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Indien: Verbot von Urlaubsresort aber kein Ende der 'Menschensafaris'

27.06.201219:06 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Indien: Verbot von Urlaubsresort aber kein Ende der 'Menschensafaris'
Touristen nutzen die die Andaman Trunk Road für
Touristen nutzen die die Andaman Trunk Road für "Menschensafaris" © Survival

(openPR) Das kontroverse Reiseunternehmen Barefoot India hat auf den Andamanen-Inseln einen schweren Rückschlag erlitten. Die indische Regierung verbannte Tourismusunternehmen von einer Pufferzone um das Indigenen-Reservat der Jarawa.

Aktivisten bemängeln jedoch eine "verpasste Gelegenheit", da eine illegale Straße durch das Reservat weiterhin für "Menschensafaris" geöffnet bleibt.



Barefoot hat erklärt, "sozial verantwortliche Entwicklungen im Tourismus" zu fördern. Doch die Nähe eines Barefoot-Resorts zum Reservat des indigenen Volkes der Jarawa könnte die Gesundheit der Indigenen gefährden. Das Unternehmen versucht seit Jahren, die Rechtmäßigkeit der Pufferzone vor Gericht anzufechten.

Einige andere Resorts sind ebenfalls von der Entscheidung betroffen und müssen die Pufferzone nun verlassen.

Die Gesetzesänderung, die kürzlich von Indiens Union Cabinet beschlossen wurde, enthält auch verschärfte Strafen für Personen, die Touren zu den Jarawa organisieren oder das indigene Volk fotografieren. Ihnen drohen nun zwischen drei bis sieben Jahre Haft.

Der stellvertretende Polizeipräsident der Andamanen erklärte, dass "die Leitidee dieser Maßnahme ist, dass die Jarawa nicht ausgebeutet werden sollen".

Menschenrechtsaktivisten begrüßen die Entscheidung, aber warnen, dass die Ausbeutung der Jarawa kein Ende nehmen wird, falls nicht die strittige und illegale Andaman Trunk Road (ATR) geschlossen und eine alternative Strecke eröffnet wird, die das Reservat umgeht. Die Straße würde den zurückgezogen lebenden Jarawa die Kontrolle darüber entziehen, wer ihr Land betritt und wieviel Kontakt sie mit der Außenwelt haben.

Denis Giles, von der lokalen Organisation SEARCH, sagte: "Wir begrüßen die Entscheidung, aber sie fasst das Problem nicht an der Wurzel - die ohne Zweifel die Straße ist."

Indiens Oberster Gerichtshof hatte bereits 2002 die Schließung der ATR angeordnet. Dennoch passieren auch heute noch etwa 250 Fahrzeuge täglich das Schutzgebiet.

Stephen Corry, Direktor der Menschenrechtsorganisation Survival International, sagte heute: "Dies ist eine positive Entwicklung, aber werden die neuen Regeln durchgesetzt werden? 2002 forderte das Oberste Gericht die Schließung der Straße. Zehn Jahre später bleibt sie aber geöffnet und bringt jeden Tag 250 Fahrzeuge in den Wald der Jarawa (und durch die neue Pufferzone). Die einzige wirkliche Option ist die Schließung der Straße."

Lesen Sie diese Meldung online: http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8441

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