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Thüringer NSU-Ausschuss verweigerte Befragung von V-Mann Tino Brandt

26.09.201419:21 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Der einstige V-Mann des Verfassungsschutzes, Tino Brandt, wurde vom Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss aus politischen Gründen nicht befragt. Diesen Vorwurf erhob der frühere FDP-Landtagsabgeordnete Heinz Untermann im Monatsmagazin COMPACT (Ausgabe 10/2014; compact-online.de). „Die anderen Fraktionen hatten die Ladung Brandts, die wir von der FDP zwei Mal beantragt hatten, abgelehnt, und zwar mit dem Argument, ihm dürfe keine Bühne geboten werden. Das halte ich für ein falsches Argument. Die FDP-Fraktion hatte gehofft, Brandt hätte zur Arbeitsweise des Thüringer Verfassungsschutzes und zum Verbleib des untergetauchten Trios Auskünfte geben können. Auch zu der Frage, ob er während seiner Zeit als V-Mann Hinweise zu möglichen Durchsuchungsmaßnahmen der Sicherheitsbehörden erhalten hat, hätte er etwas sagen können. Danach hätte man immer noch die Glaubwürdigkeit seiner Aussage bewerten können. Aber ihn von vornherein abzulehnen, war nicht zielführend“, sagte der Politiker, der selbst Mitglied im Ausschuss war.

Zugleich attestierte Untermann dem Untersuchungsgremium eine ungenügende Aufklärungsarbeit. „Der Ausschuss war unter Zeitdruck. Wir konnten vieles nicht aufklären. (…) Unaufgeklärt blieben auch Hinweise auf einen dritten Rucksack im Wohnmobil. Wobei die gesamte Spurensicherung im Wohnmobil höchst unprofessionell war. So ist etwa ein Videofilm unauffindbar, der direkt nach Öffnung des Caravans gedreht wurde. Und was die Gegenstände und Spuren im Wohnmobil angeht: Da muss man immer beachten, dass der Wagen schon wenige Stunden nach Auffindung der Toten abtransportiert wurde“, so der FDP-Politiker gegenüber COMPACT.

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