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Interview mit US-Handelsbeauftragten Ron Kirk und EU-Handelskommissar Karel de Gucht

01.02.201317:36 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die Chancen für ein transatlantisches Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union sind nach der Wiederwahl von Barack Obama zum amerikanischen Präsidenten so günstig wie nie zuvor. EU-Handelskommissar Karel de Gucht rechnet noch in diesem Jahr mit der Aufnahme von Verhandlungen für ein solches Abkommen. Für die EU sind die USA der wichtigste Handelspartner. Ungeachtet des von Obama längst ausgerufenen pazifischen Zeitalters lässt auch de Guchts US-Amtskollege, der US-Handelsbeauftragte Ron Kirk, keinen Zweifel daran, wie wichtig die Handels- und Investitionsbeziehungen zu Europa sind. Beide internationalen Handelspolitiker, die die hochrangige EU-US-Arbeitsgruppe für Beschäftigung und Wachstum leiten, zeigen sich im Interview mit International Trade News aber darüber einig: Im transatlantischen Handel schlummert noch viel Potenzial.



ITN: „Vier weitere Jahre im Amt – was bedeutet die Wiederwahl Barack Obamas ins Amt des US-Präsidenten für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und den USA?“

Ron Kirk: „Eine der höchsten Prioritäten für die Obama-Regierung bleibt die Ausschöpfung des vollen Potenzials der außergewöhnlichen Wirtschaftsbeziehung zwischen den USA und der EU. Ziel ist, unser Wachstum voranzutreiben und mehr und bessere Arbeitsplätze zu fördern. Es gibt eine wachsende Übereinstimmung auf beiden Seiten des Atlantiks, dass wir hierfür mehr tun können und sollten – und dazu beizutragen, die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu bewältigen. Diese Erkenntnis hat Präsident Obama und die europäischen Präsidenten Barroso und Van Rompuy dazu angeregt, im November 2011 eine hochrangige USEU- Arbeitsgruppe für Arbeitsplätze und Wachstum zu gründen. Sie beauftragten EU-Kommissar Karel De Gucht und mich, alle möglichen Optionen für mehr Wirtschaftswachstum, Jobs und internationale Wettbewerbsfähigkeit auszuloten und zwar in einem beispiellosen Maß an Genauigkeit und Zusammenarbeit. Daran arbeiten wir.“

Karel De Gucht: „Unmittelbar nach dem Wahlergebnis habe ich meinen Amtskollegen zur Wiederwahl von Präsident Obama gratuliert. Ich freue mich darauf, mit der künftigen Regierung die transatlantischen Handels- und Investitions-Beziehungen weiter zu stärken, so wie wir das schon in den vergangenen vier Jahren getan haben. Wir sind füreinander die wichtigsten Handelspartner. Weltweit ist keine andere Wirtschaftsbeziehung so verzahnt wie die transatlantische – an Ausmaß und Intensität sucht sie Ihresgleichen. Mehr Wachstum und Jobs haben weiterhin Priorität für die USA und die EU. Ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit der Obama-Regierung, um das unvergleichliche Potenzial des transatlantischen Marktes zu erschließen.“

ITN: „Wie können die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen weiter gestärkt und verbessert werden?“

Ron Kirk: „Zwischen den USA und der EU bestehen bereits die weltweit umfangreichsten Handels-und Investitionsbeziehungen. Täglich werden beidseitig Waren und Dienstleistungen im Gesamtwert von rund 2,7 Milliarden USD gehandelt und unterstützen so das Wirtschaftswachstum und Millionen von Arbeitsplätzen. Die direkten Investitionen der USA und der EU in dem jeweils anderen Wirtschaftsraum übersteigen einen Gesamtwert von drei Billionen USD. Politische Entscheidungsträger und Interessenvertreter aus dem Privatsektor in den USA und der EU sind sich jedoch einig, dass wir die Chancen der bilateralen Handelsbeziehungen und Investitionen noch nicht voll nutzen. Unsere Zölle und andere herkömmliche Handelsschranken sind relativ niedrig, gemessen an globalen Standards, allerdings gibt immer noch große handelshemmende Einschränkungen in bestimmten Sektoren. Die EU und wir sind uns auch darüber einig, dass die nichttariflichen Handelshemmnisse ein erhebliches Maß an Handel von Waren und Dienstleistungen verhindern.“

ITN: „Die US-Wirtschaft hat sich erst kürzlich von der Rezession erholt und die Euro-Krise hält weiterhin an. Welche Schritte müssen unternommen werden, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken und zu verbessern?“

Karel De Gucht: „Lassen Sie mich nicht um den heißen Brei herumreden: Unsere Volkswirtschaften haben schon bessere Zeiten gesehen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass aus einer Krise etwas Positives entstehen kann. Solange der politische Wille und das Engagement groß genug sind, können wir mutige Schritte wagen, um unsere Beziehungen zu stärken. Darauf haben die EU und die USA bereits 2012 in der hochrangigen Arbeitsgruppe für Wachstum und Arbeitsplätze intensiv hingearbeitet. Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Potenzial zusammen mit den USA freisetzen können, indem wir einen Fahrplan für künftige Verhandlungen aufstellen, die uns gegenseitig den Marktzugang erleichtern und Bürokratie abbauen, um Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks Geschäfte zu erleichtern. Zusammen mit dem US-Handelsbeauftragten freue ich mich darauf, diesen Abschlussbericht der hochrangigen Arbeitsgruppe vorzulegen. Ich bin mir sicher, dass dieser Schritt es Präsident Obama sowie den Präsidenten Van Rompuy und Barroso ermöglichen wird, grünes Licht für tatsächliche Verhandlungen zu einem transatlantischen Handelsabkommen zu geben.“

Das ganze Interview mit Ron Kirk und Karel De Gucht lesen Sie auf International Trade News:
http://www.internationaltradenews.com/de/articles/24008/Klarmachen-zum-Atlantik-Freihandel.html

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