(openPR) Der Mindestlohn befindet sich in der Dauerdiskussion, obwohl er doch in einem modernen Staat, in dem die Sklaverei abgeschafft ist, gar kein Thema sein dürfte. Von seiner Arbeit soll in einem wohlhabenden Staat mit vielen wohlhabenden und etlichen tausend reichen Mitbürgerinnen und Mitbürgern jeder leben können, leben! nicht vegetieren.
Tatsache ist leider, daß Ausbeutung auch heute noch weit verbreitet ist. Einerseits können gerade die Wohlhabenden oft den Hals nicht voll genug bekommen und
Andererseits neigen viele der sozial Benachteiligten auch dazu, sich für Hungerlöhne zu verdingen, wegen chronischen, oft unverschuldeten Geldmangels oder weil sie sich überteuerte Modegegenstände anschaffen wollen, um „dabei zu sein“ und sich gut zu fühlen.
Es handelt sich bei diesen Ausbeutungsverhältnissen um eine typische wechselseitige materielle und emotionale Verstrickung, für die Täter und Opfer gleichermaßen verantwortlich sind. Abhilfe vermag nur eine Änderung der Rahmenbedingungen schaffen. In diesem Fall bestehen sie in der wechselseitigen Abhängigkeit. Beide profitieren von dem Ausbeutungsverhältnis: Der eine erhält eine billige Arbeitskraft, spart Geld, kann sich bereichern. Der andere verschafft sich die Mittel entweder, um seine Not zu lindern, oder für dringende Wünsche deren Erfüllung ihm sonst versagt wäre.
„Wenn es den Menschen nicht gelingt, die Räuber unter ihresgleichen in Fesseln zu legen, werden die Räuber die Menschen in Fesseln legen“, mahnt Prof. Querulix im Volksmund.
Durchbrechen läßt sich die wechselseitige Abhängigkeit, indem man der schwächeren Seite eine Wahl läßt. Im konkreten Fall hieße dies, die drängende wirtschaftliche Not der Armen zu beseitigen und ihnen ein Einkommen zu verschaffen, das nicht nur gerade die vegetative Existenz sichert, sondern eine angemessene Teilnahme am sozial-kulturellen Leben der Gesellschaft.
Da der Mensch als räuberisches Rudeltier, das er genetisch nun einmal ist, allenfalls egoistisches Interesse am Wohlergehen seiner Artgenossen hat, ist diese Lösung bisher in der sogenannten zivilisierten Welt noch nicht erprobt worden. Die Ausbeutung seiner Artgenossen ist dem starken und Menschentier so natürlich wie das sich Ausbeutenlassen dem schwachen. Nur sind sich viele Menschen inzwischen dieser Tatsache bewußt geworden. Und das ändert einiges. Ausbeutung ist, obwohl in unterschiedlichem Maße, auch heute noch weit verbreitet, nicht mehr selbstverständlich. Sie wird zunehmend als mit der Würde des Menschen unvereinbar betrachtet.
Das ist auch der Beweggrund des Verfassers einer lesenswerten Studie zur Verhinderung von Ausbeutung. Sie trägt den Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer – Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“. In der mit Zahlen unterlegten Studie werden Zweck und Machbarkeit eines Grundeinkommens aufgezeigt und seine mögliche Wirkung als Triebfeder für die Entwicklung einer sozial gerechteren, dem Allgemeinwohl verpflichteten Gesellschaft, in der zudem auch die ökonomische Basis besser gesichert wäre als im neoliberalen Beutekapitalismus.
Daß Menschen nicht unbedingt vernünftig handeln, wenn der Macht- und Beutetrieb sie gepackt hat, beweist die Geschichte. Moral muß anerzogen werden, das ist das Schwierigste, solange die schlechten Vorbilder die Lebenserfahrung dominieren. Aber es gibt keinen anderen Weg, um ein friedliches Miteinander auf Dauer zu gewährleisten.
Diejenigen, die Deutschland in den vergangenen 30 Jahren regierten, haben so gut wie alle wichtigen Zukunftsinvestitionen versäumt. Die soziale Sicherung vieler Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger liegt spätestens seit den Agenda-„Reformen“ im Argen. Die geradezu explosionsartige Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse verschärft diese Fehlentwicklung noch und die EZB-Politik der realen Negativzinsen, die private Altersversorgungen vernichtet und private Krankenversicherungen für viele unbezahlbar macht, treibt die soziale Entwicklung in den politischen Gefahrenbereich. Die absehbaren wirtschaftlichen und sozialen Turbulenzen im Gefolge der nicht gelösten weltweiten Finanzkrise werden die Lage weiter verschärfen. Zu befürchten ist allerdings, daß erst gefährliche politische Zuspitzungen oder blutige Unruhen die Verantwortlichen der polit-ökonomischen Klasse zur Besinnung bringen.
Die Studie „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer – Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]) ist im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung für 9,95 Euro erhältlich.
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