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Arbeitgeber sind skeptisch beim Mindestlohn

10.07.201418:36 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) (Mynewsdesk) Arbeitgeber sind skeptisch beim Mindestlohn

• Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Adecco Gruppe: Jeder zweite Entscheider befürchtet negative Effekte für den Arbeitsmarkt
• Die Kontrolle der Einhaltung des Mindestlohns könnte aus Sicht der Unternehmen auch zu viel Bürokratie verursachen


• Sie erwarten aber Schutz vor Lohndumping

Düsseldorf, 10.07.2014 – Deutsche Arbeitgeber zeigen sich bei der flächendeckenden Einführung des Mindestlohns zwiegespalten. Sie verbinden mit der Zahlung von mindestens 8,50 Euro pro Stunde an Arbeitnehmer zwar einerseits positive soziale Auswirkungen. Andererseits meinen aber 54 Prozent von ihnen, dass die Einführung dieser Regelung negative Effekte auf den Arbeitsmarkt haben könnte. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag der Adecco Gruppe in den vergangenen Wochen bei 251 Unternehmen durchgeführt hat. Fast jeder zweite Befragte befürchtet demnach auch zu viel Bürokratie, bedingt durch die Kontrolle der Einhaltung des Mindestlohns. 46 Prozent glauben schließlich, dass die Tarifautonomie eingeschränkt wird und die Gewerkschaften an Bedeutung verlieren.

Nachteilige Effekte für den Arbeitsmarkt sehen vor allem größere Unternehmen sowie solche aus Industrie und Dienstleistung. Knapp 40 Prozent aus diesen Befragungsgruppen äußerten sich skeptisch. Die Sorge vor zu viel Bürokratie treibt kleinere wie größere Unternehmen in gleichem Maße um. Jeweils knapp ein Drittel der Befragten äußerte zu diesem Punkt große bis sehr große Bedenken. Die Einschränkung der Tarifautonomie ist für sie das kleinste Problem. Lediglich rund jeder fünfte Befragte in kleinen und jeder vierte in großen Unternehmen sah hier gravierende Auswirkungen durch den Mindestlohn.

Die am 3. Juli 2014 im Bundestag beschlossene Einführung des Mindestlohns ab Januar 2015 trägt nach Meinung der Entscheider aber auch zum Schutz der Arbeitnehmer bei. So erwarten zwei Drittel von ihnen, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns die Arbeitnehmer vor Lohndumping bewahrt. 65 Prozent gehen davon aus, dass dadurch eine Verarmung bei Vollzeitbeschäftigung vermieden wird. Ebenso erwartet die Mehrheit, dass dadurch die Produktivität der Arbeitnehmer gefördert wird.

Den Schutz vor Lohndumping sehen der Umfrage zufolge vor allem die Führungskräfte in Großunternehmen sowie aus Industrie und Dienstleistung. Sie erhoffen sich dadurch auch große oder sehr große Impulse auf die Produktivität ihrer Mitarbeiter. Der Schutz vor Verarmung der Arbeitnehmer wird in kleinen wie großen Unternehmen gleich stark bewertet. In der Industrie mit 48 Prozent jedoch noch deutlich stärker als in Dienstleistung und Handel mit je 36 Prozent.

Bereits zum fünften Mal wurden für den Adecco Arbeitsmarkt Monitor (AAM) Entscheider aus Unternehmen in Deutschland befragt. 85 kamen aus der Industrie, 116 aus dem Bereich Dienstleistung und 50 aus dem Handel. Die repräsentative Online-Erhebung richtete sich zu knapp einem Viertel an Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Rund drei Viertel der befragten Unternehmen hatte bis zu 1000 Mitarbeiter. Die Umfrage wird seit Anfang 2012 regelmäßig durchgeführt.

http://www.themenportal.de/politik/arbeitgeber-sind-skeptisch-beim-mindestlohn-92321

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