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Statt Kästners fliegendes nun ein stehendes virtuelles Klassenzimmer

13.02.200612:55 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Statt Kästners fliegendes nun ein stehendes virtuelles Klassenzimmer

(openPR) Bei einem Pilotprojekt "Interactive Learning" am Eppinger Gymnasium erlebten Schüler gestern via Datentechnik den Informationsaustausch über Kontinente hinweg

Eppingen. Schnell mal zwei Unterrichtsstunden vom Kraichgau nach Amerika, um mit einem Experten ins Gespräch zu kommen? Geht nicht, meinen Sie? Geht doch. Am Gymnasium Eppingen nahmen gestern früh Schüler an einem Pilotprojekt teil, bei dem sechs Schulen aus verschiedenen Bundesländern mit Joe Cunningham aus Monterey (Kalifornien) in einem virtuellen Klassenzimmer über die amerikanische Verfassung sprachen.



Was es mit dem Wahlrecht auf sich hat, und wie in Amerika die Justiz darauf Einfluss nehmen kann, die Rolle der Legislative, Exekutive und Judikative – das alles könnte man auch nachlesen. Trotzdem: „Das war mal eine echte Abwechslung im Unterricht", meint Michael Zich begeistert. Mitschülerin Christine Acht sieht im virtuellen Klassenzimmer, das nichts anderes als ein internetgestütztes Computerkommunikationsprogramm ist, eine gute Möglichkeit, auf „einfache und lebendige Weise" etwas Neues zu lernen.

Noch wichtiger aber ist die Tatsache, dass alle Schüler bei dieser ersten Aktion von „Interactive Learning by Expert Talks" richtig „viel Lust auf Mehr" bekommen haben. Der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums, Bernd Eigenmann, erklärt, dass das Thema Amerika beim Abitur behandelt wird. Deshalb soll eine Aufzeichnung des Vortrages in den Vorbereitungsunterricht einfliesen. Leider gab es bei diesem ersten Mal technische Abstimmungsprobleme, so dass die Schüler mit ihren Fragen noch recht zurückhaltend waren. Eigenmann ist sich aber sicher, dass dies beim nächsten Mal besser sein wird.

Die Arbeit im virtuellen Klassenzimmer kann sich Eigenmann auch für andere Fächer gut vorstellen: „Damit können wir unsere Schüler an Dinge heranführen, die auf dem Land sonst nicht geboten werden". Experten für Mathematik, Naturwissenschaften oder aus der Wirtschaft würde er gern auf den Computerbildschirmen seiner Schule sehen. Auch hinsichtlich der neuen Partnerschaft mit einer holländischen Schule sieht Eigenmann in dem Kommunikationsprogramm völlig neue Perspektiven.

Chancen für die internationale Zusammenarbeit an Projekten wittert auch Englischlehrer Patrick Vollmer. „Das war eine lebendige Kommunikation und Interaktion in Echtzeit", fasst er die anderthalb Stunden zusammen, in denen sich vor der offenen Tür bald eine interessierte Schülerschar versammelt hatte.

Drinnen herrscht eine Disziplin, wie sie hier wohl nicht immer zu finden ist: im virtuellen Klassenzimmer wird nicht einfach reingequasselt. Mit elektronischen „Handzeichen“ kann man sich zu Wort melden. Aber erst, wenn der Vortragende das Mikrofon übergibt, können Fragen gestellt werden. Abstimmungen werden mit grünen Häkchen und roten Kreuzen getätigt. Bei Bedarf können Vorlagen verteilt oder bearbeitet werden, und natürlich gibt es Smileys (eine Art Punkt Punkt, Komma,Strich-Gesichter) für die jeweiligen Gemütszustände.

Auch seinen Beifall kann man zeichentechnisch kundtun. Der kommt ganz einstimmig von allen, als Cunningham kundtut, dass er George W. Bush nicht gewählt hat. Voraussagen, ob in den Vereinigten Staaten bald eine Frau ins Weiße Haus einzieht, kann der Experte für amerikanische Länderkunde natürlich nicht. „Wäre nicht Michael Moore ein geeigneter nächster Präsident?" wagt man sich frech aus der Fachwerkstadt nachzufragen.

Robert Schatz, der das Pilotprojekt ins Leben rief, ist Lehrer für Wirtschaft und Englisch an einer Berufsschule in Nürnberg. Die Idee fürs virtuelle Echtzeitklassenzimmer brachte er aus seiner Zeit bei Siemens mit in den Schuldienst. Zur Umsetzung holte er sich Konrad Fassnacht von Fassnacht Corporate Consulting aus Eppingen mit ins Boot. „Momentan sind wir in einer kostenfreien Pilotphase", erklärt Schatz und fügt an, dass die Schulen damit finanziell überfordert wären. Erschwingliche Kostenmodelle, bei denen man mit Hilfe von Sponsoren aus der Wirtschaft rechnet, sollen den virtuellen Klassenzimmern eine Zukunft geben.

Sieht so die Schule des 21. Jahrhunderts aus? „Das virtuelle Klassenzimmer wird niemals den Unterricht von Angesicht zu Angesicht ersetzen können, aber es kann eine sinnvolle Ergänzung sein", sagt Schatz.

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