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Mustersiedlung bietet Lebensraum für Wildbienen

Bild: Mustersiedlung bietet Lebensraum für Wildbienen
Mustersiedlung für Wildbienen
Mustersiedlung für Wildbienen

(openPR) Wildbienen sind Einzelgänger. Sie bewohnen kleine Hohlräume im Schilf, Stein, Holz oder Erdreich. Artenreiche Biotope mit blühenden Pflanzen und Plätzen zum Nisten gibt es immer weniger. Deshalb ist der natürliche Lebensraum der Solitärbienen heute stark eingeschränkt. Viele Wildbienenarten sind schon verschwunden oder vom Aussterben bedroht. Die Mustersiedlung des Berliner Lessing-Gymnasiums soll Abhilfe verschaffen.

Schüler von der siebten bis zur zwölften Jahrgangsstufe haben ein Jahr lang ein Bienenhotel der besonderen Art geschaffen: Die Schüler des Weddinger Gymnasiums stammen aus vielen verschiedenen Nationen und verzierten Keramikscheiben mit kulturellen, geometrischen Ornamenten, die in einer großen Lehmwand mit Holz und Schilf, den Materialien für Wildbienen, verbaut wurden. Anschließend haben die Schüler die Wand mit Bohrungen in der Größe der Wildbienen versehen, um ihnen Wohnstätten und Nistgelegenheiten zu bieten. Durch die Verteilung der Wildbienennester entstehen Muster im Raum. Das Konzept, das kulturelle Muster mit biologischen verbindet, stammt von Oliver Goldacker, Kunsterzieher und Museumspädagoge, und der Bienen- und Wachskünstlerin Bärbel Rothhaar.

Die Keramikplatten sind mit floralem Rankenwerk, Arabesken und fernöstlichen Mustern dekoriert. Im Voraus haben sich die Schüler zuhause, im Berliner Stadtraum und im Museum für Islamische Kunst „von Keramiken, Kalligrafien und Teppichen inspirieren lassen“, so Bärbel Rothhaar. Über Wildbienen haben sich die Schüler auch informiert: Sie nutzten die Wildbienen-Lernmaterialien der HOBOS-Webseite und haben dem Berliner Schul-Umwelt-Zentrum Mitte einen Besuch abgestattet.

Am Montag, den 2. Juni, wird ab 13 Uhr die Mustersiedlung enthüllt und für die Besiedlung durch Wildbienen freigegeben. Die Eröffnungsfeier wird im Museum Mitte (Pankstr. 47) in Berlin stattfinden. „Die Mustersiedlung ist sowohl für Menschen als auch für Insekten interessant, natürlich aus ganz verschiedenen Gründen“, so die Künstlerin Rothhaar.

(Kristina Vonend)

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