(openPR) Berliner Umschau: Brasilianische Polizisten protestieren gegen niedrige Gehälter
Die Polizisten in Brasilien sind völlig unterbezahlt. Dies führt zum erwünschten Effekt: Sie sind leicht zu bestechen. Von einer neuen Art des Beamtenprotestes berichtet die internetbasierte Tageszeitung Berliner Umschau ( www.berlinerumschau.de ) in ihrer heutigen Ausgabe. Wer genügend Geld hat, ist fast von polizeilicher Verfolgung befreit. Nun haben die Zivilpolizisten in Rio de Janeiro eine neue Form des Protestes gegen die niedrige Bezahlung gefunden: Sie machen Dienst nach Vorschrift. Sie drangen in ein bekanntes Bordell in der Innenstadt ein und nahmen alles fest, was Mensch war, etwa 70 Personen.
Prostitution ist in Brasilien - wie auch in vielen anderen Ländern - offizielle verboten, aber faktisch geduldet. In allen Ländern, in denen Religionen starken Einfluß auf die Politik haben, ist Heuchelei angesagt. Diese ‚negative Gesetzeslücke’ wollen die Polizisten nun ausnutzen, indem sie dem Gesetz zur Geltung verhelfen. Sie kündigten auch schon an, dies noch auf eine weitere illegale, aber geduldete Aktivität auszudehnen, das verbotene Glücksspiel unter der Bezeichnung ‚Jogo do bicho’ (Tier-Spiel), in Brasilien ein absoluter Renner.
Das Tier-Spiel ermöglicht kleine Gewinne und ist extrem beliebt bei der armen Bevölkerung. In Rio de Janeiro kann man auf der Strasse an bekannten Orten Leute auf einem Stuhl sitzen sehen, die ein Schreibbrett mit einem vorgedruckten Block auf dem Schoß haben. Dort kann man für wenige Reais auf Symboltiere wetten, die für Zahlen stehen (das war ursprünglich ein Spiel für Analphabeten).
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