(openPR) Die Explosion des Luftverkehrs in Europa während der letzten zwanzig Jahre hat den Transport auf diesem Kontinent völlig umgestellt. Eine Menge Billigfluglinien sind aufgetaucht, und sie konkurrien jetzt mit den seit langem etablierten klassischen Fluggesellschaften. Außerdem ist das Auslandsreisen jetzt eine Möglichkeit für einen größeren Anteil der Bevölkerung. Die Tatsache ist, dass die Verbraucher jetzt mehr Auswahl haben, wenn es um Reisen geht.
Mehr Auswahl bedeutet auch eine bessere Dienstleistung. Passagiere mit einer Auswahl an Reiseoptionen werden fast immer von entweder der günstigen Option oder von der der besten Qualität angezogen. Im Laufe der Zeit werden die Fluggesellschaften sich bemühen, die zwei Elemente auszugleichen, um mehr Kunden zu locken, etwas, das nur vorteilhaft für die Verbraucher sein wird.
Dennoch, sind die Himmel Europas als Folge stark überlastet. Flugverspätungen sind jetzt häufiger als vor zwei Jahrzehnten. Das ist einfach logisch. Mehr Flugzeuge in der Luft führt zu mehr Verkehr. Und mehr Verkehr bedeutet mehr Mühe für Fluglotsen.
Es sieht aus, als ob dieses Problem nicht nur Europa betrifft. Experten haben diese Woche davor gewarnt, dass Asien in den kommenden Jahren vor einem ähnlichen Problem stehen könnte. Bestimmte Flugstrecke sind zum Zerreißen gespannt und erreichen bald den Sättigungspunkt, insbesondere Hong Kong und Singapur, zwei wichtige Drehkreuze für Fluggesellschaften, die nach Europa und den Vereinigten Staaten fliegen.
Schätzungen deuten darauf hin, dass der Fluggastverkehr in Asien zwischen 2014 und 2017 um fast 6% pro Jahr wachsen wird. Der Fluggastverkehr Europas dagegen wird voraussichtlich um weniger als 4% steigen, ebenso wie der der Vereinigten Staaten. Auf den ersten Blick scheint es, dass Europa nicht dafür ausgerüstet ist, solche Veränderungen zu verkraften, zumindest ohne wesentliche Änderungen.
Das Hauptproblem ist das Fehlen einer übereinstimmenden Meinung und einer intergrierten Flugreisen Politik unter den asiatischen Ländern. Anders als in Europa, dessen Staaten – sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch außerhalb seiner Grenze – sich an der Idee eines einheitlichen europäischen Luftraums halten, indem der Luftraum von einer paneuropäischen zwischenstaatlichen Vereinigung reguliert wird, arbeiten die asiatischen Staaten nur zurückhaltend zusammen. Es gibt einen begrenzten Austausch von Information, und zum größten Teil betreibt jedes Land seinen eigenen Luftraum.
In einer Weltgegend, wo die politische und wirtschaftliche Integration noch weiter gehen muss, um die Errungenschaften Europas in den letzten 20 Jahren abzugleichen, ist die Aussicht auf Änderung nicht so gut. Ein Experte ist soweit gegangen zu sagen, dass wenn man dieses Modell nicht reformiert, erwarten die Himmel des Kontinents einen Verkehrsinfarkt.
Wenn diese Situation sich ereignen würde, würde es mehr Probleme als nur Störungen geben. Das könnte möglicherweise auch eine schere finanzielle Auswirkung auf die Fluggesellschaften haben.
Nach Europarecht steht den Passagieren bis zu 600 Euro Entschädigung im Fall von Flugverspätung (http://www.refund.me/de/flugverspaetung/) oder Flugausfall zu. Seit der Einführung der Verordnung im Jahr 2004, schulden die Fluggesellschaften den Passagieren Milliarden Euro. Neue Gerichtsurteile in Großbritanien haben endlich die Debatte darüber, ob die Fluggesellschaften für solche Probleme haften, abgeschlossen, und es ist wahrscheinlich, dass die Airlines in der Zukunft noch mehr auszahlen müssen werden.
Wenn dieses Prinzip asienweit angewendet würde, wären die Folgen für die Fluggesellschaften riesengroß, da diese Region vor einem wachsendem Luftverkehr und Störungen steht. Gerade diesen Monat hat die vietnamesische Luftfahrtbehörde angekündigt, dass den von Flugstörungen betroffenen Passagiere Entschädigung zustehen wird, und andere Länder könnten auch dem Beispiel folgen.
Es bleibt abzuwarten, ob die Vorschläge angenommen werden, nicht nur in Vietnam aber auch in anderen Ländern der Region. Die Idee steht aber zur Diskussion, und mit unischeren Aussichten für die Luftfahrtindustrie in Asien, blicken die Fluggesellschaften bestimmt nervös in die Zukunft.














