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Produktfälschung – weltweit sicherstes System jetzt auf dem Markt

12.03.2013 • 16:19 Uhr • Wissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Produkt- und Markenpiraterie ist eine Erscheinung, die immer mehr ausufert und dabei immer gefährlicher sogar lebensgefährlich wird. Jetzt ist es Forschern gelungen Fälschern das Handwerk zu legen.


Baiersdorf. Die MiDaSi GmbH & Co.KG hat nach langen Forschungs- und Analysearbeiten in Zusammenarbeit mit Prof. Oliver Reiser, Universität Regensburg ein Sicherheitssystem entwickelt, dass den Produktherstellern durch ein mehrstufiges Kennzeichnungsverfahren ermöglicht, ihre Produkte direkt vom Endverbraucher auf Echtheit überprüfen lassen zu können: "Das Verfahren ist für den Endverbraucher einfach anzuwenden und gibt innerhalb weniger Sekunden die Gewissheit, ob es sich bei dem Produkt um ein Original oder um eine Fälschung handelt", so Prof. Dr. Oliver Reiser vom Institut für Organische Chemie der Universität Regensburg. "Eine der Zielsetzungen unserer Entwicklung ist, ein maximal sicheres Überprüfungssystem im Hintergrund bereitzustellen. Den einmaligen Schlüssel dazu besitzt immer nur der Käufer eines gekennzeichneten Originalproduktes. Die Überprüfung ist dabei so einfach, wie das Versenden einer SMS", erklärt Daniel Kobsdaj Geschäftsführer der MiDaSi GmbH & Co.KG.



Allgemeine Problematik und Historik von Produktfälschungen

Seit der frührömischen Zeit werden Produkte mit Siegeln und Herkunftszeichen zum Schutz des Produktes und des Käufers versehen. Bereits seit diesem Zeitpunkt, der mehr als 2.000 Jahre zurückliegt, entwickelt sich parallel zur Originalindustrie eine Schattenwirtschaft, die sich von der Herstellung und dem illegalen Verkauf von Nachahmungsprodukten finanziert und dadurch für sich selbst immense Gewinne erwirtschaftet.
Gleichzeitig bedeutet das für die Hersteller der
Originalprodukte immenses Umsatzverlustpotential, für den Endverbraucher teilweise Gefahr für Leib und Seele. Der wirtschaftliche Schaden durch Plagiate beträgt innerhalb
der Europäischen Union schon mehrere dutzend Milliarden Euro pro Jahr. Allein in Deutschland sind davon zehntausende Arbeitsplätze jährlich betroffen.

Fälschungen nehmen in ihrer optischen Qualität in dem Ausmaß zu, dass es ohne einschlägiges Fachwissen häufig unmöglich ist, diese als solche zu erkennen.

Das Fälschungsportfolio reicht von gefälschten Herzschrittmachern, Blutdruckmessgeräten, Hustensäften, CD's oder Arzneimitteln bis zu Software, Kleidung, Autoteile, Flugzeugteile, Militärelektronik und Lebensmitteln. Nahezu jede Massenware ist für die unzähligen internationalen Fälscherringe interessant. Die Umsätze aus diesen „Geschäftszweigen“ erreichen oder übertreffen mittlerweile die Einnahmemöglichkeiten aus Drogen- oder Waffenhandel: Ein Kilo Cannabisblätter hat in Europa einen geschätzten Marktwert von 2.000 Euro, ein Kilo raubkopierter CDs hingegen 3.000 Euro.

Um das Herkunftsland bestmöglich zu verschleiern, werden Fälschungen durch das organisierte Verbrechen durch mehrere Stationen geschleust, meist durch Länder, die nicht augenscheinlich als Verteilungspunkt für Fälschungen dienen, wie der kürzlich aufgedeckte Pferdefleischskandal deutlich zeigt.

Die diversen Datenklau- und Hackingskandale Anfang diesen Jahres selbst in höchsten Kreisen zeigen, dass zwar die Entwicklung an Sicherungstechnologien rasant voranschreitet, am Ende des Systems aber der Faktor Mensch darüber entscheidet, ob die Informationen selbst abgesichert sind.

Werden höchst sensible Informationen nach standardisierten Methoden der für Datenbanken und Dateien üblichen Speicherungsoptionen vorgehalten, kann in vielen Fällen ein für geübte Fachleute einfacher Eingriff in das Speichersystem die vollständige Offenlegung von allen Informationen bedeuten. Pressewirksame Beispiele waren der Social-Media Gigant Facebook, Apple, Microsoft und Google.


