(openPR) Die Klinik Lindberg hat 2008 ein neues Herzgefässzentrum eröffnet und mit dem Operationsroboter „da Vinci“ eine Innovation nach Winterthur gebracht. Die steigenden Patientenzahlen und die stärkere Auslastung der privat geführten Klinik zeigen, dass das Angebot in der Region Winterthur einem Bedürfnis entspricht.
Die Klinik Lindberg ist seit der Neuausrichtung im Jahr 2006 kontinuierlich gewachsen. Die Zahl stationärer Eintritte stieg 2008 um 10 Prozent auf 2534 Patienten. Die Aufent¬haltsdauer blieb mit durchschnittlich 7,1 Tagen pro Patient praktisch auf Vorjahresniveau (7 Tage). Die Bettenauslastung war mit 82 Prozent wieder besser als im Vorjahr. Die Pflegestunden auf der Intensivstation nahmen um 49 Prozent auf 8722 zu. Der Personal¬bestand der Klinik Lindberg ist mit dem Ausbau ebenfalls weiter gewachsen – und zwar um 6 Prozent auf 220 Vollstellen. Der Umsatz hat sich um 10 Prozent auf 35,8 Millionen Schweizer Franken erhöht.
Ambulante Behandlungen und Notfälle stark angestiegen
Besonders gross war das Wachstum im ambulanten Bereich. Hier verzeichnete die Klinik Lindberg ein Plus von 40 Prozent. Dies ist hauptsächlich der zunehmenden Auslastung der Notfallstation zuzuschreiben. In Notfallsituationen haben 2532 Personen die Klinik Lindberg gewählt. Das sind 23 Prozent mehr, als die interdisziplinäre Notfallstation ein Jahr zuvor verzeichnete. Die Wartezeit betrug durchschnittlich 10 Minuten, die Aufent¬haltsdauer 2,3 Stunden. Die Institute und Praxen, welche die Klinik Lindberg beherbergt, behandelten 2008 zudem rund 34'000 Patienten ambulant, was ein Wachstum von 42 Prozent bedeutet.
Spezialisierung in der Medizin fortgesetzt
Die Fokussierung auf medizinische Leistungszentren wurde 2008 fortgesetzt. Ziel ist es, durch modernste Medizintechnik und erstklassige Fachärzte eine hohe Qualität in der Patientenbetreuung sicherzustellen. Die Schwerpunkte Übergewichtsmedizin, Medizin des Bewegungsapparates, Innere Medizin, Notfall- und Unfallmedizin, Schmerztherapie und Medizin für die Frau hat die Klinik Lindberg 2008 durch ein Herzgefässzentrum und eine Praxis für Kardiologie ergänzt. Ein renommiertes, siebenköpfiges Ärzteteam, das in Zürich bereits das Herzgefässzentrum an der Klinik Im Park führt, betreut nun auch in Winterthur Herzpatienten. Das neu gebaute Herzkatheterlabor entspricht modernsten Anforderungen und erlaubt invasive Behandlungen wie zum Beispiel das Einsetzen von Gefässstützen oder die Implantation von Defibrillatoren bei lebensbedrohlichen Herz¬rhythmusstörungen. Die Praxis für Kardiologie von Dr. med. Rubina Syed ergänzt das Angebot des Herzgefässzentrums im Bereich der nicht invasiven Kardiologie.
Präziseste Eingriffe mit Robotertechnologie
Mit dem Erwerb des Operationssystems „da Vinci“ hat die Klinik Lindberg in Sachen Medizintechnologie einen weiteren grossen Schritt in die Zukunft gemacht. Der Roboter wird vor allem in der Urologie eingesetzt und ermöglicht präzise chirurgische Eingriffe. 2008 hat der Urologe Dr. med. Mario Largo bereits 40 erfolgreiche Operationen mit Hilfe von da Vinci durchgeführt. Am häufigsten kommt der Roboter bei der Entfernung der Prostata zum Einsatz. Auch in der Bariatrie, der chirurgischen Behandlung von Über¬gewicht mit Magenband oder -bypass, leistet da Vinci nützliche Dienste.
International anerkannte Forschung am Adipositaszentrum
Die Ausbreitung von Übergewicht gehört weltweit zu den grössten gesundheitlichen Problemen. Das Team um PD Dr. med. Fritz Horber therapiert einerseits übergewichtige Menschen und erforscht anderseits auch die Ursachen von Übergewicht, um die Krankheit besser verstehen und behandeln zu können. Allein 2008 hat Dr. Horber an neun international bedeutenden Studien mitgewirkt, die sich in erster Linie mit der Erforschung von Übergewichtsgenen und Behandlungsstandards bei Adipositas befasst haben. Heute sind 15 Genvarianten bekannt, die zu Übergewicht führen können. Sie sind alle im Gehirn lokalisiert und mit Essverhalten sowie Energieregulation verbunden. Die Ergebnisse erlauben zu verstehen, warum die einen Menschen bei gleicher Ernährung und Aktivität übergewichtig werden, während andere schlank bleiben.
Eine Studie, welche das Adipositaszentrum mit rund 400 Patienten während sieben Jah¬ren durchgeführt hat, zeigt auf, dass eine Magenbandoperation das metabolische Syn¬drom (Übergewicht, Bluthochdruck, und Diabetes Typ 2) bei einer Mehrheit der Patienten massiv reduziert. Zusätzlich konnte die Sterblichkeit um über 60 Prozent in den sieben Jahren reduziert werden. Die guten Resultate wurden unter anderem aufgrund der persönlichen Nachbetreuung der Patienten erreicht.
Ambitioniert ins neue Geschäftsjahr
2009 will die Klinik Lindberg weiter wachsen, gleichzeitig aber auch eine hohe Qualität sicherstellen. 2008 hat die Klinik Lindberg erfolgreich die Requalifikation der Swiss Leading Hospitals bestanden und gehört damit weiterhin zu den besten Privatkliniken der Schweiz. Zudem können die Mitarbeitenden und Ärzte der Klinik Lindberg seit Frühling 2008 über das CIRS (Critical Incidence Reporting System) unerwartete Ereignisse melden und durch bewusstes Handeln erkannte Fehler reduzieren. Im laufenden Jahr wird die ISO-Zertifizierung des Qualitätsmanagements angestrebt.









