(openPR) Der Deutsche Mieterbund ist schier am Verzweifeln. Denn nach seinen Recherchen legen mehr als 80 Prozent der Haus- und Wohnungsbesitzer keinen Energieausweis vor. Dabei ist das vom Gesetzgeber vorgeschrieben und wird bei Missachtung mit hohen Geldbußen geahndet.
Stefan Back, ein erfahrener Immobilienkaufmann aus dem unterfränkischen Kitzingen, weiß auch, woran das liegt: „Es sind die fehlenden Kontrollen seitens der Behörden“, sagt er und verweist darauf, dass es nicht einmal Stichproben gibt und auch nur vier Bundesländer bei Bürgerbeschwerden tätig werden. „Eigentlich ist der Energieausweis für viele Hausbesitzer nur eine lästige Pflicht, die sie erst mal vermeiden wollen“, sagt Back und spricht von einem Papiertiger, der kaum ernst genommen wird. Besonders die Immobilienanbieter nehmen die Ausweispflicht auf die leichte Schulter und reagieren selbst bei Nachfrage bestenfalls mit einer Hinhalte-Taktik, eher aber mit Nicht-Reagieren. So ist es auch fast schon verständlich, wenn sich Verbände und die Deutsche Umwelthilfe bei der Bundesregierung dafür einsetzen, dass im Rahmen der für 2016 geplanten Überarbeitung des EnEV gesetzliche Maßnahmen geschaffen werden. Maßnahmen also, die eine Ausweisung der Energie-Effizienz verbindlich regeln. Wie ein strengerer Vollzug aber in der Praxis aussehen könnte, wissen auch sie nicht.











