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Zu viel prekäre Beschäftigung im Öffentlichen Dienst

08.04.201317:11 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Zu viel prekäre Beschäftigung im Öffentlichen Dienst
Am 12./13. April tagen die Delegierten und Gastdelegierten des 18. Landesjugendtages der dbbj nrw
Am 12./13. April tagen die Delegierten und Gastdelegierten des 18. Landesjugendtages der dbbj nrw

(openPR) Beinahe jeder sechste Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst ist nur befristet beschäftigt. Während in den letzten Jahren die Zahl der festen, unbefristeten Stellen in den Kommunen, beim Bund und den Ländern stetig abgebaut wurde, stieg die Zahl der befristeten Stellen drastisch an, bemängelt die Deutsche Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw), die sich am kommenden Freitag, 12. April, anlässlich ihres Landesjugendtages in Neuss unter anderem mit dieser Thematik auseinandersetzen wird.



"Ob es bei den Kommunen die Ausgliederung ganzer Beschäftigungsbereiche, wie zum Beispiel bei vielen Städtischen Betriebshöfen ist, oder junge Lehrerinnen und Lehrer, die nach ihrem Studium nur ein Arbeitsverhältnis bis zu den nächsten Ferien angeboten bekommen. So sieht in Nordrhein-Westfalen die Beschäftigungswirklichkeit im Öffentlichen Dienst aus", bemängelt der Vorsitzende der dbb jugend nrw, Markus Schallenberg, im Vorfeld des Landesjugendtages. Zu diesem gewerkschaftlichen Großereignis werden neben weit über 120 jungen Gewerkschaftern auch die NRW-Familienministerin, Ute Schäfer, sowie Landtagsabgeordnete der verschiedenen Fraktionen, Gewerkschaftsvertreter aus den Erwachsenenverbänden und internationale Gäste aus China und der Ukraine anwesend sein.

Der gewerkschaftliche Jugenddachverband will diese Gelegenheit nutzen, um gegenüber der Politik und im Beisein der Gewerkschaftsvertreter aus den Erwachsenenverbänden auf die unzureichende Situation junger Menschen aufmerksam zu machen. "Es kann nicht sein, dass Justizfachangestellte nach langjähriger qualifizierter Ausbildung keine Aussicht auf einen festen Arbeitsplatz bei der Justiz bekommen", fasst Schallenberg zusammen. "In einer solchen Situation mag man an Familienplanung kaum denken", fügt er an. Für eine Gesellschaft, die sich demografisch im Umbruch befindet und in der stetig weniger Kinder geboren werden, sei das auch gesamtgesellschaftlich betrachtet eine Katastrophe.

Fortführen lässt sich die Mängelliste in vielen anderen Bereichen: Lehrer erhalten in NRW nach ihrem Studium und Referendariat in der Regel zunächst eine Stelle als Schwangerschafts- oder Krankheitsvertretung. "Trotz des viel beschriebenen Bildungsnotstands ist es an Schulen in diesem Land üblich, junge Lehrerinnen und Lehrer nur von Ferien zu Ferien zu beschäftigen", sagt Jano Hillnhütter, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes. In den Sommerferien arbeitslos zu sein, stelle keinen günstigen Nährboden für eine glückliche Familienplanung dar.

Leichter stelle sich die Zukunftsplanung zudem dar, wenn im Öffentlichen Dienst mehr für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf getan würde. Zwar gebe es an verschiedenen Stellen - so zum Beispiel in den Finanzbehörden - gute und funktionierende Modelle, die Heimarbeit ermöglichen, doch sei in den Verwaltungen insgesamt noch viel Verbesserungsspielraum. "Es muss noch einiges passieren, damit in den Behörden klar wird, welche Vorteile es für die jungen Beschäftigten mit sich bringt, wenn sie sich neben ihrer Arbeit nicht noch ständig um ihre Familie und die Betreuung ihrer Kinder Gedanken machen müssen", sagt Schallenberg.

Aus diesem Grund wird der gewerkschaftliche Jugenddachverband zudem beim Landesjugendtag verschiedene Anträge auf den Weg bringen, die einen Konsens schaffen über die politische Marschroute für die nächsten Jahre: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Abschaffung prekärer Arbeit und eine gerechte und sichere Rente werden Kernthemen sein.

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