aktien oder Aktienfonds. Im vorangegangenen Quartal waren es lediglich 22 Prozent. Optimistischere Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland
Die wirtschaftliche Situation in Deutschland schätzen die Bürger erneut etwas positiver ein. Fast jeder Vierte (24 Prozent) glaubt inzwischen, dass sich die Situation verbessert. Im dritten Quartal waren 23 Prozent der Befragten dieser Meinung, im zweiten Quartal sogar nur 12 Prozent.
Persönliche Lage: Wieder etwas pessimistischer
Der Optimismus zur gesamtwirtschaftlichen Lage spiegelt sich noch nicht in der Einschätzung zur persönlichen finanziellen Situation wider. Lediglich 21 Prozent (nach 23 Prozent im dritten Quartal) rechnen damit, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation verbessern wird. Dagegen erwartet jeder Vierte (25 Prozent), dass sich seine persönlichen Finanzen verschlechtern werden. Im dritten Quartal zeigten sich lediglich 19 Prozent der Befragten derart pessimistisch. Allerdings gelang der im Vermittlungsausschuss erzielte Steuerkompromiss erst nach der Befragung durch Forsa.
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