(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Lange hatte sie gezögert, die Europäische Zentralbank (EZB). Deren oberster Bänker Mario Draghi war im Geiste schon ein paar Wochen vorher zu dem Schritt bereit, den er dann gestern auch vollzog. Anleihenkäufe würden bei Bedarf (und es gibt welchen!) in die Wege geleitet, und damit Krisenstaaten unterstützt. Und nicht nur Krisenstaaten, sondern auch die Märkte.
Kein Wunder, dass die Ankündigung frischen Geldes in den Stunden nach der Entscheidung an den Rohölbörsen wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Das brachte zwar neue Tageshochs für Nordseeöl (Brent) und amerikanisches Leichtöl (WTI). Stützend waren außerdem bessere Konjunkturdaten und die Info aus dem US-Energieministerium, dass die Lagerbestände weiter gesunken sind (Stichwort Isaac). Das Kursplus währte jedoch nicht lang, die Märkte bleiben weiter volatil. In der Konsequenz liegt Brent – das Barrel kostet im Frühhandel am Freitag 113,35 Dollar – wieder auf demselben Niveau wie vor der Draghi-Show. WTI liegt sogar geringfügig drunter, das Barrel kostet derzeit 95,20 Dollar. Den Hauptgrund sehen Analysten im gewinnorientierten Verhalten der Marktteilnehmer, die im späten Handel ordentliche Kasse machten und Gewinne mitnahmen. Ein beständigerer Aufschwung kommt wohl deshalb nicht zustande, weil die EZB-Entscheidung in genau dieser Form erwartet worden und bereits eingepreist war.
Auch der Euro steht noch da, wo er vorher war (1,264 Dollar). Der Kursverlauf der Gemeinschaftswährung war jedoch konträr zur Preisentwicklung beim Rohöl. Zunächst verlor der Euro kräftig an Wert, konnte aber über Nacht die Verluste ausgleichen.
Gut für Heizölkunden: Weil Öl sich preislich nicht zu neuen Höhen aufschwingen konnte, werden die erwarteten Aufschläge für Heizöl wohl ausbleiben. Möglicherweise können sich Verbraucher heute sogar günstiger eindecken. Trotz Mario Draghi.
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