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ARTenraum – Wenn Kunst zum Lebensraum wird

30.11.202514:49 UhrKunst & Kultur
Bild: ARTenraum – Wenn Kunst zum Lebensraum wird
ARTenraum – Bewohnbare Kunstobjekte aus Hartholz (© 2025 Carolin Tietz)
ARTenraum – Bewohnbare Kunstobjekte aus Hartholz (© 2025 Carolin Tietz)

(openPR)

Ein Habitatum als Antwort auf das stille Verschwinden der Insekten

Eichenau, November 2025 – Es ist leise geworden in vielen Gärten, Parks und Landschaften. Wo früher Wildbienen summten, Hummeln brummten und Wespen ihre Nischen fanden, herrscht heute oft Ordnung – zu viel Ordnung. Totholz wird aus Sicherheitsgründen entfernt, Grünflächen werden „aufgeräumt“, Landschaften geglättet. Was gepflegt wirkt, ist für viele Insekten lebensfeindlich.

Genau hier setzt das Projekt ARTenraum von Markus Tietz und Volker Hennemann an. ARTenraum ist kein klassisches Insektenhotel. Die Initiatoren sprechen bewusst von einem „Habitatum“, einer Verbindung aus Objektkunst, Handwerk und funktionalem Naturschutz.

Handwerk mit Präzision – kein Bastelprodukt

Jedes ARTenraum entsteht in aufwendiger Handarbeit aus massivem Hartholz mit 10 Zentimetern Materialstärke. Diese Dimension ist kein gestalterischer Zufall, sondern Voraussetzung für Langlebigkeit, Stabilität und vor allem für artgerechte Nistbedingungen.

Das Holz wird gehobelt, geschliffen und präzise von Hand ausgefeilt. Die Niströhren besitzen Durchmesser von 2 bis 9 Millimetern, ihre Tiefe entspricht jeweils dem Zehnfachen des Durchmessers, ein entscheidender biologischer Standard. Nur so können sich Solitärbienen sicher zurückziehen, ihre Brut geschützt ablegen und die nächste Generation entwickeln, ohne dass Flügel oder Körper an scharfen Kanten verletzt werden.

Ein eingeschlagenes Welleneisen schützt das massive Holz zusätzlich vor Rissbildung durch Witterungseinflüsse. Das Ergebnis sind Objekte mit einem Gewicht von 20 bis 80 Kilogramm, in denen rund 2.000 exakt gesetzte Niströhrenein reliefartiges Gesamtbild bilden, funktional und zugleich skulptural.

Warum Insekten heute Lebensraum verlieren

In Deutschland gibt es über 600 Wildbienenarten, allein in Bayern mehrere Hundert. Rund drei Viertel dieser Arten leben solitär, also nicht in Staaten wie Honigbienen. Sie sind hoch spezialisiert: auf bestimmte Pflanzen, auf bestimmte Nistbedingungen, auf kurze Flugradien von oft nur wenigen hundert Metern.

Ihr Problem:

  • Totholz verschwindet aus Parks und öffentlichen Grünanlagen – aus Sicherheits- und Haftungsgründen.
  • Feldraine, Böschungen und wilde Ecken weichen sauber gemähten Flächen.
  • Monokulturen und Versiegelung lassen Nahrungsquellen schrumpfen.

Was bleibt, sind ökologisch gut gemeinte, aber oft schlecht gemachte Insektenhotels: dünnes Weichholz, ausgefranste Bohrungen, falsche Durchmesser, Todesfallen statt Lebensräume.

ARTenraum will genau hier bewusst qualitativ gegensteuern, nicht mit Masse, sondern mit Dauerhaftigkeit und biologischer Präzision.

Kunst für den Umweltschutz – kein Dekorationsobjekt

„Ein Habitatum ist kein reiner Gartenschmuck“, sagen die Initiatoren. „Es ist ein Angebot an die Natur, sich Raum zurückzuholen.“

ARTenraum-Objekte können

  • in Gartenzäune integriert,
  • freistehend als Stele gesetzt,
  • an Haus- und Firmenfassaden montiert
    oder in öffentliche Grünanlagen eingebunden werden.

Sie wirken sichtbar und genau das ist Teil ihrer Aufgabe: Artenschutz soll nicht im Verborgenen stattfinden, sondern im Alltag präsent sein.

Keine Garantie – sondern Ehrlichkeit

ARTenraum verspricht bewusst keine automatische Besiedlung. Denn:
Wildbienen siedeln sich nur dort an, wo sie auch Nahrung finden. Manche Arten fliegen kaum weiter als 300 Metervon ihrem Nistplatz. Fehlen in diesem Radius passende Blüten, Stauden oder Gehölze, bleibt das Habitat leer, selbst wenn es handwerklich perfekt gebaut ist.

Deshalb verstehen die Macher ihr Projekt auch als Impuls zur bewussteren Bepflanzung. Wer Wildbienen Lebensraum schenkt, sollte auch für blühende Vielfalt sorgen. Beratung dazu gehört auf Wunsch ausdrücklich zum Projekt.

Jedes Habitat ein Unikat

Kein ARTenraum gleicht dem anderen. Jedes Habitatum ist ein handgefertigtes Einzelstück – in Struktur, Anordnung, Ausdruck. Die Kombination aus Funktion und Form ist kein Kompromiss, sondern Absicht: Kunst darf hier nicht stören, sie muss dienen.

Der Name bringt es auf den Punkt: ARTenraum – Raum für Arten. Und Raum für Haltung.

Die Macher

Markus Tietz, bekannt durch Bee-Rent München, bringt langjährige Erfahrung im Natur- und Umweltkontext ein. Volker Hennemann steht für das handwerkliche Fundament des Projekts.

Gemeinsam verbinden sie ökologisches Denken, handwerkliche Präzision und gestalterische Klarheit. ARTenraum ist kein kurzfristiges Produkt, es ist ein gewachsenes Projekt mit Überzeugung.

Eine Einladung – an Natur und Gesellschaft

Ein Habitatum ist mehr als ein Kunstwerk. Es ist eine Einladung an Wildbienen, Wespen und andere Insekten, wieder selbstverständlicher Teil unserer Umgebung zu werden. Und zugleich eine Einladung an uns Menschen, Verantwortung nicht abstrakt, sondern sichtbar zu übernehmen.

Wer ein ARTenraum aufstellt, trifft eine bewusste Entscheidung: für Artenvielfalt, für Nachhaltigkeit – und gegen das stille Verschwinden einer ganzen Tiergruppe, von der unser Ökosystem direkt abhängt.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

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  • Bee-Rent München
    Rodelbahnstr. 26
    82223 Eichenau
    Deutschland

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