Problematik von Produktfälschungen im Detail

Nahezu jedes innovative Unternehmen steht heute dem Kampf gegen Produktpiraterie gegenüber. Trotz aller Maßnahmen und technischer Hilfsmittel geht die Sicherstellungsrate, gemessen am Gesamtumsatz dieser Schattenwirtschaft, praktisch gegen 0. Politische Gremien auf europäischer und internationaler Ebene sind sich in den Grundzügen darüber einig Rahmenbedingungen zum verbesserten Schutz geistigen Eigentums zu schaffen. Doch was bewirken die möglichen neuen Rahmenbedingungen? Gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungspflichten können ein Weg für einige der betroffenen Unternehmen sein. Allerdings zeigt sich bei dem Großteil der Unternehmen, die bereits den Versuch unternehmen ihre Produkte auf diesem Weg zu schützen, dass ein Sicherungscharakter zwar erkennbar ist, dieser jedoch im Regelfall für Produktpiraten technisch keine Hürde darstellt. Schlimmer noch: In einigen Fällen wurden optische Erkennungszeichen so hochwertig nachgeahmt, dass Plagiate als Originale erkannt wurden.
Andere Technologien wie die Kennzeichnung von Produkten mittels RFID-Transpondern (engl. Radio Frequency Identification) oder chemischen und schwach nuklearen Markern versprechen bei der Produktkennzeichnung einen höheren Sicherungsgrad. Der Einsatz dieser Technologien setzt allerdings nicht selten schweres oder teures technisches Gerät voraus, weshalb die Überprüfung von Produkten auf diese Kennzeichnungen hin vor einer neuen Hürde steht.?Es entstehen neue Produktnebenkosten, die im heutigen weltweiten Wettbewerb eine Produktsicherung überflüssig machen könnten. Die Produkte werden zu teuer für den Endverbraucher und fallen so aus dem Markt heraus.
Bei allen heute am Markt verfügbaren Sicherungstechnologien besteht zudem die Problematik, dass diese im Zweifel angreifbar sind. Sogar große und nach heutigen technischen Standards abgesicherte Behörden, wie z. B. der deutsche Zoll oder das amerikanische Pentagon sind vom wissentlichen und geheimen Datenklau betroffen.
Übertragen auf die Problematik der Produktsicherung bedeutet das: Für Unternehmen gilt es einen Weg zu finden, Kennzeichnungsinformationen für ihre Produkte so verfügbar zu machen, dass diese selbst im Fall eines Datendiebstahls oder einer bewussten Herausgabe durch Unternehmensangehörige keine massenhafte Replikation ermöglichen. Gleichzeitig besteht an diese Informationen die Anforderung der Vernetzbarkeit mit allen heutigen und zukünftigen Technologien und der sofortigen Ausgabe des Prüfergebnisses.
Eine kritische Prüfung der am Sicherungsmarkt vorhandenen Technologien zeigt hierbei einen Mangel an Interaktionsmöglichkeiten untereinander. Jede Technologie steht abgeschottet für sich, weshalb sich Unternehmen bereits in der Phase der Produktentwicklung festlegen müssen, welche Schutztechnologien eingebunden werden sollen.

Die Hürde gegen Produktfälschungen sollen verschiedene Technologien ansich darstellen, nicht aber die Ergebnisse der Kontrollen. Ein Trugschluss, dem viele Unternehmen zu wenig bis gar keine Beachtung schenken. Oftmals stellen deshalb die Abschlussberichte von Sicherheitsüberprüfungen durch renommierte IT-Sicherheitsfirmen einen fahrlässigen Umgang bei Datenspeicherungen fest.
Die Systemumgebungen können hierbei sogar nach dem jeweils aktuellen Stand der Technik abgesichert sein, jenseits von Firewall und externen Zugriffsbeschränkungen können sich Angreifer nicht selten vollständig frei bewegen und nach Belieben Inhalte manipulieren oder aus den Systemen heraus direkt auf andere Datenträger kopieren.
Aus entsprechend gut informierten Kreisen wird regelmäßig davon berichtet, dass in vielen Fällen nur dank einer mangelhaften und dilettantischen Vorgehensweise – absichtlich oder unabsichtlich – von einigen Hackergruppen oder Einzelpersonen überhaupt erst eine Rekonstruktion von Angriffsversuchen auf bestimmte Informationen möglich ist oder diese gar erst viel später bei Kontrollen entdeckt werden.


Schutzsystem gegen Produktpiraterie 3.0

Im Bereich Produktsicherheit gibt es viele Entwicklungen mit verschiedenen Lösungswegen, die für den Endverbraucher Sicherheit schaffen sollen. Bisher konnte sich keine dieser Entwicklungen dauerhaft erfolgreich durchsetzen. Das Produktsicherheitssystem der MiDaSi GmbH & Co.KG löst die
bestehenden Problematiken und bietet, neben der Sicherheit für den Verbraucher, eine höchstmögliche Sicherheit für das zugehörige Datenverarbeitungssystem.
Eine neue Verschlüsselungstechnik, die in Zusammenarbeit der MiDaSi
GmbH & Co. KG und Prof. Oliver Reiser, Universität Regensburg, entwickelt wurde. Über ein ausgeklügeltes System wird der Datenbankcode, der die Echtheit eines Produkts verifizieren soll, erst im Moment der Abfrage durch den
Verbraucher erzeugt, eine vorherige Manipulation wird dadurch unmöglich. Aufgrund dieser virtuellen Codeerzeugung ist es auch nicht möglich, aufgrund eines Hackens in die Datenbank die Produktcodes zu erhalten und so gefälschte Produkte mit echten Codes zu kennzeichnen.
Das System ist in einfacher Weise erweiterbar, so dass auch die gesamte Handelskette eines Produkts verfolgt und überprüft werden kann.
Für das neue Verschlüsselungsverfahren wurde im November 2012 in Deutschland ein Patent erteilt, die Europa- und weltweite Anmeldung ist ebenfalls erfolgt. Der Weg zur Patenterteilung war aufgrund einer Reihe
von konkurrierenden Patenten für Verfahren zur Verifizierung von
Produktfälschungen langwierig. Das deutsche Patentamt überzeugte aber
letztendlich die besonders gegebene Sicherheit des Systems vor
Manipulationen sowie die einfache Einbeziehung des Endverbrauchers in
die Produktüberprüfung.

Flexibel für den Hersteller, einfach für den Endbenutzer

Das neu entwickelte System zeichnet sich durch eine maximale Integrierbarkeit in den
Herstellungsprozess aus. Es berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Produktionsanlagen der einzelnen Produkthersteller. Für den Endverbraucher bietet das System eine intuitive Bedienoberfläche im Internet, alternativ stehen Abfragemöglichkeiten per SMS, Telefon und E-Mail bereit.

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