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Waldorfschulen als stabiler Wirtschaftsfaktor

17.09.201412:30 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
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Waldorfschulen als stabiler Wirtschaftsfaktor
Waldorfschulen als stabiler Wirtschaftsfaktor

(openPR) Hamburg/Stuttgart, 16. September 2104/CU. Eine Zunahme im Schülerbestand entgegen dem allgemeinen Trend der rückgängigen Schülerzahlen, solide finanzielle Grundlagen sowie ein verlässliches und stetig steigendes Engagement von Lehrern und Eltern kennzeichnen den Jahresabschluss 2012, den der Bund der Freien Waldorfschulen jetzt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildungsökonomie der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter für alle Waldorfschulen vorgelegt hat.



„Mit dem jährlichen Gesamtjahresabschluss und seiner Offenlegung übernehmen die Waldorfschulen bereits seit Jahrzehnten eine besondere Vorbildfunktion in der Bildungslandschaft“, betonte Prof. Steffen Koolmann vom Institut für Bildungsökonomie dazu. Die Freien Waldorfschulen sind die einzigen Schulen, die jedes Jahr über eine solche Präsentation eines Gesamtjahresabschlusses ihren Haushalt komplett offenlegen. Die Waldorfschulbewegung werde mit diesem jährlichen Finanzbericht dem Anspruch auf Dokumentation und Transparenz gerecht, den die Öffentlichkeit zu Recht mit der Vergabe öffentlicher Mittel verknüpfen könne, so Koolmann weiter.

Hatten die Waldorfschulen im Wechsel vom Schuljahr 2011/2012 zum Schuljahr 2012/2013 mit 84.763 SchülerInnen noch eine Abnahme von 102 SchülerInnen zu verzeichnen, so gibt es im Schuljahr 2013/2014 in der Bundesrepublik 232 Schulen, die von 85.103 SchülerInnen besucht werden. Dies bedeutet eine Zunahme um 340 SchülerInnen – und das bei einer zunehmenden Wettbewerbssituation zwischen den Schulen. Für die öffentlichen Schulen wird in diesem Zeitraum ein Schülerrückgang in Höhe von 1,5 Prozent ausgewiesen.

Positiv zu sehen ist auch die Entwicklung der letzten Jahre in Bezug auf die langfristige Verschuldung der Waldorfschulen. Seit 2009 sinkt diese kontinuierlich; konsequenterweise mit ihr auch die Zinslast. Diese reduzierte sich in diesen Jahren immerhin um 18 Prozent (= 3,2 Mio. €). Ähnlich günstig hat sich auch die Liquiditätsreserve der Schulen entwickelt, die im vorliegenden Jahresabschluss erstmals erhoben worden ist: Sie beläuft sich mittlerweile auf 74 Tage und entspricht damit den üblichen kaufmännischen Anforderungen an finanzielle Reservehaltung.
Eine wesentliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr hat sich beim wirtschaftlichen Jahresergebnis gezeigt: in diesem Jahr haben mehr Schulen ein positives Ergebnis ausweisen können. In 2012 ist die Bilanzsumme der 176 Waldorfschulen im Konsolidierungskreis um ca. 17 Mio. € (1,5 Prozent) auf ca. 1.135 Mio. € angewachsen.

Die regelmäßigen Erträge der Waldorfschulen ergeben sich aus der öffentlichen Finanzhilfe der Länder einerseits und den Elternbeiträgen andererseits. Sie verhalten sich zueinander wie ca. 2,7:1.

Im Jahresabschluss zeigt sich, dass die laufenden Schulbetriebskosten (personelle Aufwendungen und Sachmittelausgaben, ohne Zinsen und Aufwendungen für Abschreibungen) in Höhe von 552 Mio. € nur zu 71,2 Prozent durch die regelmäßige Finanzhilfeleistung der öffentlichen Hand ausgeglichen werden. Die Deckung des Restetats der Schulen muss durch Elternbeiträge in Höhe von 148 Mio. € und Spenden in Höhe von 18 Mio. € geleistet werden.

Auch langfristig ergibt sich eine stetige Steigerung des Anteils, den die Eltern zur Finanzierung der Waldorfschulen leisten. Im Vergleich der letzten fünf Jahre stiegen die staatlichen Beiträge je Schüler, die bis 2008 stetig gefallen waren, nur marginal, während der Elternanteil im selben Zeitraum absolut um 11 Prozent gestiegen ist. Die Waldorfschulbewegung wird von etwa 58.000 Elternhäusern getragen.

In den Jahresabschluss 2012, den die Abteilung Bildungsdaten und-analysen beim BdFWS in Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildungsökonomie an der Alanus Hochschule erstellt hat, sind 176 Waldorfschulen mit 77.473 Schülern (von insgesamt 229 Schulen mit 84.865 Schülern im Bund der Freien Waldorfschulen) einbezogen. Er ist damit aussagekräftig für die Gesamtheit der bundesdeutschen Waldorfschulen.

Der Bericht des Instituts schließt mit dem Hinweis, dass der Gesamtjahresabschluss allerdings nicht wiedergeben kann, was an den einzelnen Schulen an ehrenamtlicher Arbeit und Leistung erbracht wird: LehrerInnen, MitarbeiterInnen, Eltern und Freunde bringen sich so in das Schulganze ein, dass ein zahlenmäßig nur schwer zu erfassender Mehrwert entsteht, der diese spezifische Schulform letztendlich erst möglich macht.

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