(openPR) Paul Kagame, Staatspräsident der Republik Ruanda, hat an der UNIDO-Konferenz von 28. November bis 2. Dezember in Wien teilgenommen. Die UNIDO ist die Organisation für Industrielle Entwicklung der Vereinten Nationen. Ziel des UN-Organs ist, die Wirtschaft in der Dritten Welt anzukurbeln und die Armut dort zu bekämpfen. Dazu unterstützt die UNIDO Entwicklungsländer beim Aufbau einer nachhaltigen und umweltgerechten wirtschaftlichen Infrastruktur.
Zum Abschluss der Konferenz, an der rund 800 Delegierte aus mehr als 170 Staaten teilnahmen, hielt der ruandische Präsident eine Rede über die Rolle der UNIDO in Afrika. Afrikas Wandel und Entwicklung liege in der eigenen Verantwortung des Kontinents, erklärte er, dafür sei nicht der Westen verantwortlich. Der Kontinent habe das Potential und sei mit genügend Ressourcen ausgestattet, um den Anschluss an die Weltwirtschaft zu schaffen. Außerdem entstehe bei den afrikanischen Machthabern ein neuer Führungsstil: Man setze sich mit den Problemen auseinander und biete Lösungen dafür an. Der Vorteil guter politischer und wirtschaftlicher Führung sei in Afrika verstanden worden - dies schaffe die Voraussetzungen für Wirtschaft und Handel sowie für Investitionen aus dem Ausland. Mit der Unterstützung der UNIDO könnten die afrikanischen Staaten nun von der Globalisierung und den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien profitieren - das diene dem Anschluss Afrikas an die Entwicklungen der Weltmärkte und damit der Befreiung Afrikas aus der Armut.
Während seines Aufenthaltes in Wien traf der ruandische Präsident auch den österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer. Neben Berichten über die innenpolitische Situation in Ruanda informierte Kagame in seiner Funktion als Vize-Präsidemt der Afrikanischen Union (AU) über die Aktivitäten der zwischenstaatlichen afrikanischen Organisation. Genauso waren auch die Vorhaben der österreichischen EU-Präsidentschaft und die Entwicklungen in der Europäischen Union Thema des Gesprächs.
Außerdem besprachen die Präsidenten Themen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Ruanda gehört zu den Schwerpunktländern der österreichischen EZA.
Der Wiener Tageszeitung "Die Presse" sagte Kagame im Interview: "In den zehn Jahren seit dem Genozid hat das Land einen enormen Fortschritt erlebt - Versöhnung, Wiederaufbau, Frieden, Stabilität. Wir haben mehr getan, als man in so kurzer Zeit für möglich gehalten hätte. Eines kann ich sicher sagen: Ruanda ist heute stabiler als jedes andere Land in der Region - das wäre nicht möglich, wenn die Versöhnung nicht funktioniert hätte."
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