(openPR) Der amerikanische Politiker, Präsidentschaftskandidat und Friedensnobelpreisträger Al Gore hat der Macht des Geldes in den Vereinigten Staaten ein hochtoxisches Niveau attestiert. Profitorientierte Unternehmen hätten so großen Einfluß auf die Politik wie nie und könnten ihre Interessen leicht gegen die der großen Bevölkerungsmehrheit durchsetzen.
Das Weltfianzsystem erlebt derzeit die größte Krise seiner Geschichte. Überschuldete Staaten und marode Zockerbanken vernichten den Wohlstand der Völker. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Auch die Lebenssituation der Mittelschicht wird zunehmend schlechter. Die Politiker sind ebenso hilflos wie sie sich nur allzu bereitwillig zu ahnungslosen Gehilfen der Bankster und Ausbeuter machen lassen.
Eine ordentliche Lösung der Krise wird es nicht geben. Unter Führung der us-amerikanischen FED haben sich die Notenbanken der Europäischen Union und Japans durch reale negativzinsen und schrankenlose Geldvermehrung in eine Situation hineinmanövriert, in der zur Bereinigung nur noch Inflation und Weltwirtschaftskrise oder beides möglich sind. Den Startschuß in die eine oder andere Richtung wird entweder das Platzen einer der Spekulationsblasen am Anleihe- und Aktienmarkt geben, die Schieflage einer der Derivatespielbanken oder die wirtschaftlichen Sanktionen infolge einer Verschärfung der Ukraine-Krise. Nicht ausgeschlossen als Auslöser für eine unkontrollierte – unkontrollierbare! – autonome Krisenlösung ist auch ein plötzlicher scharfer Anstieg des Goldpreises infolge einer Angebotsverknappung und dadurch Exekutionen von Leerverkäufern.
Für Milliarden Menschen weltweit und für hunderte Millionen Menschen in Europa, Japan und den Vereinigten Staaten droht der Super GAU. Einen Vorgeschmack von dem, was eine autonome Krisenlösung bewirken wird geben bereits die Folgen negativer Realzinsen und ungehemmter Geldvermehrung. Negative Realzinsen vernichten Geldvermögen, sei es in Krediten, Anleihen, auf Sparbüchern oder in Kapitallebensversicherungen investiert. Die private Altersversorgung von vielen Millionen Menschen wird dadurch ebenso vernichtet wie die Schulden von Staaten, Unternehmen und Zockern.
Das wachsende Bewußtsein der Menschen von diesen Folgen wird ebenso negative Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit haben wie das absehbare Platzen der Spekulationsblasen. Zu den negativen Realzinsen werden sich auch negative Wachstumsraten der Volkswirtschaften gesellen. Die ohnehin nicht geringe Arbeitslosigkeit wird stark ansteigen. Die Millioneneinkommen der Schuldigen an der Misere werden darunter kaum leiden. Im Gegenteil. Solange weiter gezockt werden darf, gibt es auch üppige Boni.
Des einen Leid, des andern Freud. Aber die politischen Auswirkungen dieser verheerenden sozialen folgen sind unkalkulierbar. Deshalb ist es dringend geboten, die große Mehrheit der Menschen von den Spielern und Ausbeutern unabhängig zu machen. Der Beutekapitalismus darf nicht länger diejenigen in Geiselhaft nehmen, die ihn weder wollen noch von ihm profitieren. Die staatliche Verfassung muß garantieren, daß die Interessen des Allgemeinwohls in einem Mindestumfang unabhängig von den jeweils herrschenden Sonderinteressen gewahrt werden. Die Lobbydemokraturen, in die sich die heutigen Demokratien zum Nachteil der Völker in den letzten ca. 30 Jahren gewandelt haben, müssen endlich so gezügelt werden, daß die Kernbelange des Allgemeinwohls jederzeit gewahrt sind.
Zu diesen Kernbelangen gehören mindestens ein lebenslanges inflationsgeschütztes Grundeinkommen, das einen gut bürgerlichen Lebensunterhalt und entsprechende Teilhabe am sozial-kulturellen Leben ermöglicht, finanzielle Sicherheit für den Krankheits- und Pflegefall und kostenlose Bildung. Als Gegenleistung sind alle Bürgerinnen und Bürger verpflichtet, ihre Arbeitskraft bis zu einem bestimmten Lebensalter entsprechend ihrer Bildung und Ausbildung dem Staat zur Verfügung zu stellen.
Die Finanzierung erfolgt vor allem über progressiv gestaffelte Umsatz- und Ertragssteuern, die von allen erhoben werden, die als Angestellte oder Selbständige erwerbswirtschaftlich tätig sind Einkommen, das über die Höhe des Grundeinkommens hinausgeht.
In einer kleinen Studie mit dem Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer – Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ wird mit Zahlen untermauerte aufgezeigt, das eine solche epochale Reform zum Schutze der Menschlichkeit vor den Klauen des Beutekapitalismus vollkommen realistisch ist. Die in der Studie vorgeschlagenen das Allgemeinwohl sichernden Reformen, unter denen die Einführung eines unbedingten individuellen Grundeinkommens im Mittelpunkt steht, wären geeignet, die Bevölkerung vor weiteren Verheerungen durch skrupellose Profitorientierung und menschenfeindliche Lobbydemokratur zu schützen.
Die vorgeschlagenen Reformen wären zugleich ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der sozialen und wirtschaftlichen Zukunft unserer Gesellschaft und unseres Staates, die seit vielen Jahren von den Verantwortlichen Politikern sträflich vernachlässigt und dem Volk nur hin und wieder mit einigen Placebos – Beispiel: derzeitige Rentenreformpläne – vorgespiegelt wird. Die Studie (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook). ist im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital erschienen und dort sowie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung für 9,95 Euro erhältlich.
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