(openPR) Noch mehr Demokratie
Wirtschaftsjunioren fordern Reformen am deutschen Parlamentarismus/ Start des zwölften Know-how-Transfers mit dem Deutschen Bundestag/ Fast ein Drittel der Abgeordneten im Austausch
Berlin, 09. Mai 2006. "Der deutsche Parlamentarismus muss durchschaubarer, schlanker und lebendiger werden." Das sagte German Drechsler, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland zum Start des Know-how-Transfers mit dem Deutschen Bundestag gestern Abend in Berlin. "Nur wenn die Bürger wissen, wer für was verantwortlich ist, und wenn sie sich selbst stärker am politischen Prozess beteiligen können, wird die Demokratie auch weiterhin von der großen Mehrheit getragen und verteidigt. Wir brauchen noch mehr Demokratie".
In "sieben Forderungen zum deutschen Parlamentarismus" plädieren die Wirtschaftsjunioren Deutschland für eine Abschaffung des Berufsparlamentarismus. Drechsler: "Nur wenn die Parlamentarier ihre Mandate im Nebenberuf ausüben, lässt sich ihre existentielle Abhängigkeit vermindern und der Kreis der im Parlament vertretenen Berufe erweitern". Darüber hinaus, schlagen die Wirtschaftsjunioren eine Erhöhung der Diäten, eine Senkung der Altersbezüge, die Einführung plebiszitärer Elemente, Internetwahlen, mehr Raum für bürgerschaftliches Engagement sowie eine verständlichere und moderne Politikvermittlung vor. Schließlich, so Drechsler, müsse auch die Föderalismusreform die politische Arbeit durchschaubarer machen: "Die Aufgaben dürfen nicht erneut zersplittert und Konflikte hinter geschlossenen Türen ausgetragen werden".
Mehr als 190 Mitglieder des Deutschen Bundestags haben sich für den zwölften Know-how-Transfer mit den Wirtschaftsjunioren Deutschland angemeldet. Damit nehmen in diesem Jahr erneut fast ein Drittel der Abgeordneten an dem Austauschprogramm mit der jungen Wirtschaft teil. Zwischen dem 08. und 12. Mai begleiten die Unternehmer und Führungskräfte jeweils einen Parlamentarier in seinem politischen Alltag. Ab Sommer treten die Abgeordneten dann ihre Gegenbesuche in den Unternehmen an.
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).
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