(openPR) 32. Horber Schienen-Tage vom 19. bis 23. November 2014
'Zukunft der Bahn in einer geänderten Mobilitätswelt'
In den über drei Jahrzehnten, die die Horber Schienen-Tage die Entwicklung der Verkehrspolitik begleiten, hat sich nicht nur das Mobilitätsumfeld, sondern auch die gesamte Gesellschaft geändert. Nach wie vor gilt aber: Die Schiene kann nicht isoliert betrachtet werden, sie bildet das Rückgrat eines Verkehrssystems, das in vielfältiger Wechselwirkung mit der Gesellschaft steht.
Die Horber Schienen-Tage wollen einigen Aspekten dieser Wechselwirkung nachgehen und Handlungsmöglichkeiten für Interessierte aufzeigen.
Im Mittelpunkt der fünftägigen Veranstaltung stehen Vorträge und Diskussionen, zwei Exkursionen zu Verkehrsprojekten und der mittlerweile 6. Jugendnahverkehrstag. Für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Verkehrs wird wieder der Förderpreis der Horber Schienen-Tage vergeben.
Dieses Jahr finden unter anderem Vorträge zu den Themen „Neue Strecken im Nahverkehr auf der Schiene“, „Entwicklungen im SPNV“, „Rahmenbedingungen für den Güterverkehr“, „Bau und Erhalt von Infrastruktur“, „Entwicklung bei Fernbussen“ und der „Schienenverkehr in Baden-Württemberg“ statt. Zu letzterem Vortragsthema wird der baden-württembergische Verkehrsminister, Herr Winfried Hermann, sprechen.
Die Exkursionen am Mittwoch und Sonntag beschäftigen sich mit dem neuen Verkehrsangebot in der Region Heilbronn (Stadtbahn Neckarsulm) und dem modernen Stadtverkehr in Ulm und Umgebung.
Interessenten, die an der Tagung bzw. an den Exkursionen teilnehmen möchten, können sich ab sofort im Internet unter http://horber.schienen-tage.de/ über das komplette Programm informieren und anmelden.
Markus O. Robold
Trägerverein Horber Schienen-Tage e.V.
Postfach 240
83089 Bad Endorf
Fon: +49 (0)7195/95201-0
Fax: +49 (0)7195/95201-11
E-Mail:
http://horber.schienen-tage.de/
Über das Unternehmen
Die Horber Schienen-Tage entwickelten sich ...
... in dreißig Jahren aus einer lokalen Gesprächsinitiative zur größten deutschsprachigen Fachtagung zum Thema "Schiene", die jedermann offensteht. 1983 trafen sich auf Initiative von Kurt Bielecki am Schienenverkehr Interessierte zur Diskussion. Der Zustand der Deutschen Bundesbahn und ihr Rückzug aus der Fläche gaben Anlaß zur Besorgnis. Seither bieten die Horber Schienen-Tage jedes Jahr Ende November allen Interessierten Gelegenheit zur Fortbildung, Diskussion und für Kontakte zwischen den Teilnehmern aus Industrie, Verbänden, Verkehrsbetrieben, Politik und Wissenschaft. Beruflich oder ehrenamtlich in der Verkehrspolitik oder im Schienenverkehr Tätige können hier auf gleicher Augenhöhe miteinander sprechen.
Das Thema "Schiene" betrachten die Horber Schienen-Tage nicht isoliert und als Selbstzweck, sondern als wesentlichen Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft. Schienenverkehr und Technik dürfen faszinieren, Reisen soll Spaß machen. Kritische Fragen sind nicht tabu.
Erläutert an aktuellen Beispielen werden auch langfristige Entwicklungen der Verkehrspolitik faßbar. Damit konnten wesentliche Weichenstellungen zugunsten der Schiene mit eingeleitet werden. Manche heute selbstverständlichen Errungenschaften wurden erstmals in Horb am Neckar vorgestellt. Die erste Vorstellung des Modells einer Bahncard nach Schweizer Vorbild führte zu einem Aufschrei, heute ist sie selbstverständlich. Dr. Göbertshahn hielt 1990 einen Grundsatzvortrag zum Taktverkehr: "Unsere Bahn wird taktvoll". Was damals kontrovers diskutiert wurde, markierte rückschauend betrachtet den Anfang einer Neuausrichtung des Nahverkehrs auf der Schiene.
Fragen der Nachhaltigkeit des Verkehrs standen ebenfalls von Anfang an mit auf der Themenliste. Sehr früh wurde eine Internalisierung externer Kosten bei allen Verkehrsarten gefordert. Bis heute ist diese Problematik ungelöst. Damit sind verschiedene Verkehrsarten in Bezug auf ihre Umweltwirkung nur schwer vergleichbar, der intermodale Wettbewerb bleibt weiterhin verzerrt. Güterverkehr und kombinierter Verkehr, Energieeinsparung oder alternative Treibstoffe, all diese Themen finden sich regelmäßig auf dem Programm. Wegen ihres Engagements für nachhaltigen Verkehr wurden die Horber Schienen-Tage bereits 1988 mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet.
Regelmäßig stehen die Horber Schienen-Tage im Dialog mit der Politik. Praktisch von Anfang an waren die Stadt Horb und die örtlichen Abgeordneten in den Dialog eingebunden. Seit mehr als fünfzehn Jahren stellen sich regelmäßig Abgeordnete des deutschen Bundestages, und zwar Mitglieder des Verkehrsausschusses, bei den Horber Schienen-Tagen der Diskussion. Zugleich konnte der Dialog mit der Industrie intensiviert werden, alljährlich ist mindestens eine Sitzung für die Vorstellung neuer Konzepte und aktueller Produkte vorgesehen.