(openPR) Am 28. April 2006 hielt sich der Präsident der Republik Belarus Alexander Lukaschenko zu einem Arbeitsbesuch in der Russischen Föderation auf.
In Sankt-Petersburg führte das belarussische Staatsoberhaupt Gespräche mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Ein breites Spektrum von Themen wurde besprochen, darunter der aktuelle Stand der Integrationsprozesse zwischen Belarus und Russland und im Rahmen der GUS, die bilateralen Handelsbeziehungen, Zusammenarbeit im Energiebereich, außenpolitische Koordinierung sowie allgemeine Lage in der Region.
Vor dem Beginn des Treffens hat Alexander Lukaschenko betont, dass die Tagesordnung „nicht wegen der vielen ungelösten Probleme“ so breitangelegt sei, sondern weil es „zahlreiche gemeinsame Fragen“ gäbe. Nach seinen Worten, sei die aktuelle Situation in Belarus, wie auch vor den Präsidentschaftswahlen, ruhig, die Menschen gingen ihrer Arbeit nach, die Wirtschaft funktioniere.
„Dies geschehe trotz allmöglicher politischer Turbulenzen um das Land herum und trotz Versuche gewisser Personen im Lande, sich als Oppositionelle zu profilieren“, – hob der belarussische Präsident hervor.
Alexander Lukaschenko führte weiter aus, dass „die Zeit der Emotionen bald vorbei sein wird, es kommt die Zeit des pragmatischen Handelns“. Nach seiner Einschätzung seien Europäer und US-Amerikaner, ungeachtet des ganzen Rummels, auf positive Zusammenarbeit eingestellt, und diese finde auch statt – in lebenswichtigen, von gegenseitigem Interesse geprägten Bereichen, vor allem in der Wirtschaft.
Die Frage des russischen Präsidenten in Bezug auf Perspektiven der Konsolidierung der politischen Kräfte nach den Wahlen beantwortend, erklärte Alexander Lukaschenko, dass diese selbstverständlich sehr wichtig sei, aber für Belarus stelle sie kein Problem dar. Fast die ganze Bevölkerung habe für den amtierenden Staatschef ihre Stimme abgegeben.
Wladimir Putin betonte, dass er sich sehr freue, seinen belarussischen Kollegen nach der abgeschlossenen politischen Kampagne in Belarus wieder zu sehen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass alle früher besprochenen Pläne verwirklicht und die noch bestehenden Probleme gelöst werden.
Nach offiziellen Verhandlungen wurde ein Arbeitsfrühstück vom Präsidenten der Russischen Föderation zu Ehren des Präsidenten der Republik Belarus gegeben, danach setzten beide Staatschefs ihre Gespräche in informeller Atmosphäre fort.
Am 28. April abends ist Alexander Lukaschenko nach Minsk zurückgekommen.
Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland
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