(openPR) Nach den aktuellen Statistiken zählen wir in Deutschland mehr als 1,8 Millionen Eigentümergemeinschaften mit fast zehn Millionen Wohnungen. Einen guten Haus- oder Wohnungsverwalter zu finden, ist nicht immer einfach, denn dessen Aufgaben und Verantwortlichkeiten haben sich im Laufe der letzten Jahre gravierend geändert. Martin Käßler vom Dachverband Deutscher Immobilien-Verwalter kennt viele Fälle, in denen Verwalter schlichtweg überfordert sind. Das geschieht meistens dann, wenn die Verwaltung „nebenbei“ und nebenberuflich gemacht wird. Nicht nur der DDIV rät Haus- und Wohnungsbesitzern von solchen vordergründig oft billigen Lösungen ab und sagt: „Unter 300 bis 400 Einheiten kann kein Verwalter rentabel arbeiten. Und für zehn oder zwölf Euro je Wohnung auch nicht“.
Auch Stefan Back, ein erfahrener Immobilien-Experte aus dem fränkischen Kitzingen, warnt: „Ich muss mehr als 50 Gesetze beachten, mich mit zahlreichen Verordnungen beschäftigen und wissen, wie ich einen Wirtschaftsplan erstelle. Ich trage die Verantwortung für viele Konten-Bewegungen und Auftragsvergaben“. Back weiß, wovon er redet, denn er betreut in erster Linie kleinere Einheiten und deren Besitzer, die neben der Rendite auch eine perfekte Jahresabrechnung und eine gewissenhafte Betreuung der Immobilien erwarten. Der Experte aus Franken stimmt mit seinem Verband überein, wenn es um die Forderung nach Mindeststandards für die WEG-Verwalter geht.
„Ich bin selbst gut ausgebildet und habe viel in diese Qualifikation investiert. Warum also nicht einen Sachkundenachweis und eine IHK-Prüfung verlangen, bevor sich jemand an die Verwaltung eines Immobilien-Vermögens oft in Millionenhöhe macht?“ Es gibt inzwischen erste Signale, dass das Bundeswirtschafts-Ministerium eine Regulierung anstrebt. Dann wäre die niedrige Einstiegshürde für Möchtegern-Verwalter Vergangenheit.











